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Zuhause Töpfern – so geht’s ohne Brennofen

  • 18. April 2021
  • Von Johanna
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Zuhause Töpfern – so geht’s ohne Brennofen

Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag über meinen Töpferkurs? Was habe ich es geliebt den Ton zu kneten und mit meinen Händen Schalen, Becher und andere Dinge zu erstellen. So sehr, dass ich mich letztes Jahr direkt wieder für einen Töpferkurs angemeldet habe – und dann kam Corona und der Kurs wurde abgesagt. Nun sitze ich hier also seit gut einem Jahr und würde so gern töpfern. Und jetzt habe ich dank einer Freundin endlich eine Lösung gefunden!

Diese Lösung nennt sich „SoftTon“ oder „Lufttrocknende Modelliermasse“ und lässt sich genauso verarbeiten, wie normaler Ton. Hat man Zugang zu einem Brennofen könnte man ihn sogar brennen lassen und lasieren. Hat man gerade keinen Brennofen zur Hand, härtet die Masse innerhalb einer Woche so gut aus, dass man die getöpferten Werke auch so nutzen kann. Einziges Problem: man kann den luftgetrockneten Ton lediglich für „trockene Zwecke“ nutzen – also nicht als Vase oder Kaffeebecher.

Von einigen Marken gibt es ein Produkt namens „Ton Dicht“, welches hier Abhilfe schafft, sofern man das Gefäß nicht für Lebensmittel nutzen will. Es dichtet den Ton so ab, dass er Wasser halten kann. So lassen sich zuhause auch Vasen oder Übertöpfe töpfern.

Ich sehne mich hauptsächlich danach überhaupt mal wieder zu töpfern und ein wenig Übung zu bekommen, daher nutze ich nur den puren Ton. So töpfere ich zwar auch kleine Schalen und Döschen, hauptsächlich übe ich aber verschiedene Techniken und knete die Ergebnisse immer wieder zu einem Klumpen Ton zusammen. Feuchtet man den Ton gelegentlich nach, kann man das beliebig oft machen.

Zum Töpfern braucht man im Grunde nicht viel. Für einfache Techniken reichen die eigenen Hände vollkommen aus. Dazu noch ein Holzbrett als Unterlage und es kann losgehen. Statt weiterem Töpfer-Zubehör lassen sich auch Dinge aus dem Haushalt zweckentfremden – z.B. Nudelholz, Messer, Pinsel oder Spachtel.

Sind die Werke fertig getöpfert, müssen sie für etwa eine Woche an einem trockenen, warmen Ort stehen. Der Ton härtet aus und wird noch etwas heller. Anschließend kann man   mit Schleifpapier eventuelle Unebenheiten entfernen und – wer mag – kann sein Werk mit Acrylfarben verzieren.

Entstanden ist bei mir ein kleines Schälchen für Schmuck, sowie eine kleine Dose – und mal sehen, was ich bald noch so töpfere. Ideen habe ich auf jeden Fall schon genug!

Johanna

Ich bin Johanna, bin 30 Jahre alt und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein gebürtiges Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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