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Klimaschutz (fast) leicht gemacht

  • 6. Juni 2021
  • Von Franzi
  • 0 Kommentare
Klimaschutz (fast) leicht gemacht

Ihr Lieben,

Klimaschutz ist ein Thema, welches uns alle angeht und wenn ich sage „Klimaschutz leicht gemacht“, dann flunkere ich ein wenig, wenn ich ehrlich bin.

Denn es ist nicht „mal eben“ getan oder wirklich einfach, ABER auch wenn die großen Entscheidungen und Konsequenzen auf höhere politischer Ebene getroffen werden müssen, WIR als Bewohner*innen dieser Welt können immerhin einiges für den Klimaschutz tun.

Und auch wenn das nicht immer einfach ist, es ist wichtig und mittlerweile unabdingbar.

Also, lasst uns los legen! 🙂

Ressourcen schonen

Wichtig im Klimaschutz ist das Schon von Ressourcen. Egal ob es dabei um Wasser, um Energie, um „alltägliche“ Sachen wie Lebensmittel und Kleidung geht – wir sollten anfangen wertvoller mit all diesen Dingen umzugehen!

Meine größte Sünde war viele Jahre das Wasser. Täglich entspannt baden? Null Problem, war ich immer dabei.

Heute dusche ich nicht einmal mehr jeden Tag. Es reicht auch mal der Waschlappen. Ob mir das wehtut und ich mich eingeschränkt fühle?

Sehr selten, sauber bin ich trotzdem und den Verbrauch des Wassers konnte ich drastisch reduzieren.

Überhaupt ist Energie sparen mitunter das Thema, welches man am einfachsten umsetzen kann.

Ein dicker Pulli statt Heizung auf 5, Stecker raus, Licht aus und alle Haushaltsgeräte wirklich effizient und sparend nutzen.

Es ist irre, wie viel CO2 man durch effiziente Energienutzung sparen kann.

Nur zum Vergleich – die Waschmaschine wirklich vollmachen, kann bis zu 43 kg CO2 im Jahr sparen.

Den Stand by Modus im Haushalt vermeiden – spart bis zu 100 kg CO2 jährlich.

Könnt ihr euch vorstellen, was das für die Welt bedeuten würde, wenn wir alle solche Tipps verinnerlichen würden?

Irre Zahlen, oder?

Ressourcen schonen können wir aber nicht nur mit Wasser oder Energie.

Unser aller Alltag besteht aus so viel unnötigen und überflüssigen Konsum, dass mir manchmal schwindlig und schlecht wird und JA! auch ich tappe hier und da mal in Konsumfallen oder kaufe unnötig ein. Das ist total menschlich und ganz normal!

Doch sollten wir uns diesem System bewusst werden. Dem System, welches u.a daraus besteht, dass ein Großteil aller produzierten Konsumgüter (ob Lebensmittel, Kleidung, Deko etc.) im Vorweg dafür hergestellt wurde, weggeworfen zu werden!

Warum das so ist? Eine Großproduktion ist oftmals kostengünstiger als die Produktion von kleinen Mengen und da wir alle ja gern so günstig kaufen und die Folge davon: Eine riesige Verschwendung an jeder Ecke.

Konsumgüter produziert für den Müll. Ist das nicht elend?

Was das für euch und unsere Idee des Klimaschutzes heißt?

Unterstützt – wann immer es geht und für euch passt – ehrliche und faire Unternehmen, egal ob faire Kleidung oder regionale Lebensmittel vom (Bio-)Bauern eures Vertrauens, mit der Unterstützung von greifbaren und echten Menschen macht ihr nie etwas verkehrt!

Hinterfragt euch immer wieder, ob ihr das Kleidungsstück, das Lebensmittel etc. wirklich braucht und verbraucht. Hat es denn wirklich einen Nutzen für euer Leben oder ist es auch bei euch eher produziert für den Müll?!

Die (Luxus-)Mobilität einschränken

Die (Luxus-)Mobilität einschränken tut erstmal weh! Ziemlich weh! Denn wir fühlen uns ihr nur zu schnell beraubt und uns einem Stück Freiheit entrissen.

Ich versteh es so gut. Geht und ging mir auch so.

Noch vor ein paar Jahren habe ich jede Flugreise mit „Aber es ist doch beruflich und notwendig!“ gerechtfertigt. Vor allem vor meinem schlechten Gewissen.

Als ich im Dezember 2019 das letzte Mal im Flieger saß, nahm ich Abschied davon.

Ich nahm Abschied davon Aufträge anzunehmen, für die ich fliegen müsste. Ich nahm Abschied davon, dass es immer immer mal „eben schnell“ funktionierte und ich nahm Abschied davon, diesen Lifestyle rund ums Fliegen toll zu finden. Ich beendete es einfach, war aber eben auch in der glücklichen Lage, dass ich das konnte.

Das heißt – ich möchte ehrlich sein – nicht, dass ich NIE wieder in meinem Leben fliegen werde, aber derzeit habe ich weder einen Flug geplant noch den Drang einen zu buchen. Ich schaue beim Planen einer Reise lieber nach den Alternativen und die erste Alternative ist nicht nur immer die Bahn oder der Bus, sondern ab und an auch mal das eigenen oder dem geliehene Auto. (Am Besten voll besetzt, alleine mit dem Auto reisen ist eigentlich keine gute Option)

Viele von euch sagen und denken num sicher: „Ja, aber auf die Kreuzfahrt / den Flug haben wir lange gespart und so lange geplant.“

Eine Kreuzfahrt ist jedoch – neben dem Fliegen – eine der größten CO2  Belastungen (und by the way auch Müllbelastungen), die ihr euch vorstellen könnt.

