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DIY Kissenbezug mit der Punch Needle gestalten

  • 25. Februar 2022
  • Von Johanna
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DIY Kissenbezug mit der Punch Needle gestalten

Vor einiger Zeit habe ich bei Pinterest ein DIY für bunt bestickte Kissen entdeckt und wusste sofort: das möchte ich auch mal ausprobieren. Also fing ich an zu recherchieren und fand heraus: das Ganze macht man mit einer Punchneedle – und es ist kinderleicht! Also habe ich mir im Bastelladen alles gekauft, was man dafür braucht und losgelegt.  Es macht riesigen Spaß und ist super einfach umzusetzen. Mit der Technik kann man übrigens nicht nur Kissen besticken, sondern auch Wandbilder oder sogar Teppiche gestalten. Das Prinzip ist einfach: Wolle wird in eine spezielle Nadel eingefädelt, an der man die Schlaufenlänge einstellen kann. In diesem Sinne: große DIY-Empfehlung und hier ein paar Tipps von Anfängerin zu anderen Anfänger*innen.

Für’s Punchneedeling braucht ihr:

  • Einen Stickrahmen zum Einspannen
  • groben Stoff – z.B. Mönchsstoff
  • Wolle in 2-3 verschiedenen Farben
  • eine Punchneedle mit Einfädelhilfe
  • Textilkleber + groben Pinsel
  • Einen Stift

Vorbereitungen

Ich habe mich für einen einfachen Holzrahmen entschieden, in dem ich den Stoff mit Reiszwecken befestigt habe. Das würde ich so nicht nochmal machen – durch das Punchen mit der Nadel kommt ständig druck auf den Stoff, sodass dieser um die Reiszwecken herum ausleiert und einreißt. Beim nächsten Mal würde ich einen Rahmen nutzen, in dem man den Stoff rundherum einspannen kann.

Im nächsten Schritt malt ihr das Muster, welches später auf dem Stoff landen soll, auf den Stoff. Hierzu könnt ihr einen Bleistift oder Filzmarker benutzen – die Striche wird man später nicht mehr sehen. Ich habe mich für einzelne Farbflächen in meinen aktuellen Lieblingsfarben Flieder, Mint und Dunkelgrün entschieden. Aber natürlich sind auch kleinteilige Muster möglich – auch für Anfänger*innen.

Die Punchneedle

Unser wichtigstes Utensil für dieses DIY ist die Punchneedle. Diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen – z.B. Mit Holzgriff und Messingspitze. Ich habe mich zum Testen erstmal für ein Basic-Modell entschieden, bei dem man unterschiedliche Schlaufen-Längen einstellen kann. Um die Wolle einzufädeln wurde bei diesem Modell eine Einfädelhilfe aus Draht mitgeliefert. Je nach Modell variiert die Technik beim Einfädeln jedoch – daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein.

Techniken

Man unterscheidet beim Punchen zwei Stich-Techniken – den Plattstich und Texturstich. Egal für welche ihr euch entscheidet: wichtig ist, dass die Wolle immer locker vom Knäul abrollt und kein Zug auf dem Faden ist – ansonsten zieht ihr die gesetzten Stiche wieder aus dem Stoff heraus. Wenn ihr euch etwas verstecht, lassen sich Fehler ganz einfach korrigieren. Dazu einfach leicht am Faden ziehen und anschließend mit dem Finger über die entstandenen Löcher streichen. Zack, sieht der Stoff aus wie neu und ihr könnt nochmal von Vorne starten. Das gilt übrigens nicht nur für kleine Flächen, sondern auch großflächig. Eines meiner Muster habe ich komplett entfernt und nochmals von vorn begonnen. Der Stoff hat es mir nicht übel genommen. Perfekt, wenn man sich als Anfänger*in ein wenig ausprobieren möchte.

Plattstich
Für den Plattstich wird auf der Vorderseite gearbeitet. Dazu stellt ihr bei der Nadel die kleinste Stichtiefe ein und stecht die Nadel in regelmäßigen Abständen in den Stoff. Wichtig ist, dass der Faden immer dicht über den Stoff geführt wird. Was die Stichlängen und Muster angeht, könnt ihr euch komplett austoben.

Texturstich

Der Texturstich funktioniert im Grunde genauso, wie der Plattstich, nur das ihr von der Rückseite aus arbeitet. Auf der Vorderseite entstehen dann kleine Schlingen, die, je nach Einstellung der Nadel, unterschiedliche Längen haben. So kann man innerhalb von Farbflächen mit unterschiedlichen Schlaufenlängen die Textur variieren. Je länger die Nadel eingestellt ist, desto größer die Schlaufe. Wichtig ist, dass die Nadel jedes Mal komplett duchgepuncht wird – nur so wird alles gleichmäßig.

Das schöne an diesem Stich ist, dass man nicht ganz so genau arbeiten muss. Die Stiche können etwas weniger akkurat gesetzt werden müssen, als beim Plattstich. Der kuscheligen Vorderseite sieht man das nicht an.

Und damit seid ihr auch schon bereit euch in die Welt des Punch Needelings zu stürzen. Die perfekte Beschäftigung für de noch grauen Tage.

Fixieren

Ist alles fertig, fixiert ihr euer Werk auf der Rückseite mit Textilkleber und lasst den Kleber trocknen. Jetzt könnt ihr es entweder aufhängen, oder – wie ich – als Kissenhülle nutzen. Dazu einfach ein Kissen einnähen – fertig!

 

 

Johanna

Ich bin Johanna, bin 30 Jahre alt und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein gebürtiges Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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