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Endloser Winter – 6 Tipps, wie ihr gut durch die dunklen Monate kommt

  • 9. Januar 2022
  • Von Johanna
  • 0 Kommentare
Endloser Winter – 6 Tipps, wie ihr gut durch die dunklen Monate kommt

Heute geht die Sonne um 8:37 auf und um 16:16 Uhr unter. Das macht eine Tageslänge von 7 Stunden und 38 Minuten. Das sind immerhin schonmal 21 Minuten mehr, als am kürzesten Tag des letzten Jahres. Der war am 21. Dezember und hatte gerade einmal 7 Stunden und 17 Minuten. Aktuell haben wir also weniger als acht Stunden Sonne am Tag – vorausgesetzt: die Sonne scheint. Worauf ich hinaus will? Es. Ist. Düster.

Und das schlägt auch auf die Stimmung. Die einen nennen es Winterblues – die anderen Winterdepression. Aber Vorsicht bei der Wortwahl: eine Winterdepression ist eine klinische Diagnose, die einer professionellen Behandlung bedarf. Winterblues ist mehr eine kurzweilige Verstimmung, die man mit ein paar Tricks und Kniffen ausbügeln kann. Solltet ihr das Gefühl haben von einer echten Winterdepression betroffen zu sein, findet ihr am Ende dieses Artikels entsprechende Ansprechpartner:innen und Anlaufstellen.

Nun aber zum Winterblues. Der tritt bei mir ein, wenn es im Winter einfach nur kalt, matschig und grau ist. Sobald sie Sonne scheint oder es schneit und alles gepuderzuckert ist, bin ich wieder befriedet und der Winter darf sich austoben. Aber wir wohnen hier leider in Schleswig-Holstein wo sich während der Wintermonate weder Sonne noch Schnee viel blicken lassen. Und so müssen wir uns wohl oder übel damit arrangieren, dass es auch mal ohne Sonne gehen muss.

Was also tun, wenn der längste Tag des Jahres in weiter ferne ist und dieser Winter endlos scheint? Hier kommen sechs Tipps, die mir persönlich gut helfen, um aus dem Winterblues herauszukommen. Nicht alles ist etwas für jede:n, aber vielleicht ist für den/die eine:n ja was dabei!

Trotzdem rausgehen!
Ja, ich weiß, dieses „Draußen“ ist an grauen, kalten und womöglich nassen Wintertagen nicht sonderlich attraktiv. Aber es lohnt sich für das allgemeine Wohlbefinden auch mal einen Schritt vor die Tür zu machen. Mit meinem Hund muss ich jeden Tag vor die Tür und ich kann aus Erfahrung sagen: meistens ist es draußen nicht so schlimm, wie es von drinnen aussieht. Im Gegenteil: es tut richtig gut eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Entweder alleine mit einem guten Podcast im Ohr oder mit Freund:innen. Auf der Suche nach ein paar schönen Spazierwegen im Land? In unserer Kategorie „Unterwegs in Schleswig-Holstein“ werdet ihr mit Sicherheit fündig!

Sport machen.
Antriebslosigkeit passt auf den ersten Blick nicht besonders gut zu Sport, ich weiß. Und die Überwindung sich auf die Yogamatte zu bewegen – ich kenne sie so gut. Aber es lohnt sich, besonders im Winter, so so sehr sich zu überwinden und eine kleine Runde Sport einzuschieben. Bereits ein paar Minuten Yoga oder Pilates wirken wunder. Irgendwie kommt einmal alles in Gang und danach geht’s – zumindest mir – oft gleich viel besser. Wie ihr den inneren Schweinehund überlisten könnt, hat euch Julia hier aufgeschrieben. Ein paar leichte Übungen für zwischendurch findet ihr hier und hier.

