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Ein Ausflug in den Botanischen Garten

Ein klassischer Sonntagnachmittag in Kiel. Meist gehe ich – vor allem an sonnigen Tagen – am Wasser spazieren und genieße die frische Brise der Ostsee. Dieses Mal sollte es dennoch etwas Abwechslung sein. Wir planten einen Familienausflug in den Neuen Botanischen Garten an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Windeltasche gepackt, Snacks im Kinderwagen verstaut, Schwester, Sohnemann und Partner geschnappt: los ging es!

 
 

Im Botanischen Garten Kiel blüht die Welt seit 350 Jahren! Der Kieler Professor Johann Daniel Major durfte 1669 einen „Hortus Medicus“ im Kieler Schlossgarten zu Lehrzwecken anlegen – Der Alte Botanische Garten, Vorreiter des Neuen Botanischen Gartens.

An einem Nachmittag reisten wir quasi zwischen den Kontinenten hin und her. Meine Schwester und ich machten das Alpinum unsicher und wanderten von Stein zu Stein. Wir entdeckten Pflanzen aus dem gesamten Gebiet der weltweiten Hochgebirges, tatsächlich nicht „nur“ aus den Alpen. Ob Asien, Südamerika, Europa oder die Gebirge Afrikas – im Alpinum gab es jede Menge auf unterschiedlichen Höhen zu sehen. Auch brachte es bereits Spaß über die vielen Steintreppchen hoch hinauf zu gehen, die Aussicht zu genießen und über die kleinen, urigen Wege wieder hinab zu stapfen.

Mein Partner erkundete währenddessen mit Baby im Kinderwagen die Pflanzenvielfalt Asiens und Amerikas. Schmale verschlungene Wege führten sie durch ein Bambus-Dickicht. Im Frühjahr und Sommer hätten sie zudem noch exotische, farbenfrohe Blütenpflanzen aus dem fernen Osten, Japans und Chinas finden können.

Zusammen ging es danach noch über den Kräuter- und Arzneigarten durch Europas Biotope. Waldrand, Erlenbruch, Moore, Heide, Dünen und verschiedenste Pflanzen der Nord- und Ostseeküste warteten auf uns. Trotz strahlenden Sonnenscheins gingen wir natürlich auch in das große Gewächshaus – Rein in die Tropen und Trockengebiete Afrikas und Amerikas. Für mich ist das immer wieder das Highlight des Aufenthalts.

 
 
 
 

Der Arzneigarten beherbergt Pflanzen, die seit langem vom Menschen zu medizinischen Zwecken verwendet wurden. Damit knüpft dieser Teil des Gartens an den damaligen Hortus Medicus an.

Was sind eigentlich Botanische Gärten und was sind deren Aufgaben?

Botanische Gärten sind natürlich nicht nur zum Vergnügen zahlreicher Familien-Sonntagsausflüge da. Vor allem für die Forschung und Lehre sind derartige Gärten wichtige Anlagen. Sie dienen der Optimierung von Kultivierungs- und Vermehrungstechniken zahlreich bedrohter Pflanzenarten weltweit. So kann das Aussterben wichtiger Lebensräume und Lebewesen vorgebeugt werden.

Zahlreiche der in Botanischen Gärten der Welt kultivierten Pflanzenarten sind in ihren natürlichen Lebensräumen bereits ausgestorben. Die Gärten tragen dazu bei, ein Leben für den Menschen in einer lebenswerten Umwelt zu ermöglichen.

Außerdem können Maßnahmen gegen Umwelteinflüsse, Schädlinge und Krankheiten erforscht werden. Auch sind Arzneipflanzengärten essentiell für die medizinische Forschung und Entwicklung von Medikamenten.

Im Bereich der Lehre werden Besuchern Führungen durch den Garten angeboten. So sollen die Bedeutung wichtiger Ökosysteme hervorgehoben und vor allem Kinder und Jugendliche für deren Wichtigkeit sensibilisiert werden. Der Standort an der Kieler Universität bietet zahlreichen Studiengängen Anschauungs- und Untersuchungsmaterial. Außerdem stehen die Mitarbeiter des Gartens in engem Kontakt zu den (natur-)wissenschaftlichen Instituten.

 
 

Tauche auch du ein in die Welt der botanischen Besonderheiten aus aller Welt. Schlendere durch das Gewächshaus unterschiedlicher Themenwelten und entdecke zauberhafte Pflanzenarten aller Kontinente im Freien. Einen Gartenplan und alle Infos rund um deinen Besuch findest du unter den folgenden Links:

Gartenplan

Dein Besuch im Garten

Mit Glück kannst du um den Mai herum in den Schaugewächshäusern die zuckersüßen Wachtel-Babys beim Spielen beobachten. Bei unserem Januar-Besuch versteckten sich natürlich noch einige Pflanzenarten unter der Erde. Im Frühjahr und Sommer ist der Garten bunt, duftet herrlich und voller summender Hummeln, Bienen und flatternder Schmetterlinge. Knapp zwei Jahre habe ich innerhalb des Gartens gearbeitet. Ich habe meinen Arbeitsplatz geliebt und liebe den Aufenthalt nun immer noch. Wir sind uns sicher: wir kommen wieder!

Habt Freude,

Eure Laura

 
 

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