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Warum man Enten und nicht füttern sollte

  • 14. Juli 2021
  • Von Franzi
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Warum man Enten und nicht füttern sollte

Ihr Lieben,

Enten sind wunderbare Tiere, oder?

Gerade zu dem Zeitpunkt, an dem sie mit ihren Küken unterwegs sind, könnte ich vor lauter Freude und Rührung manchmal fast weinen.

Enten sind toll und schnell, denn sie können eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 110 km / h erreichen, wusstet ihr das??? Hätte ich ja – ehrlich gesagt – gar nicht erwartet.

In meiner Kindheit war es gang und gäbe diese lustigen Gesellen auch zu füttern und es war an keiner Stelle die Rede davon, dass man das nicht tun sollte oder es in irgendeiner Weise schädlich für die Tiere sein könnte.

Zu dieser Erkenntnis kam ich erst viele Jahre später, leider. Denn jede gefütterte Ente ist eine zu viel und heute möchte ich euch erzählen, warum dem so ist und euch bitten, dass ihr – und ggf. eure Kinder – in der Zukunft wirklich darauf verzichtet Enten und auch andere Wildtiere- und Vögel zu füttern.

Warum man Enten nicht füttern sollte

Es ist nicht so, dass Enten nicht zwischendurch mal etwas Brot zu sich nehmen. Auf ihrem Weg der Futtersuche läuft es ihnen nur zu oft über den Weg. Gerade an Badestellen im Sommer findet sich immer etwas.

Doch dieses Brot ist – vor allem in der Menge – alles andere als gesund für sie.

Ganz im Gegenteil. Das Brot lässt den Magen der Enten unnötig aufquellen und sorgt damit schon für die ersten Magen- und Darmprobleme, wenn es im schlimmsten Fall nicht sogar tödlich ausgehen kann.

Zusätzlich enthält Brot oft Zucker und Salz, was im natürlichen Speiseplan der Vögel einfach nicht vorkommt und sehr schädlich für sie ist.

Einen weiteren wichtigen Punkt beschreibt ein Beitrag des Radiosenders „Radio Bayern1“, der u.a. von dieser Problematik spricht: „Gerade für die weiblichen Enten hat es immer wieder tödliche Folgen, wenn in ihren Revieren regelmäßig gefüttert wird: Die Fütterung durch den Menschen nimmt den Enten ihre eigentliche „Arbeit“, die Futtersuche, weg. Die Folge ist extreme Langeweile bei den Tieren, die sich oft darin kanalisiert, dass mehrere Männchen versuchen, ein Weibchen zwanghaft zu begatten. Dabei passiert es immer wieder, dass die Weibchen unter Wasser gedrückt werden und ertrinken.“ (Quelle: Radio Bayern 1)

Brot – nicht nur gefährlich für Enten

Gerade Brot und Backwaren richten nicht nur bei den Enten enormen Schaden an, sondern bringen auch das Gleichgewicht unserer Gewässer völlig aus dem Ruder.

Das alte Brot und der Kot der Enten führen dazu, dass die Gewässer mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert werden, die natürlicherweise dort nicht vorkommen. Die Folge: Es entstehen übermäßig freischwimmende Algen, die – aufgrund der Dichte – das Licht für die wichtige Photosynthese der Unterwasserpflanzen unterdrücken.

Sterbende Gewässer

Ein Grund, warum die Unterwasserpflanzen nach und nach absterben und da Gewässer diese Pflanzen für ein gesund Gleichgewicht benötigen, könnt ihr euch sicher vorstellen was passiert…

Sterben die Pflanzen, stirbt nach und nach auch das Wasser. Es kippt und bietet keinen Lebensraum mehr.

Ihr Lieben, ich weiß, dass dieses Thema emotional daher kommen kann und es nicht wenige unter euch gibt, die mit dem beliebten Entenfüttern groß geworden sind und das irgendwie schön finden, ABER bitte überdenkt diese Tradition bitte noch einmal.

Schaut den Tieren einfach zu und helft dabei ihnen den Lebensraum zu geben, den sie benötigen.

Wir Menschen nehmen eh schon viel zu viel an uns und sollten das doch hier und da endlich mal ändern.

PS: Wenn ihr euch dem Thema annehmt und mal auf Menschen trefft, die absolut kein Einsehen haben. Vielleicht hilft der Nachsatz, dass das Entenfüttern in manchen Gemeinden und Städten tatsächlich sogar unter Strafe steht. Bis zu 1000 Euro können das werden. Zurecht wie ich finde. Diese Info sollte dann aber auch wirklich den / die Letzten überzeugen. 🙂

PPS: All diese Infos gelten auch für andere Wasservögel, die bitte auch nicht füttern!

Franzi

Ich bin Franzi, 33 Jahre alt und selbstständige Fotografin, sowie Autorin und Bloggerin. Seit über 10 Jahren lebe ich im Norden des Landes und könnte mir keinen schöneren Ort mehr vorstellen. Ich liebe Themen rund um Nachhaltigkeit, grünes Leben, faires Reisen und bin ganz mächtig verliebt in Eichhörnchen.

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