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Urlaub zuhause – überraschend schön und entschleunigend

Vor ein paar Wochen haben mein Freund und ich entschlossen eine Woche Urlaub zu nehmen. Einfach so. Und nachdem beide Urlaube bewilligt waren, freuten wir uns auf ein paar Tage Ruhe für uns. Als wir Freunden erzählten, dass wir bald eine Woche Urlaub haben, kam direkt die Frage:

Und wo geht’s hin?

Unsere Antwort lautete:

Nirgends, wir bleiben einfach hier.

– es folgten überraschte Gesichter, waren wir doch sonst die, die eigentlich immer irgendwo hinfahren. Ob wir denn spontan noch wohin fahren wollten? „Mal schauen.“ antwortete ich. Wir hatten tatsächlich überlegt uns eventuell Last-Minute noch irgendwo am Strand einzumieten, schlussendlich entschieden wir uns aber dagegen – immerhin wohnen wir ja da, wo andere zum Urlaub machen hinkommen.

Was bei manchen für Unverständnis sorgte, war für uns am Ende Entspannung pur. Keine Sachen packen, aufwachen im eigenen Bett und keine Hotel-Frühstückszeiten, die man einhalten muss. Es war herrlich!

Und was auch klasse ist: viele Angebote in der Region, die am Wochenende hoffnungslos überfüllt sind, sind unter der Woche wie leergefegt. Day-Spa Angebote zum Beispiel, Schwimmbäder, besonders schöne Spaziergehwehe oder Museen – all diese Orte sind an einem Wochentag viel leerer, als am Wochenende und man kann sie so viel besser genießen. Schöne Wanderwege findet man übrigens in der App Komoot, die ich euch hier schon in einem anderen Beitrag vorgestellt hatte.

Anders, als gedacht…

Da wir seit einigen Monaten einen Hund haben, entschieden wir uns dafür mit unserer Elli ganz viele Ausflüge zu machen. Wir schmiedeten Pläne, wo wir überall hinfahren wollten. Mit unserem Hund und dem Auto meiner Eltern (bisher mag der Hund die Carsharing-Autos noch nicht so gern) wollten wir das herbstliche Dosenmoor besuchen. Der Ausflug endete allerdings auf einer Autobahnraststätte, wo ein netter, polnischer LKW-Fahrer uns mit Hand und Fuß erklärte, dass unser Auspuff auf halb Acht hing. Also fuhren wir ganz langsam mit dem kleinen Toyota, der inzwischen klang, wie ein frisierter Porsche, in den Stammwerkstatt meiner Eltern.

Ein Tritt gegen den Auspuff reichte und das Ding fiel ab. Von da an war unsere Urlaubswoche autolos.

Umplanen, statt stressen.

Anstatt uns die Laune verderben zu lassen, planten wir unsere Wanderung einfach um – und wanderten knapp 3 Stunden von Schulensee aus über Mielkendorf und Kiel-Hammer und Russee zurück nach Hause. Und wer jetzt denkt, dass wir an der Straße lang mussten, der irrt. Wir gingen die meiste Zeit durch Wälder, an Auen und Wildgehegen vorbei und waren erstaunt, wie grün unsere Heimatstadt ist, wenn man nur die richtigen Wege einschlägt.

Von da an war unser Interesse geweckt: jeden Tag sind wir eine andere Route gegangen und haben die Stadt so gesehen, wie wir sie bisher nicht kannten. Wir liefen durch Schrebergartensiedlungen, genossen die Sonne und fuhren an einem ganz besonders schönen Tag mit dem Zug nach Plön und spazierten über die Prinzeninsel. Zum Abschluss eines schönen Spätsommertages gab es Kaffee und Kuchen mit Blick auf den Plöner See – warum eigentlich in die Ferne schweifen, wenn das Gute zu nah ist?

Und als wir langsam genug gelaufen waren, da beschlossen wir, dass ein Tag auf dem eigenen Sofa auch etwas für sich hat. Faulenzen, Filme schauen und lesen. Auch das kann Urlaub sein.

So werden wir nun auf jeden Fall öfter Urlaub machen.

Ganz entspannt zuhause – immerhin wohnen wir ja auch da, wo andere Urlaub machen.

 

1 Response
  • Ute Schreml
    7. Oktober 2019

    Hallo Johanna
    Deine Erzählung hört sich wunderschön an.
    Ich finde es auch schön Urlaub zuhause zu machen, allerdings lasse ich mich auch gerne mal verwöhnen d. H. Ohne Küche usw.
    Schöne Grüße aus Franken in den Norden.
    (den ich so liebe)
    Gruß
    Ute

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