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Verschenk den Sommer – Saatgut-Mix selber sammeln

  • 23. August 2020
  • Von Johanna
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Verschenk den Sommer – Saatgut-Mix selber sammeln

Man könnte diesen Beitrag fast mit den Worten „im August schon an den Advent denken“ beginnen. Denn diesen selbst gesammelten Wildblumen-Saatmix kann man wunderbar im Winter als „Sommer im Glas“ verschenken – und der Beschenkte kann sich dann – zusammen mit Bienen und anderen Insekten – an einer kleinen Wildblumenwiese erfreuen.

Jetzt, zum Sommerende, kann man nämlich ganz wunderbar Saatgut von verblühten Blumen abnehmen. Das geht z.B. gut auf abgeblühten Sommerwiesen oder an Feldrändern. Ich habe einmal querbeet durch meinen Garten gesammelt und – unter anderem – Saatgut von Koriander, Kornblumen, Mohn, Phacelia und Kapuzinerkresse geerntet.

Koriander (die weißen Blüten) ist nicht nur für Bienen und Co eine Freude, sondern auch ein leckeres Gewürz für Currys oder Bowls.

Die Blüten der Kapuzinerkresse kann man auch essen. Sie schmecken ein wenig scharf und passen sehr gut in den Salat oder pur auf’s Brot.

Um das Saatgut sammeln zu können, müssen die schönen Sommerblumen zunächst einmal verblüht sein. Dann erst kommt man gut an das Saatgut heran. Bei der Kapuzinerkresse bilden sich nach der Blüte kleine, runzelige Gnubbel, die das Saatgut enthalten. Beim Mohn bleibt nach der Blüte einfach die Saatgut-Kapsel stehen. Wie es bei anderen Pflanzen aussieht, zeige ich euch jetzt:

Die kleinen, grünen Kügelchen sind das Saatgut der Kapuzinerkresse. Wenn sie trocknen, werden sie braun und schrumpelig.

Ist der Mohn verblüht, bleiben die schönen Saatgutkapseln zurück. Die kleinen Kügelchen auf der linken Seite sind das Saatgut des Korianders.

Neben der Blüte der Calendula seht ihr, wie sie aussieht, sobald sie komplett verblüht ist.

Kornblumen kann man nach der Blüte einfach trocknen und dann etwas zwischen den Fingern zerreiben. So kommt man an das Saatgut.

Darüber hinaus eignen sich übrigens auch Sonnenblumen, Weizen, Akelei, Lupinen oder Stockrosen gut zum Sammeln.

Sobald das Saatgut geerntet wurde, muss es noch ein wenig trocknen, bevor es weiter verarbeitet werden kann. Das geht am besten an einem trockenen, warmen Ort, der nicht zu sonnig ist. Zu viel Sonneneinstrahlung kann nämlich dafür sorgen, dass das Saatgut im nächsten Jahr nicht mehr keimt. Es sollte aber auch nicht schimmeln.

Ist es gut getrocknet, trennt ihr es von den restlichen, vertrockneten Pflanzenteilen. Mohnkapseln könnt ihr einfach aufbrechen, das Saatgut der Kapuzinerkresse fällt in der Regel von alleine ab. Die Saat des Koriander zupft ihr einfach ab. Das gewonnene Saatgut könnt ihr sortenrein in Briefumschlägen aufbewahren oder aber als bunte Sommerblumen-Mischung in einem Schraubglas aufbewahren – ich verschenke es so gern zu Weihnachten oder zum Advent an Freunde mit Gärten oder Balkonen.

Während ich Umschläge mit sortenreinem Saatgut lediglich beschrifte und an einem dunklen, trockenen Ort aufbewahre, gebe ich mir bei den Sommerblumen-Mischungen, die ich verschenken möchte, noch etwas mehr Mühe. Diese bekommen ein extra Etikett, auf dem der oder die Beschenkte nachlesen kann, was die Mischung enthält und wo sie am besten ausgesät werden sollte.

Und zack, stehen schon die ersten Geschenke für die Weihnachtszeit im Schrank – und das im August!

Eine weitere schöne Idee ist übrigens selbstgemachtes Blütenpapier, wie Regina es hier bereits gemacht hat.

 

Johanna

Ich bin Johanna, bin 27 Jahre alt und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein gebürtiges Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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