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Die Eider entdecken

  • 18. August 2021
  • Von Johanna
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Die Eider entdecken

Ich bin in einem kleinen Dorf an der Eider aufgewachsen. An ihrem Ufer habe ich gespielt, den Jungs und Mädels beim Angeln zugesehen und später durften wir als Jugendliche sogar auf eigene Faust mit dem Kanu flussaufwärts paddeln. Mein erster Freund wohnte dann am anderen Ende von Schleswig-Holstein – ebenfalls an der Eider. Dort war der, hier eher kleine, friedliche Fluss schon etwas breiter. Es gab einen kleinen Hafen und sogar eine Badestelle mit Rutsche, und Schwimminsel.

Die Eider in Mielkendorf bei Kiel

Bei einem Familienausflug ging es dann mal zum Eidersperrwerk, wo die Wassermassen eines riesigen Flusses durch das Sperrwerk in die Nordsee sprudeln.

Ihr merkt: die Eider ist unfassbar vielfältig. Grund genug sich diesen Fluss mal genauer anzusehen. Früher war der rund 200 Kilometer lange Strom ungeteilt und floss von seinen Quellen in der Nähe von Flintbek ungehindert bis in die Nordsee. Mit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanal wurde der Fluss geteilt. Heute fließt die Eider bei Landwehr in den Kanal, der bis Rendsburg in etwa so verläuft, wie die Eider ursprünglich einmal durch das Land floss. An einigen Stellen links und rechts vom Kanal kann man noch Spuren des alten Flusslaufes entdecken – zum Beispiel in Kluvensieck, wo eine historische Schleuse an den alten Eider-Kanal erinnert.

Bei Rendsburg verlässt die Eider wieder den Kanal und fließt noch ein Stückchen neben ihm her, bis sie dann in Richtung Norden abknickt und sich ihren Weg durch Nordfriesland bis in die Nordsee zu bahnen.

In Friedrichstadt (das wir euch auch wärmstes als Urlaubsziel empfehlen können) gesellt sich die Treene zur Eider hinzu. Gemeinsam fließen sie in Richtung Tönning und werden durch das Eidersperrwerk kontrolliert in die Nordsee geleitet.

Das Sperrwerk wurde übrigens 1973 eingeweiht und schützt seinem die Regionen um die Eidermüdung davor, dass sie von Sturmfluten erfasst werden können.

Die Eider erleben kann man auf verschiedenste Arten und Weisen – zu Fuß, mit dem Rad oder zu Wasser.

Zum einen gibt es natürlich einige Rad- und Wanderwege, die den Fluss entlang führen. Ich persönliche liebe es vom Eiderbad in Kiel Hammer aus an der Eider entlang nach Mielkendorf zu spazieren. Der Eidertalwanderweg ist sehr gut ausgeschildert und man kann hervorragend an verschiedenen Stellen starten oder enden. Auf der Seite komoot.de findet ihr viele verschiedene Wanderrungen entlang unterschiedlicher Teile der Eider.

Blick vom Eiderwanderweg in Mielkendorf auf die Eimerweisen

Ein ganz besonderes Erlebnis ist es die Eider vom Wasser aus zu erleben. Das geht sowohl auf eigene Faust, als auch mit geführten Bootstouren. Wer ein eigens SUP hat, kann die Eider einfach selber erkunden und drauf los paddeln (ihr solltet jedoch darauf achten, ob es regionale Einschränkungen, z.B. in Bezug auf den Naturschutz gibt). Ich besitze leider (noch) kein eigenes Brett oder Boot, daher habe ich mir einfach eines geliehen. Das geht zum Beispiel in Achterwehr, von wo aus man sowohl zur Schleuse paddeln kann, an der die Eider in den Nord-Ostsee-Kanal mündet, als auch auf den Westensee.

Mein Mann und ich haben uns für einen halben Tag ein Kanu gemietet und sind einfach drauf los gepaddelt. Auf der Eider ist rund um Achterwehr und den Westensee relativ wenig los. Unterwegs haben wir lediglich ein paar andere Kanus oder Kajaks getroffen – ansonsten war die Natur dort so unglaublich ruhig und schön, wie man es selten erlebt.

Eiderweisen, auf denen die Kühe quasi neben einem Grasen, einsame Badestellen und – mit etwas Glück – sieht man einen der majestätischen Seeadler, wie er seine Runden dreht.

Entlang der Eider gibt es noch weitere Verleihe für Kanus oder Kajaks – zum Beispiel in Süderstapel. Eine sehr gute Übersicht über Bootsverleihe, Informationen darüber, wo man mit dem Boot rasten kann und welche Regeln es zu beachten gilt, findet ihr hier.

Wem so ein kleines Böötchen etwas zu lütt ist, der kann auch direkt eine Nummer größer mieten – sowohl in Süderstapel, als auch in Wrohm und Breiholz kann man sogar ganze Hausboote mieten – und das sogar ohne Bootsführerschein!

Das Eidersperrwerk kann man ebenfalls sowohl von Land, wie zu Wasser erkunden. Ab Tönning gibt es von der Reederei Adler Fahren zum Eidersperrwerk.

 

 

 

 

Johanna

Ich bin Johanna, bin 30 Jahre alt und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein gebürtiges Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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