Licht an!
Wenn es draußen düster ist: Licht an! Ich persönlich schmeiße ja gern schon Ende Dezember/Anfang Januar die Weihnachtsdeko raus – alles, was Licht macht, darf aber gern noch etwas bleiben. Besonders die langen, dunkeln Abende fühlen sich mit einigen Lampen und Kerzen, die Licht spenden, weniger düster an. Worauf andere schwören sind zusätzliche Tageslichtlampen. Circa 15 Minuten des Lichts sollen bereits die Stimmung aufhellen. Übrigens: Ein Solariumsbesuch ist hiermit nicht gleichzusetzen. 

Gemütlich machen
Wenn es draußen so richtig ungemütlich ist, hilft es, besonders es sich zuhause gemütlich zu machen. Eine Wolldecke, eine Kanne leckerer Tee, ein gutes Buch oder eine schöne Serie. Einfach mal so richtig einkuscheln und das Grau vor der Tür Grau sein lassen. Auch eine schöne Idee: Wie wär’s mal wieder mit einem Spieleabend? Imke und Johanna haben da schon ein paar Ideen für euch zusammengetragen. Wie wär’s zum Beispiel mit einer Runde Puzzeln oder ein paar Tipps für Gesellschaftsspiele? Das macht die Auswahl auf jeden Fall leichter!

Strukturiert durch die dunklen Monate
Besonders in Kombination mit der Arbeit im Homeoffice kann man über die dunklen Monate schon ein wenig .. nunja, schluffig werden. Grund dafür ist, dass das fehlende Tageslicht unseren Körper verwirrt. Die innere Uhr tickt nicht mehr ganz richtig und braucht etwas, um auf die Sprünge zu kommen. Was da hilft? Struktur! Wecker stellen und feste Tageselemente etablieren. Das kann zum Beispiel eine Runde Morgensport oder ein fest geplanter Spaziergang in der Mittagspause oder nach Feierabend sein. Gleiches gilt für Essen – auch feste Zeiten für Frühstück, Mittag und Abendbrot können Struktur in den Tag bringen.

Wegträumen in die Sonne
Und zu guter letzt: Einfach mal weg. Also zumindest mit dem Kopf. Schließich kann nicht jede:r von uns in den dunklen Monaten in die Sonne düsen. Ich liebe Dokumentationen über ferne Länder. Dabei lernt man nicht nur unseren Planeten besser kennen, sondern kann auch ein wenig ins Träumen geraten. Viele Dokumentationen findet ihr sogar kostenfrei in den Mediatheken von der ARD, dem ZDF oder Arte. Viel Spaß!

Hol dir den Frühling rein!
Ja, es fühlt sich an, als ob der Frühling noch eine halbe Ewigkeit hin ist, aber als Gartenbesitzerin kann ich euch sagen: die Frühblüher stehen schon in den Startlöchern. Unter der Erde keimen bereits Schneeglöckchen und sogar Tulpen und Narzissen. Ein paar der Blumenzwiebeln habe ich mir am Wochenende ausgegraben und in die Wohnung geholt. Hier keimen sie nun und bringen ein wenig Frühlingsgefühle in die Wohnung. Alternativ tut’s natürlich auch ein schöner Blumenstrauß vom Floristen!

Ich hoffe diese Tipps, die für mich ein guter Begleiter durch die dunkle Zeit sind, können auch euch ein wenig helfen. Schließlich dauert es noch ein wenig bis wir dann am 21. Juni diesen Jahres den längsten Tag des Jahres mit etwa 17 Stunden erreichen.

Solltest du das Gefühl haben, dass dein Winterblues viel mehr eine Winterdepression ist, kannst du dich zur Hilfe an Hausärzt:innen oder an eine Beratungsstelle wenden. Die Stiftung deutsche Depressionshilfe hat hierzu eine kostenlose Hotline geschaltet.
Info-Telefon Depression
0800 / 33 44 533
Mo, Di, Do: 13:00 – 17:00 Uhr
Mi, Fr: 08:30 – 12:30 Uhr
Weitere Informationen findet ihr hier:
https://www.deutsche-depressionshilfe.de/

 

Johanna

Ich bin Johanna und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein in den frühen 90'ern geborenes Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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