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Gute Rahmenbedingungen – Tipps für schöne Bilder an euren Wänden

  • 31. Oktober 2021
  • Von Johanna
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Gute Rahmenbedingungen – Tipps für schöne Bilder an euren Wänden

Über die Jahre haben sich bei mir so einige schöne Bilder angesammelt. Manche habe ich auf Reisen gefunden, andere auf Flohmärkten und wieder andere sind Erbstücke, darunter ein paar sehr schöne Aquarelle, die meine Oma gemalt hat. Angesammelt haben sie sich allerdings nicht an einer Wand, wo man sie gut sehen kann, sondern auf einem Haufen, den ich „irgendwann mal“ aufhängen wollte.

Bis dahin gab’s allerdings noch ein bisschen was zu tun. Immerhin hatten einige der Bilder noch nicht einmal Rahmen. Das bin ich in einem ersten Schritt angegangen. Da viele der Bilder Sondermaße hatten, zu denen keine Standardrahmen passen, habe ich mich auf den Weg zu einer Galerie gemacht, wo man Bilder professionell rahmen lassen kann.

Dabei gibt ein paar grundsätzliche Dinge, die man (ob professionell gerahmt oder selbst gekauft) beim Rahmenkauf beachten sollte.

Das passende Format

Klingt erstmal logisch – natürlich sollte man ein A4-großes Bild nicht in einen A3-Rahmen quetschen. Daher sollte der Rahmen im Zweifelsfall immer etwas größer gewählt werden, als das Bild. Zur Not kann man den Rand noch immer mit einem Passepartout füllen.

Mit oder ohne Passepartout?

Damit kommen wir zur nächsten Frage: mit oder ohne Passepartout?


Aber erstmal ein kurzer Exkurs zu der Frage „Was ist ein Passepartout überhaupt?“

Wikipedia fasst es so zusammen:

„Ein Passepartout ([paspaʁˈtuː], französisch passer ‚hindurchgehen‘ und partout ‚überall‘) bezeichnet in der Kunst eine Papier- oder Kartonumrahmung für Grafiken, Fotos und Gemälde. Passepartouts werden einerseits verwendet, um die Betrachtung auf das Kunstwerk zu richten, indem vom Bilderrahmen abgelenkt wird, andererseits gelingt es dadurch, ein Kunstwerk in einen Rahmen einzupassen, dessen Maße die Abmessungen des Kunstwerks übertreffen.“


Bei der Auswahl eines solchen Passepartouts geht es hauptsächlich darum einem Bild mehr Raum innerhalb es Rahmens zu geben. Dazu nutzt man in der Regel Pappen in Weiß- oder Grautönen.

Man kann mit einem farbigen Passepartout allerdings auch Akzente setzen, indem man Farben aus den gezeigten Bildern aufgreift, wie zum Beispiel bei diesem Aquarell.

Welcher Rahmen passt zum Bild

Rahmen gibt’s wie Sand am Meer. Von Pompös mit goldenen Verzierungen bis hin zu minimalistisch klar mit einfachem Alurahmen ist ziemlich viel möglich. Bei der Auswahl sollte man jedoch nicht nur darauf achten, was stimmig zum Bild passt, sondern auch darauf, dass der Rahmen später in die Wohnung passt. Hat man z.B. hauptsächlich helles Holz in der Wohnung sollte der Rahmen nicht unbedingt aus dunklem Holz sein. Stattdessen eignen sich dann kräftigere Farben, wenn ein Kontrast erwünscht ist.

Glas ist nicht gleich Glas

Während die meisten Bilderrahmen von der Stange mit einfachem Fensterglas versehen sind, hat man im Fachhandel etwas mehr Auswahl. Da Fensterglas UV-Licht nicht filtert und sehr stark spiegelt, gibt es zum Beispiel so genanntes Museumsglas, welches die Kunstwerke unter ihm besonders gut schützt und das Betrachten durch wenig Spiegelungseffekte vereinfacht.

 

Bei meinen Bildern habe ich mit beim Rahmen zum Teil am Eichenboden meiner Wohnung orientiert – zum anderen Teil an den Farben, die hier in der Wohnung vorherrschen. Das sind in der Sofa-Ecke, in der die Bilder hängen sollen, besonders Grüntöne, die auch gut zu den Bildern selbst passen. Für Aquarelle meiner Oma habe ich mir Museumsglas gegönnt, einfache Drucke habe ich mit normalen Glas rahmen lassen.

Jetzt waren alle meine Bilder also zuhause. Und da standen sie nun rum, denn um sie an die Wand zu hängen brauche ich zunächst einen Plan. Und für diesen Plan benötige ich Zeit.

Ran ans’s Aufhängen!

Natürlich könnte man jetzt einfach Hammer und Nagel in die Hand nehmen und drauf los legen. Da ich jedoch die relativ große Wand hinter meinem Sofa füllen möchte, brauche ich einen Plan. Also erstmal abwägen, welche Optionen ich habe:

  • an die Wand nageln
  • Klebenägel nutzen
  • Gallerieschiene nutzen
  • Bilderleiste aufhängen

Über Wandgestaltung ohne Nägel und Dübel habe ich hier schon einmal geschrieben. Die einfach versetzbaren Klebenägel waren für mich bei dieser Bilderwand jedoch keine Option, da einige der Bilder dafür zu schwer waren. Die Option der Galerieschiene oder einer Bilderleiste sind super für alle, die gern öfter mal umdekorieren wollen. Und auch wenn ich sehr gern umdekoriere: meine Bilderwand soll so hängen bleiben. Also entscheide ich mich – ganz klassisch – für Nägel.

Erst testen, dann Hämmern!

Um erstmal ein Gefühl für die Abmessungen der Bilder an meiner Wand zu bekommen, habe ich zunächst die Umrisse der Rahmen aus Zeitungspapier ausgeschnitten und direkt markiert, wo die Aufhängung am Rahmen sitzt. Dann habe ich die Umrisse mit Masking-Tape an der Wand fixiert und verschiedene Anordnungen ausprobiert. Mit einem Stück Pappe als Abstandshalter habe ich geschaut, dass alle Bilder möglichst den gleichen Abstand haben.

Für die Anordnung gibt es verschiedene Systeme. Ich mag es, wenn es bei einer Bilderwand mindestens eine Konstante gibt – z.B. den gleichen Abstand, die Ausrichtung an einer Mittellinie oder an einer Ober- oder Unterkante. Bei meiner Bilderwand habe ich mich für den gleichen Abstand zwischen den Bildern entschieden.

Durch die Markierungen auf dem Zeitungspapier muss man, sobald die Anordnung einem gefällt, nur noch an der Markierung einen Nagel setzen und kann dann die Bilder aufhängen. Super praktisch. Und schon hängen die Bilder an der Wand!

Johanna

Ich bin Johanna, bin 30 Jahre alt und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein gebürtiges Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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