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Mein Freund weiß inzwischen auch schon, dass Natron sich sehr gut zum Putzen eignet, als ich ihm letztens bei Sodbrennen allerdings vorschlug, dass er doch einfach etwas Natron nehmen sollte kam von ihm nur „Aber damit putzt du doch sonst?!“

Ein Glas Natron steht hier eigentlich immer im Regal.

Natron ist eben nicht nur für eine Sache gut – sondern für nahezu unzählig viele. Hier alle Verwendungsmöglichkeiten aufzuzählen würde vermutlich den Rahmen sprengen, zumal ich auch noch nicht die Chance alles auszuprobieren, was möglich sein soll. Daher zeige ich euch heute, wofür Natron bei mir Zuhause alles zum Einsatz kommt.

Aber zunächst einmal sollten wir klären, was Natron eigentlich ist. Natrium – auch bekannt als Natriumhydrogencarbonat und nicht zu verwechseln mit Natriumcarbonat (Soda) – ist ein Natriumsalz aus der Familie der Kohlensäure. Es gibt natürliche Vorkommen des Minerals, das unter anderem ein Beiprodukt der Erdölförderung ist. Es kann aber auch chemisch hergestellt werden.

NaHCO3 – Natriumhydrogencarbonat

Bekannt ist Natron uns Menschen bereis seit tausenden von Jahren – unter anderem Spielte es in der Antike eine Rolle bei der Einbalsamierung von Mumien. Hierbei wurde es mit Soda gemischt zum Wasserentzug aus den Leichnamen genutzt.

Heute ist Natron in der Regel unter den Bezeichnungen Speisesoda, Backsoda, Backnatron oder Speisenatron bekannt und kann im Haushalt vielfältig eingesetzt werden.

 

Beim Kochen und Backen:

Den meisten von euch wird Natron wohl als Bestandteil von Backpulver geläufig sein. Backpulver funktioniert nämlich im Grunde so: Man hat eine CO2-Quelle – in diesem Fall das Natrium – und eine Säure. Kommt Feuchtigkeit ins Spiel, reagieren beide Komponenten miteinander und es entsteht CO2, welches den Teig lockerer macht.

Man kann Natron aber allein im Teig als Backtriebmittel nutzen, und zwar dann, wenn der Teig eine Saure Komponente enthält. Diese kann zum Beispiel Joghurt sein. Oder man gibt dem Natron etwas Zitronensäure oder Essig hinzu, mit dem es Reagieren kann. Beides schmeckt man später nicht mehr heraus, weil die Säuren durch die Reaktion neutralisiert werden. Richtwert für einen Teig mit 500 Gramm Mehl sind ca. 5 Gramm Natron auf 6 Esslöffel Essig oder Zitronensäure.

Und Apropos Säuren: Natron kann auch helfen, wenn eine Marmelade oder ein Kompott saurer geworden ist, als gewünscht und man nicht unnötig viel Zucker dazugeben möchte. Einfach einen Schubs Natron dazugeben und ein Teil der Säure wird genommen.

 

Beim Saubermachen:

Hach, da gibt’s so viele Einsatzmöglichkeiten. Es ist zum Beispiel eine gute Scheuermilch, die ohne Mikroplastik auskommt. Dazu einfach Natron mit Wasser vermischen, sodass eine Paste entsteht.

Mit der gleichen Mischung kann man auch super Fugen reinigen. Hilft das nicht ausreichend kann man noch einen Schuss Essig oder Zitronensäure dazugeben und zack, ist der Schmutz aus den Fugen verschwunden.

Gibt man eine Säure zu Natron hinzu, schäumt dieses auf. Perfekt, um tiefsitzende Verschmutzungen zu lösen.

Auch zur Reinigung von Abflüssen ist ein Gemisch aus Essig und Natron perfekt. Einfach Natron in den Abfluss geben und etwas Essig hinterher kippen. Das Gemisch schäumt auf und löst Verstopfungen. Beide Komponenten neutralisieren zudem Gerüche.

Und wo wir gerade bei Neutralisierungen von Gerüchen sind: Als Polster- und Teppichreiniger und zum entmiefen von Schuhen ist Natron sehr gut geeignet. Einfach Natron aufstreuen, etwas verreiben und einwirken lassen. Danach absaugen und fertig!

Stark verschmutzte Wäsche kann man gut mit einer Paste aus Natron vorbehandeln und ein Teelöffel Natron in der Waschmaschine ist nicht nur ein gutes Fleckenmittel, sondern auch ein Wasserenthärter.

Wie man ein selbstgerechtes Putzmittel aus Natron und ein paar anderen Zutaten machen kann, habe ich euch hier schonmal gezeigt.

Als Hausmittelchen:

Zum Beispiel gegen Sodbrennen und bei Halsschmerzen. Eines der gängigsten Mittel gegen Sodbrennen, das Bullrich Salz, besteht beispielsweise ausschließlich aus Natron. Stattdessen kann man auch einfach einen Teelöffel Natron in einem halben Wasserglas auflösen und trinken, um die Beschwerden zu lindern. Tritt Sodbrennen regelmäßig auf, sollte aber natürlich ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Hals- und Rachenschmerzen kann Gurgeln mit einer Natronlösung helfen. Gerade jetzt im Herbst wacht man ja gern mal mit einem kratzigen Hals auf. Ich habe daher meistens eine Lösung aus einem Teelöffel Natron in einem Wasserglas im Bad stehen und Gurgel morgens einmal kurz. Sind die Beschwerden akuter, gurgele ich bis zu 3x täglich mit der Lösung.

 

Im Bad:

Erinnert ihr euch noch ans unser DIY-Deo? Einer der Hauptbestandteile war Natron. Und dieses Deo hat jetzt schon den ein oder anderen begeistert. Gestern erst sagte mir eine Bekannte, dass sie das Rezept mit einigen Freunden ausprobiert habe – und bisher sind alle begeistert.

Natron kann darüber hinaus aber auch als Ersatz für Shampoo genutzt werden. Dazu – je nach Haardicke und Struktur – etwas Natron in Wasser auflösen. Die richtige Dosierung ist hier sehr individuell, daher lohnt es sich etwas rumzuprobieren. Für mich war bisher nicht die richtige Dosierung dabei, aber vielleicht ist es ja etwas für einen oder eine von euch!

Aufgrund der Tatsache, dass Natron zusammen mit einer Säure anfängt zu pritzeln, lassen sich aus Natron auch wunderbare Badebomben selber machen. Ich glaube, das werde ich bald mal austesten!

 

Und bei euch im Haushalt?

Habt ihr noch weitere Einsatzgebiete für Natron? Verratet sie uns gern in den Kommentaren.

Eine weiterführende Sammlung an praktischen Tipps und Kniffen rund um Natron findet ihr bei smarticular.com.

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