Ich spreche da übrigens auch für all die Hochseedampfer, die täglich durch die Weltmeer schippern um uns all die Dinge zu bringen, die wir auf unseren Tellern sehen möchten, oder all die billige Mode – die wir doch so gern kaufen. Hier wären wir dann wieder beim Thema „Ressourcen schonen und bewusster werden.“

Es muss nun nicht sofort heißen „Traumschiff adé“, aber vielleicht sollten wir anfangen nicht mehr so sorglos an das Thema heran zu gehen.

Den Fleischkonsum minimieren

Nicht nur den Lebewesen zuliebe würde ich jedem von euch zu einer Fleischfreien und pflanzenbasierten Ernährung raten, auch der Umwelt zu liebe müssen wir wirklich anfangen uns mit diesem Thema zu beschäftigen.

Wusstet ihr, dass die Produktion von Fleisch und den Dingen, die daraus gemacht werden,  jährlich und weltweit gesehen,  ca. 26 Millionen (!!!) Tonnen CO2 Ausstoß begünstigt?

Lasst diese Zahl mal auf euch wirken!

Mittlerweile gibt es die besten pflanzlichen Restaurants, die besten Alternativen und soooo viele köstliche pflanzliche Rezepte – auch hier auf der Neuen Etage. Zugegeben, diese Kategorie könnte mal etwas ausgebaut werden. Habt ihr Wünsche? Dann schreibt sie uns gern! 

Also, gebt der Sache mal ne Chance! 🙂

Müll vermeiden – dort wo es geht!

Keine Sorge, ihr sollt ab heute nicht komplett müllfrei leben, denn ganz ehrlich – das schaffe ich auch nicht.

Worum ich euch aber bitten und worüber ihr im Zuge des Themas mal nachdenken müsst, ist die Tatsache, dass es wichtig ist, dass ihr euren Müll einschränkt.

Vor allem den alltäglichen Plastikmüll.

Das hat nicht nur mit dem Thema Ressourcen zu tun, sondern auch mit dem Fakt, dass Plastik viel weniger recycelt wird, als man immer annimmt.

In ganz harten Zahlen aufgelistet sind es gerade mal ca. 17 %. Der Rest der Stoffe wird verbrannt, oder landet – dank unserer „mal eben weg damit Mentalität“ in unserer Natur, den Meeren, den Tieren…

Es ist höchste Zeit um sich zu reflektieren und Müll zu sparen, oder?!

Und so schwer ist das gar nicht! Anfangen könnt ihr z.B. damit, dass ihr immer wieder auf Mehrweg setzt. Jutebeutel statt Plastiktasche (die dann doch so oft sofort im Müll landet), Gemüsesäckchen statt der kleinen Plastiktüten und so oft es geht unverpackt einkaufen, spart schon eine Menge Müll.

Und das Wichtigste: Geht bewusst und geplant einkaufen!

Das spart auch Lebensmittelabfall, was auch schon wieder so ein Thema für sich ist (siehe dem ersten Punkt: Ressourcen).

Wir sind in unserer Gesellschaft einfach zu verschwenderisch mit unseren Ressourcen und das ist nicht nur für die Umwelt ein Dilemma, sondern auch für unsere Ethik.

Ökostrom

Ökostrom fördert erneuerbare Energiequellen und reduziert den Verbrauch der fossilien Energieträger. Mit dem Wechsel zu Ökostrom unterstützen wir nicht nur diese Förderung, sondern auch die Erreichung der politisch gesteckten Ziele des Klimaschutz.

Und auch wenn es früher mal wirklich teurer war, das ändert sich immer mehr und der finanzielle Unterschied ist kaum noch spürbar.

Werdet politisch!

Erhöht selbst den Druck auf die Politik! Schließt euch einer Partei an, geht auf Demos, unterschreibt Petitionen…! Werdet aktiv!

Sprecht mit eurem Umfeld über eure Wünsche zur Klimapolitik, euren Ängsten, euren Ideen. Lasst all das in die Welt hinaus und wer weiß, vielleicht bewegt ihr mit euren Gedanken mal etwas wirklich Großes! 🙂

Kompensieren

Zugegeben, das Thema Kompensation verleitet nur zu gern alles ein wenig „wie immer“ laufen zu lassen. Wir kompensieren ja schließlich.

Ich muss euch nicht erzählen, dass das ein wenig am Thema vorbei geht, oder?

Trotzdem ist Kompensation – bei guten und wirklich seriösen Anbietern – ein wichtiger und richtiger Schritt, um unseren erhöhten CO2 Ausstoß ein wenig aufzufangen.

Unser Egoismus

Der härteste Fakt. Doch es ist schlicht so: Unseren Egoismus müssen wir einstellen. Uns steht in der Zukunft nicht alles rund um die Uhr und uneingeschränkt zu Verfügung. Nicht so, wie wir das in den letzten Jahrzehnten gewohnt waren.

Wir sollten nicht nur damit anfangen, uns damit anzufreunden, sondern auch damit anfangen, daraus was Großartiges zu machen.

Denn unsere Zukunft liegt eben auch in unseren Händen und gemeinsam können wir sie immer noch ganz wunderbar gestalten! 

Franzi

Ich bin Franzi, 33 Jahre alt und selbstständige Fotografin, sowie Autorin und Bloggerin. Seit über 10 Jahren lebe ich im Norden des Landes und könnte mir keinen schöneren Ort mehr vorstellen. Ich liebe Themen rund um Nachhaltigkeit, grünes Leben, faires Reisen und bin ganz mächtig verliebt in Eichhörnchen.

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