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in Familie, Freizeit

Spielideen für Kleinkinder

  • 23. Mai 2021
  • Von Laura
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Spielideen für Kleinkinder

Ihr Lieben,

mein Kleiner ist nun bereits fast eineinhalb Jahre alt – die Zeit rennt! So auch das Interesse seiner Spielbegeisterung für ein und das selbe Spielzeug. Bevor ich ein Kind hatte, dacht ich immer „Mein Kind soll keine Unmengen an Spielsachen haben, von denen es schnell gar nicht mehr weiß, dass sie existieren, weil sie in Schubladen oder Kisten auf ihren Eisatz warten. So ist auch immer noch mein Gedanke und Wille, aber ich gebe zu, manchmal ist es schon verlockend, ihm einfach etwas Neues zu besorgen, damit er wieder Freude am Alleinspielen zeigt. Das soll nun gar nicht schlecht klingen, denn ich muss zugeben, er kann sich für sein Alter schon ziemlich gut allein beschäftigen und darauf bin ich unheimlich stolz.

Um nun die schier unendlich vielen Spielzeugmassen weiterhin zu umgehen, versuche ich immer wieder mit dem Vorhandenen etwas Neues zu kreieren. Etwas, das seinem Alter entspricht und auch ein wenig das hübsche Köpfchen fordert. Mein kleiner Sonnenschein liebt seine kleinen Spielzeugtiere und kann nun bereits jeden Ton seiner Tierchen nachahmen. Gut, beim Esel kommt meist noch „A-I“ statt „I-A“ heraus, aber hey wer weiß schon, was ein Esel wirklich sagt 😀 Auch liebt er seine Bausteine und Steckspiele.

Ich möchte euch heute Spiele vorstellen, die ihr ganz einfach mit bereits vorhandenem Spielzeug oder Haushaltsmaterialien nachmachen könnt, ohne etwas Neues zu kaufen. Die Spiele eignen sich grob für eineinhalb bis dreijährige – Immer je nachdem, was die Kinder schon gelernt haben und wie viel Spaß sie noch an derartigen Spielen haben. Manch Zweijähriger mag eventuell bereits genug von ihnen haben, ein anderes zwei Jahre altes Schätzchen mag noch überfordert sein. Das muss jedes Elternteil selbst erkennen. Kinder sind individuell und jedes lernt anders. Das darf man nie vergessen 🙂

Memory neu entdecken

Tierfiguren liebt nicht nur mein Kleiner, auch ich finde sie unheimlich niedlich. Da das klassische Memory für einen Eineinhalbjährigen definitiv noch zu schwer ist, haben wir das Spiel einfach neu erfunden. Ziel ist es, die Tierfiguren den Tierbildern zuzuordnen. Das klingt simpel, aber den Kleinen bringt es unheimlich viel Spaß und es fordert deren Köpfchen. Sie lernen so, Dinge spielerisch zusammenzubringen und zu sortieren. Sollte man kein Tiermemory Zuhause haben, kann man bei die Bilder auch ausdrucken, zeichnen (so gut kann ich leider nicht zeichnen 😀 ) oder aus Zeitschriften ausschneiden. Für Größere kann man das Spiel natürlich auch mit sämtlichen anderen Figuren, wie Autos, Früchte oder oder oder schmücken.

Farben und Sortieren lernen

Dieses Spiel ist noch nichts für einen Eineinhalbjährigen, aber es wird auch hier nicht lange dauern und ich sehe mich mit ihm auf dem Boden sitzend Spielsteine nach Farben sortieren. Natürlich mit dem Gedanken, die vermutlich alle Eltern haben: „Wo ist nur die Zeit geblieben!?“. Das Erlernen von Farben kennt kein festes Alter. Wie bei allen Lern- und Entwicklungsprozessen  ist auch hier jedes Kind anders. Es kann sein, dass ein Zweijähriges Kind erste Farben erkennen und benennen kann, es gibt aber auch Kinder, die Farben noch mit Vier, Fünf Jahren verwechseln. Und auch das ist vollkommen ok. Probiert einfach aus und ihr werdet sehen, ob euer Kind Spaß hat oder überfordert ist. Dann wartet lieber ab und drängt es und euch nicht.

Schnappt euch ein Blatt Papier und zeichnet – evtl. auch zusammen – verschiedene Farben in verschiedenen Bereichen. Ich habe einen Eierkarton zur Hilfe genommen und das Blatt einfach in den Deckel gelegt. Das Spiel funktioniert aber ebenso gut ohne Karton. Man kann eine Dose, einen Korb oder einfach gar nichts nehmen. Je nachdem welches Farbmuster oben liegt, kann das Kind die Steinchen sortieren und zuordnen. Es kann die Steine auch auf die Farben legen. Geht auch 🙂 Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Man kann die Farben auch den Formen der Steine anpassen. Habt ihr keine bunten Holzspielsteine ist auch das kein Problem. Nehmt Duplo-Steine oder bunte (angemalte) Wäscheklammern, die angeheftet werden können. Es gibt so viele Möglichkeiten, derartige Spiele zu entwickeln. Und glaubt mir, die meisten Kinder finden so etwas toll. Zumindest mein Kleiner und meine mittlerweile vierjährigen Neffen.

Ebenso gut könnt ihr die wie Regina sie in ihrem Artikel „Waldschätze verbasteln“ nannte -liebevollen- Mitbringsel vom Strand- oder Waldspaziergang zum Sortierspiel verwenden. Kastanien zu Kastanien, Eicheln zu Eicheln, Muscheln zu Muscheln, helle Steine, dunkle Steine und und und.

Seid kreativ und versetzt euch in die Köpfe der Kleinen. Sie sind im Kleinkindalter noch so leicht zu begeistern, ich liebe es und hoffe, dass ganz viel von dieser Begeisterungsfähigkeit lange, am besten für immer, in ihnen bleibt. Ich schaue mich immer wieder erneut in der Wohnung um und denke mir neue Spiele aus. Probiert es aus! Und berichtet gern von euren Ideen.

Allerliebste Grüße

Laura

Laura

Ich bin Laura, ein echtes Kieler Nordlicht mit einer Leidenschaft zum Schreiben, Reisen, schönen Wohnen und zur Natur. Süchtig bin ich nach gutem Kaffee, leckerem Essen und meinen vier kleinen Neffen. An Sonntagen stöbere ich gern auf Flohmärkten, während ich unter der Woche in einer Rösterei als Barista Latte Art serviere und neben meiner Arbeit an der Uni an meinem Abschluss in Umweltgeographie und -management tüftle.

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