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Weihnachtsspaziergang im Rönner Holz

  • 22. Dezember 2021
  • Von Johanna
  • 1 Kommentare
Weihnachtsspaziergang im Rönner Holz

Seien wir doch mal ehrlich: Weihnachten ist zwar schön, aber zuweilen auch sehr stressig. Familienbesuch hier, über die Autobahn düsen da. Manchmal wird es laut und manchmal sehnt man sich einfach nur nach Ruhe. Da kommt ein ruhiger Weihnachtsspaziergang wie gerufen. Mein Lieblingsort dafür ist das Rönner Holz. Hier ist es so unglaublich weitläufig, dass man den Wald die meiste Zeit für sich allein hat. Für die perfekte Weihnachtsstimmung sorgt eine kleine Weihnachtsbaumplantage mitten im Wald, die zum Forstbetrieb des Preetzer Klosters gehört.

Ich liebe diese Runde ganz besonders, weil es ganz egal ist, wohin man abbiegt – es ist einfach immer schön. Start und Endpunkt für die Tour ist  in Neuwühren an der Waldkapelle „zum ewigen Troste“. Sie ist das kleinste Gotteshaus in Nordelbien und hat mich schon als Kind verzaubert. Damals bin ich oft mit Freundinnen im Rönner Gehölz ausgeritten und manchmal kamen wir auch an dieser kleinen Kapelle im Wald vorbei, die uns schon damals fasziniert hat. Von hier aus gibt es eine wunderschöne Rundtour, die euch durch Feld und Wald führt. Für die gesamte Strecke solltet ihr etwa 2,5 Stunden einplanen. Mit einem kleinen Picknick im Wald eher drei. Die komplette Strecke habe ich euch am Ende des Beitrages verlinkt, damit ihr euch nicht im Forst verlauft!

Direkt an der Waldkapelle gibt es ausreichend Parkplätze, damit ist sie der ideale Startpunkt. Eigentlich finden hier zu Weihnachten sogar Gottesdienste statt. In diesem Jahr fallen sie allerdings erneut wegen der Pandemie aus. Dennoch ist diese besondere, kleine Kapelle ein schöner Ort, um kurz inne zu halten.

Adresse:

Waldkapelle
Waldweg
24223 Pohnsdorf

Von der Kapelle aus startet ihr den Spaziergang rechts herum die Straße entlang. Durch die Wintersonne geht es über die Felder in das Rönner Holz. Hier könnt ihr entweder ein bisschen durch den Forst stapfen oder dem Rundweg folgen, der euch auf die circa 2,5 Stunden lange Runde führt. Die Tannenbäume, die zum Kloster Preetz gehören, bringen euch hier auf jeden Fall in Weihnachtsstimmung. Und die absolute Ruhe des Waldes nimmt einem einfach alles an Stress von den Schultern.

Weihnachtself gesichtet!

Auf etwa halber Stecke, kurz bevor ihr die Neuwührener Au überquert, gibt es ein paar sehr schöne Plätzchen für eine kleine Pause zur Stärkung. Zum Beispiel mit etwas Punsch aus dem Thermobecher und selbstgebackenen Lebkuchen. Zum Beispiel am Waldrand mit Blick auf die Wiesen, die ihn umgeben. Einfach herrlich, um sich kurz zu stärken und die Ruhe des Waldes aufzusaugen, bevor es weitergeht.

Weiter geht es durch den winterlichen Mischwald. Besonders die hohen Tannenbäume haben es mir hier im Winter angetan. Irgendwann möchte ich hier auch nochmal eine Runde drehen, wenn es frisch geschneit hat. Dann muss dieser Wald einfach absolut magisch sein.

Kurz bevor es wieder aus dem Wald hinaus geht, an einer Stelle, die wirklich nicht friedlicher sein könnte, gibt es noch einen Ort mit leichtem Gruselfaktor. 1961 wurde hier der Förster Franz Bartels ermordet – an die grausame Tat erinnert noch heute eine Gedenktafel. Hier rinnt einem ein kurzer Schauer den Rücken herunter, bevor es aus dem Wald heraus zurück auf die Felder geht.

Hier schlängelt sich der Feldweg bergab durch die Endmoränenlandschaft zurück zur Waldkapelle, an der ihr gestartet seid. Ich verspreche euch: nach diesen gut 2.5 Stunden werdet ihr ganz selig dort ankommen und habt ganz viel Kraft und Ruhe für die Zeit zwischen den Jahren gesammelt. Die Runde eignet sich natürlich auch ganz wunderbar als Neujahrsspaziergang oder als kleine Wanderung zu jeder Jahreszeit.

Damit ihr euch nicht verlauft habe ich euch, wie versprochen, die Tour bei Komoot angelegt. Die App habe ich euch hier vor einiger Zeit schonmal vorgestellt. Sie ist super praktisch, um neue Routen in und um Schleswig-Holstein zu entdecken.

 

Johanna

Ich bin Johanna und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein in den frühen 90'ern geborenes Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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