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Alle Ausgaben Blick – Haushaltsbuch führen

  • 17. Januar 2021
  • Von Johanna
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Alle Ausgaben Blick – Haushaltsbuch führen

Das neue Jahr hat begonnen und für viele ist es die Zeit der guten Vorsätze. Da wir uns alle aktuell in vielen Bereichen zurücknehmen, habe ich mir selbst in diesem Jahr keine weiteren Challenges durch Neujahrsvorsätze auferlegt. Dennoch gehen mein Mann und ich in diesem Jahr mal etwas an, was wir bisher eher auf die lange Bank geschoben haben.

Wir haben nämlich seit dem vergangenen Jahr ein gemeinsames Konto und würden gern ein bisschen Licht ins Ein- und Ausgabenchaos bringen. Das funktioniert am besten dadurch, dass man über mehrere Monate konstant eine Auflistung über alle Einnahmen und Ausgaben führt, die anfallen. So kann man geheime Geldfresser enttarnen und weiß langfristig, wieviel Geld monatlich (z.B. zum sparen) übrig bleibt.

Dafür ist es zunächst einmal wichtig aufzulisten, wieviel Geld im Monat konstant auf das Konto fließt. Das zu gehören alle Einkünfte, wie z.B.:

  • Gehalt
  • Einnahmen aus selbständiger Arbeit
  • Arbeitslosengeld (1 oder 2)
  • Kindergeld
  • Zuschüsse, z.B. Wohngeld
  • Unterhaltszahlungen
  • sonstige Bezüge

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, welche Kosten jeden Monat konstant vom Konto abgehen. Zu diesen Fixkosten zählen z.B.:

  • Miete
  • Nebenkosten
  • Zahlungen für Gas/Strom/Wasser
  • Kosten für Internet, TV und Telefon
  • Handyverträge
  • Abonnements (Netflix, Spotify, …)
  • Mitgliedschaften (Verein, Fitnessstudio)
  • Monatstickets
  • Versicherungen
  • Steuern

Zieht man nun die Fixkosten von den monatlichen Einnahmen ab, hat man schon einmal einen ganz guten Überblick darüber, was einem monatlich für Ausgaben, wie Lebensmittel, Drogiereartikel & Co zur Verfügung steht.

Auf dieser Basis kann man dann mit allen weiteren Kosten fortfahren, die monatlich anfallen. Wie man diese organisieren möchte, ist jedem selbst überlassen. Im ersten Schritt sollte man sich überlegen, wie man seine Finanzen am liebstem im Blick behalten möchte – analog oder lieber digital?

Für ein analoges Haushaltsbuch kann man entweder einen Vordruck verwenden oder sich selbst eine Seite in einem Notizbuch gestalten. Diese sollte mindestens A4-Format haben und könnte in etwa so aussehen:

Beim digitalen Haushaltsbuch wird’s schon etwas komplexer – aber auch praktischer. Denn viele der digitalen Möglichkeiten kann man immer dabei haben. So lässt sich ein schneller Kaffee unterwegs oder der sonntägliche Brötchen-Einkauf einfach und bequem einchecken ohne das man sich die Ausgaben bis daheim merken muss. Doch hier hat man auch die Qual der Wahl zwischen:

  • Excel-Dokument (für Paare oder Familien eignet sich auch ein Google.doc für gemeinsamen Zugriff)
  • App (z.B. Money Manager)
  • PC-Programm

Während man sich ein Excel-Dokument zunächst einmal angelegen oder sich in eine Vorlage reinfuchsen muss, bieten Programme oder Apps den Vorteil, dass alle Eingaben visuell Aufbereitet werden (z.B. als praktisches Torten-Diagramm). Nachteil an kostenfreien Programmen ist jedoch, dass sie viel Werbung enthalten oder bestimmte Funktionen nur durch zusätzliche In-App-Käufe möglich sind. Hier gilt es persönlich abzuwägen, was einem lieber ist.

Hat man am Monatsende alle Ausgaben in die jeweilige Liste eingetragen, kann man ganz einfach sehen, wie viel Geld am Monatsende übrig ist und bei welchen Ausgaben man noch mehr Geld einsparen könnte. Besonders praktisch ist es die Ausgaben von Beginn an bestimmten Kategorien, wie z.B.

  • Lebensmittel & Drogerieartikel
  • Freizeit
  • Shopping
  • Tanken
  • etc.

zuzuordnen. Will man einen Ausgabenpunkt, beispielsweise „Coffee to go“, besonders im Auge behalten, macht es Sinn ihm eine eigene Kategorie zuzuordnen. So werden im Alltag unauffällige Geldfresser, wie der allmorgendliche Kaffee beim Bäcker, werden schnell enttarnt.

Ich bin schon sehr gespannt, was bei uns am Ende rauskommen wird. Ich fürchte, der „Nummer 1 Geldfresser“ ist hier gerade die nach Hause gelieferten Mittagessen, daher haben sie auch ihre eigene Kategorie bekommen. Dafür fallen durch die Pandemie natürlich auch viele andere Ausgaben, z.B. für Kinobesuche oder andere Freizeitaktivitäten weg – so gleicht es sich schlussendlich aus.

Abschließend kann man auf jeden Fall sagen: ein einziger Monat ist nicht repräsentativ. Am meisten Sinn würde es ergeben ein Haushaltsbuch wenigstens über ein Quartal, wenn nicht sogar über ein ganzes Jahr zu führen. Mal schauen, wie lange ich diesmal durchhalte!

 

 

 

 

 

 

Johanna

Ich bin Johanna, bin 30 Jahre alt und lebe im schönen Kiel. Ich bin ein gebürtiges Nordlicht und finde, dass es kaum einen schöneren Ort zum Leben gibt, als unser Bundesland zwischen den zwei Meeren. Ich liebe es mir an der See den Wind um die Nase pusten zu lassen – und das bei jedem Wetter. Ansonsten schlägt mein Herz für schönes Wohnen. Ich liebe gutes Design und baue auch gern mal das ein oder andere Möbelstück selbst.

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