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Recyclingideen gegen Keksmüdigkeit

  • 13. Januar 2021
  • Von Imke
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Recyclingideen gegen Keksmüdigkeit

Kennt ihr das: Weihnachten ist längst vorbei, aber die Keksdosen sind immer noch gut gefüllt? Ich habe mich in diesem Jahr so über mein supereinfaches Rezept für glutenfreie Ausstechkekse gefreut, dass ich es eindeutig übertrieben habe: Sechs Blech Weihnachtsplätzchen waren zu viel. Ich kann nicht mehr. Ich möchte in den kommenden Wochen keinen einzigen Keks mehr essen.

Der Rest vom Fest…

Klassischer Fall von Keksermüdung. Wegwerfen kommt natürlich nicht in Frage. Meine Freunde habe ich auch schon alle versorgt. Zeit für kreatives Keksrecycling!

Schichtnachtisch im Glas

Mein Lieblings-Recyclingrezept ist mein Schichtnachtisch im Glas. Dazu braucht ihr:

  • Kekse
  • Espresso o. starken Kaffee
  • Rote Grütze (Marmelade geht auch)
  • Joghurt (alternativ: Quark, Mascarpone)
  • Vanillezucker
  • Dekos aus allem, was sonst noch Essbares vom Weihnachtsteller übrig ist

Zuerst werden die Kekse gründlich zerkrümelt. Ich nehme dazu meinen Blender, der sonst eher für Smoothies und Co. im Einsatz ist. Ihr könnt die Plätzchen aber auch einfach in ein Handtuch legen. Mit einer Kuchenrolle ein paarmal drüberrollen und ihr bekommt selbst den härtesten Keks klein.

Die zerkrümelten Kekse kommen dann in ein hübsches Glas. Ich habe dazu die geerbten Kristallgläser von meiner Oma aus dem Schrank geholt. Die haben genau die richtige Höhe und mit dem Schichtnachtisch kommen sie auch endlich einmal so richtig zur Geltung.

Die etwa daumendicke Krümelschicht übergieße ich dann mit einem Schluck Espresso oder starkem Kaffee. Ich mag den bitteren Geschmack in Kombination mit dem süßen Rest. Statt Kaffee kann man aber auch einen kleinen Schluck Rum nehmen – schließlich wohne ich in der RUMstadt Flensburg 😉.

Kaffee bringt den besonderen Geschmack. Am besten ist ein Schuss starker Espresso.

Ab jetzt wird nach Lust und Laune geschichtet: Als weiße Schicht bieten sich Joghurt, Quark oder Mascarpone an, gern mit ein bisschen Vanillezucker gesüßt. Ich habe Sojajoghurt genommen. Rote Grütze oder Marmelade – am besten aus etwas saureren Waldbeeren – machen sich gut für den roten Farbtupfer.

Nach der Kekskaffeeschichjt kommt eine weiße Schicht: Joghurt, Quark, Mascarpone – was gerade da ist.

Für die rote Schicht nehme ich am liebsten Rote Grütze, Marmelade geht aber auch.

Die letzte Schicht wird bei mir immer weiß. Und als Topping muss alles herhalten, was noch von den Weihnachtstellern übrig ist: weitere Kekskrümel, ein geraspelter Schokoweihnachtsmann, Mandarinen, Nüsse… Recyclingrezepte sind bei mir jedes Mal anders. Es kommt eben darauf an, was noch da ist. Als Foodsharerin wird man da sehr kreativ!

Andere beißen den Kopf ab – auch nicht besser 😉

et voilá: geschichtetes Keksrecycling

Und hier noch zwei weitere Ideen aus meiner Recyclingküche:

Alle Keksmüden, die gern Käsekuchen essen, können aus den geschredderten Keksen auch schnell einen Tortenboden machen. Dazu mische ich die Kekskrümel mit geschmolzener Margarine – auf 200 g Krümel kommt ca. 80 g. Margarine – abkühlen lassen, fertig! Auch hier lassen sich gut noch übriggebliebene Schokoweihnachtsmänner „einbauen“: Einfach in einem Wasserbad schmelzen und die flüssige Schokolade unter den Teig mischen und dann die Masse für den Käsekuchen obendrauf.

Kekskrümel machen sich auch gut im Obstgratin. Dazu wasche oder schäle ich das Obst – am besten ohne Zitrusfrüchte –, schneide es klein und lege es in eine Auflaufform. Dazwischen mische ich die Kekskrümel, übergieße das ganze mit einer Eiersahne, streue am Schluss noch ein paar Nüsse drüber, bei 250 Grad ca. 20 Minuten backen, fertig. Da das Ganze bestens geeignet für schon etwas reiferes Obst geeignet ist, fast schon ein Recycling-Klassiker!

Guten Appetit

Imke

Moin, mit Jahrgang 1972 bin ich die „Seniorin“ in der Neuen Etage und fühle mich in dieser besonderen WG pudelwohl. Geboren in Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen) habe ich mich schon während meines Zeitungsvolontariats in den Norden verliebt. Nach ein paar Umwegen über Köln, Bamberg, Bayreuth und Oldenburg (Nds.) bin ich 2014 samt Mann und Hund (wieder) in Schleswig-Holstein angekommen. Inzwischen leben wir in Harrislee, einer Gemeinde direkt an der dänischen Grenze und nur einen Katzensprung von Flensburg entfernt. Wenn ich nicht am Schreibtisch sitze, gehe ich am liebsten direkt vor der Haustür zu Fuß auf Entdeckungstouren oder powere mich im Kajak auf der Förde aus.

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