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Herausforderung: Ostern und Familienfeste in Zeiten von Corona

  • 29. März 2020
  • Von Deichdeern
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Herausforderung: Ostern und Familienfeste in Zeiten von Corona

Moin!

Von Ende März bis Mitte April sind bei uns normalerweise Festwochen angesagt, doch die Corona-Schutzmaßnahmen wollen eingehalten werden und so müssen wir uns etwas überlegen für die anstehenden Feste. Da wäre zum einen der Kindergeburtstag unsers Sohnes. Er wird vier – und es blutet mir jetzt schon das Herz ihm zu erklären, dass seine Feier verschoben wird. Auch mein Schwager und meine Schwägerin trifft es gerade. Sie wollten ihren 30. gebührend feiern mit allem PiPaPo – abgesagt. Wo es mich besonders hart trifft, ist der 90. Geburtstag meines Opas. So gerne hätten wir diesen großen Tag mit ihm gebührend gefeiert, aber wir wollen schließlich den 91. auch noch zelebrieren und deshalb wird es wohl auf ein Herrengedeck via Skype hinauslaufen. Meine Großeltern haben seit meinem Auslandaufenthalt in Paraguay 2012 Skype installiert auf dem Rechner – und zwar so, dass es sich automatisch öffnet. Zugegeben, manchmal nervig, aber in diesen Tagen Gold wert.

Ja und dann ist da noch Ostern….

Für gewöhnlich gehe ich an Ostern nicht in die Kirche, aber dieses Jahr überlege ich dem Gottesdienst zu lauschen. Ja, lauschen trifft es wohl ganz gut, denn die Kirche kommt in unsere Häuser – via Telefonkonferenz. Es wurde eigens dafür eine Hotline eingerichtet, in die man sich einwählt. Erfahren haben wir darüber über eine Wurfsendung in unserem Briefkasten. Ich muss ehrlich gestehen, dass die Krise für die Kirche und viele andere Institutionen auch eine Chance sein kann sich völlig neu aufzustellen. Ich würde es mir als „digital native“ und Mitglied der Kirche auf jeden Fall wünschen. Unser Pastor Johannes Steffen hält sehr gute Predigten und zum Großteil auch auf Plattdeutsch. Ab und an gibt er in dem NDR-Format „Gesegneten Abend“ auf dem NDR zum Lauschen. Hier eine Hörprobe. Ein Gottesdienst-Podcast – das wäre doch was.

Neue Medien als Chance

Dass der Einsatz von Neuen Medien in der Kirche kein Problem ist, zeigte er uns erst im November als wir unsere Tochter taufen ließen. Eine Patin konnte physisch nicht anwesend sein, weil ein lang geplanter Besuch bei der Schwester in Indien anstand. WhatsApp sei Dank konnten wir sie direkt mit ans Taufbecken holen und die Tauffrage von allen drei Paten gleichzeitig bejahen lassen – zwei in unserer Dorfkirche und eine aus Indien.

Also, um die Kirche an Ostern hätten wir uns dann schon mal gekümmert – kommt jetzt die größere Krux: Das gemeinsame Ostereiersuchen im Garten meiner Schwiegereltern mit der ganzen Rasselbande. Da mehrere von unserer großen Runde zur Risikogruppe zählen, werden wir auf persönlichen Kontakt verzichten. Ich habe aber diese Woche ein herzerwärmendes Bild gesehen, dass ich mit den Kindern gern umsetzen wollen würde und zwar würden wir Oma und Opa gern einen Ostergruß auf die Auffahrt malen. Vielleicht machen die anderen Enkelkinder ja auch noch mit und alles ergibt nachher ein wunderschönes Gesamtkunstwerk:

Wenn die Oma keinen Besuch haben darf, malen Tochter und Enkel eben auf den Parkplatz 😍. Da kann an schon mal stolz auf seine Schwester Anika Staacke sein.

Gepostet von Lutz Staacke am Sonntag, 22. März 2020

Ein paar Malvorlagen findet ihr dazu auf Pinterest. Ich habe euch da mal ein Board zusammengestellt. Natürlich ist es auch möglich, dass ihr euch Kreidemarker besorgt und die Fenster von außen bemalt. Nur dran denken: Spiegelverkehrt schreiben, denn der Gruß soll ja nach innen gehen – mitten ins Herz. Schaut gern einmal hier.

Und wie ist das mit dem Schenken?

Viele analoge Läden, Künstler und Gastronomen trifft die Krise grad besonders stark. Ich freue mich, dass es seit dieser Woche die Plattform kauf lokal für Schleswig-Holstein gibt. Auf dieser Seite findest du eine Übersicht zu den verschiedenen Online-Angeboten der Shops, Händlern und Künstlern aus dem Norden. Alle haben ihre Unternehmen mit viel Herzblut und Leidenschaft aufgebaut –und das soll auch so bleiben. Deshalb kauf lokal. Ich habe diese Woche zum Beispiel schon einen Friseurgutschein für später bei meiner Friseurin in Flensburg erstanden und einen Blumengruß an die Familie meines Mannes senden lassen vom örtlichen Blumenladen um die Ecke. Das Essen gibt es bei uns aus ab und zu aus der „Futterluke“, einer Art McDrive unseres Lieblingsrestaurants norditeran in Bordelum.

https://www.instagram.com/p/B-KjUUvnuQZ/

Was ist mit euch?

Verratet mir doch gern, wie ihr Familienfeste und Ostern in dieser besonderen Zeit angehen werdet? Alles Liebe für euch und bleibt gesund!

Eure Deichdeern

Deichdeern

Moin, ich bin Julia! Ich lebe mit meiner Familie im Herzen Nordfrieslands und schreibe seit 2015 als Deichdeern auf meinem gleichnamingen Blog über alles, was mein Landherz höher schlagen lässt. Ich mag den Blick über den eignen Tellerrand - pardon Deich - und nehme euch deshalb gern mit auf einen Entdeckungstörn durchs heimische Gewässer, unserem schönen Schleswig-Holstein. Mein Schreibstil und mein Charakter sind sich sehr ähnlich: Authentisch. Ehrlich. Norddeutsch geradeaus. Ohne viel Schnickschnack. Also, Leinen los!

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