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Wir holen uns den Sommerurlaub nach Hause – Tapas auf Balkonien

  • 1. Juli 2020
  • Von Johanna
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Wir holen uns den Sommerurlaub nach Hause – Tapas auf Balkonien

Dieses Jahr ist alles etwas anders. Aber wir machen einfach mal mit Abstand das Beste draus. Statt in den Sommerurlaub nach Spanien zu düsen, holen wir uns das Spanien-Feeling einfach nach Hause – auf den eigenen Balkon. Es gibt: Tapas und Spanischen Wein in der Abendsonne. Der perfekte Abschluss für einen herrlichen Sommertag – und einfacher zuzubereiten, als man denkt!

Für mich sind Tapas einfach der Inbegriff von Sommer in Spanien. Erst den Tag am Strand verbringen, dann Abends durch schmale Gassen bummeln und in einer Tapas Bar mit einem Gläschen wein den Abend ausklingen lassen. Meine unangetasteten Favoriten auf dem Menü: Pimientos de Padrón. Dazu ein wenig aufgeschnittener Manchego, ganz viel Aioli und ein paar Oliven und ich bin eigentlich schon glücklich. Aber das Angebot bei Tapas ist reichhaltig und es ist für jeden etwas dabei – von eingelegtem Gemüse über eingelegte Garnelen bis hin zu frischem Obst und spanischen Wurst- und Schinkenvariationen. 

Deshalb eigenen sie sich auch wunderbar als Gericht, wenn abends mal Freunde vorbeikommen. Alles auf den Tisch & jeder ist happy. Dazu noch ein Gläschen Wein und der Abend kann nur gut werden!

Dementsprechend ist die Tapasplatte, die ich heute für euch angerichtet habe eher ein Vorschlag, als ein festes Menü. Wenn etwas fehlt: packt es dazu. Ist etwas nichts für euch? Dann schmeißt es aus dem Menü. Mach dir deine Tapas, wie sie dir gefallen.

Bei mir gibt’s heute: Papas Arrugadas – Runzelkartoffeln mit zweierlei Mojo, meine geliebten Pimientos de Padrón, gefüllte Champignons, Melone mit Schinken und Datteln im Speckmantel und zum snacken dazu: Oliven, Manchego und Baguette.

Ich mache es so, dass ich alle Zutaten im Laufe des Tages nebenbei zubereite und kaltstelle. Abends müssen dann nur noch die Kartoffeln gekocht, die Pimientos gebraten und eine Auflaufform in den Ofen geschoben werden. Perfekt, wenn man nicht noch Zeit in der Küche verbringen will, während die Freunde schon auf dem Balkon sitzen und der Abend ohne einen startet.

Zuerst geht’s an die Saucen. Zu den Papas Arrugadas gibt’s auf den Kanaren traditionell Mojo Rojo und Mojo Verde. 

Dafür benötigt ihr:

Für die grüne Mojo Verde
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 grüne Paprika
  • 1 grüne Chili
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 ganzes Bund Koriander
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 El Paniermehl
  • Saft einer Limette
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel gemahlenen
Für die rote Mojo Rojo
  • 100 ml Olivenöl
  • 200 g geröstete Paprika (gibt’s eingelegt im Glas zu kaufen)
  • 1-2 rote Chilis (je nachdem wie scharf ihr es mögt)
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 El Paniermehl
  • 1 Tl Salz
  • 1 Tl gemahlenen Kreuzkümmel
  • 1 Tl edelsüßes Paprikapulver

Für beide Saucen werden zunächst zu Zutaten kleingeschnibbelt, dann geht’s ab in den Mixer. Ich tue dabei immer erst die weichen und flüssigen Zutaten hinein und püriere dann nach und nach den Rest hinein. Beide Saucen dann in kleine Schalen abfüllen und bis abends kaltstellen.

Weiter geht’s mit den gefüllten Champignons und den Datteln im Speckmantel. Auch die kann man super vorbereiten und kaltstellen, bis sie dann Abends nur noch in den Ofen wandern müssen.

  • 5-6 große Champignons
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1-3 Knoblauchzehen (je nachdem wie viel Knoblauch ihr mögt)
  • 200 g Creme Fraiche
  • 3 El Sahne
  • ein El gehackte mediterrane Kräuter
  • eine Handvoll geriebener Manchego Käse

Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Creme Fraiche, die Kräuter und die Sahne dazugeben und kurz aufkochen lassen. Die Hälfte des geriebenen Manchegos dazugeben und durchrühren. Die Champignons waschen und den Stiel entfernen.

Eine Auflaufform fetten und die Champignons darin platzieren und mit der Masse füllen. Anschließend das Ganze mit dem restlichen Käse bestreuen. Später wandern sie dann bei 180 Grad für etwa 20-30 Minuten in den Ofen.

In die Auflaufform können sich dann noch andere Zutaten gesellen. Z.B die Datteln im Speckmantel, für die ihr einfach je eine Dattel mit einem Stück Speck umwickelt und mit einem Zahnstocher fixiert. Aber auch geschnittene Zucchini oder Aubergine kann man einfach mit in den Ofen geben.

Damit wäre soweit alles für den Tapasabend vorbereitet und ihr könnt euch erstmal gemütlich an den Strand legen. Abends, wenn es dann zurück nach Hause geht, müsst ihr nur noch wenige Handgriffe tätigen.

Zurück vom Strand, aus dem Park oder vom Balkon geht’s dann an die letzten Vorbereitungen. Der Ofen wird für die vorbereitete Auflaufform vorgeheizt und die Papas Arrugadas wandern zusammen mit Meersalz in den Kochtopf. Normalerweise werden sie übrigens mit Meerwasser gekocht – also falls ihr vom Nordseestrand etwas Meerwasser mitbringt, ginge es auch mit diesem (bei Ostseewasser wird der Salzgehalt des Wassers leider nicht ausreichen). Wenn ihr das Meerwasser selber ansetzt gibt’s die grobe Daumenregel: 300g Salz auf ein Kilo Kartoffeln. Hier gibt’s für zwei Nasen ein halbes Kilo Kartoffeln, das mit Wasser (so viel, dass die Kartoffeln gerade mit Wasser bedeckt sind) und 150g grobem Meersalz auf den Herd. 

Die Kartoffeln sollten dann für etwa 20 Minuten kochen, anschließend wird das Wasser abgegossen und die Kartoffeln dürfen noch 15 Minuten ausdampfen. Dabei werden sie regelmäßig gut durchgerüttelt, sodass sich auf ihnen eine leichte Kruste aus Meersalz bildet und die Kartoffeln etwas runzelig werden. Die Kartoffeln werden beim Essen dann einfach in zwei Hälften gebrochen und in die Saucen gedippt. Hmmm, lecker!

Die 15 Minuten, die die Kartoffeln ausdampfen, könnt ihr dafür nutzen euch den Pimientos de Padrón zu widmen. Dafür stellt ihr eine Pfanne auf den Herd, gebt etwas Öl in diese und die Pimientos hinzu. Unter ständigem Wenden werden sie dann angebraten, bis sie durch sind. Angerichtet werden sie dann mit etwas Meersalz.

Jetzt noch schnell die Auflaufform aus dem Ofen holen und alles auf einem großen Tablett anrichten. Noch etwas Käse und Melone aufschneiden, Oliven in eine Schale geben, Brot und Aioli nicht vergessen – fertig ist die Tapas-Platte! Dazu noch ein Gläschen spanischen Rotwein und schwupp fühlt sich Balkonien an, als wäre man ganz weit weg.

 

 

 

Johanna

Ich bin Johanna, bin 27 Jahre alt und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein gebürtiges Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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