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Gedanken und Dekoideen zum Erntedankfest

Moin!

Heut möchte ich mit euch über Erntedank sprechen. Das Erntedankfest ist ein kulturell verankertes Ritual. Jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober werden die Kirchen prunkvoll mit Obst, Gemüse und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen geschmückt. Wie der Name es schon verrät: An diesem Tag wird für die Ernte, die bis dato bis auf wenige Ausnahmen eingeholt ist, gedankt.

Wofür danken wir?

Erntedank hat für meinen Geschmack leider ein etwas angestaubtes Image. Dieses ganze Gaben-Aufbarren vorm Altar – das ist irgendwie nicht meins. Selbst in schlechtesten Erntejahren, wie letztes Jahr zur Dürre, findet in den Kirchen eine Produktschau sondergleichen statt. Das soll jetzt nicht falsch verstanden werden. Ich feier Erntedank und ich bin demütig – sehr sogar. Ich finde nur die Art und Weise des Dankens in der Kirche nicht mehr zeitgemäß und manchmal auch widersprüchlich zum Erntejahr.

Ich bin an Erntedanksonntagen aber nicht nur für die Ernte dankbar, sondern für viele kleine Dinge. Für den Dünger ohne den unsere Pflanzen sich nicht so gedeihen würden, wie sie es tun. Oder für den Zuchtfortschritt in der Pflanzenzüchtung. Stellt euch vor, wir würden noch mit dem Saatgut von vor 50 Jahren heute wirtschaften. Damit bekämen wir nie eine Nation satt. Vor allem bin ich aber für einen großen Punkt, der manchmal als selbstverständlich wahrgenommen wird: Die Gemeinschaft. In Arbeitsspitzen können Ernten nur eingefahren werden, weil alle an einem Strang ziehen. Ob direkt, in dem man selbst mit anpackt oder indirekt. Unter indirekt verstehe ich, dass man auch in Arbeitsspitzen, wie der Ernte, das Nachsehen hat mit unseren Landwirten, die unsere Lebensmittel – die Mittel zum Leben – bis weit in die Nacht herein ernten. Diese Dankbarkeit versuche ich auch unseren Kindern zu vermitteln – am liebsten spielerisch beim Dekorieren und Kochen. Beispiel gefällig?

Ein Kürbis für die ganze Straße

Diese Woche haben wir einen Kürbis bekommen von unserer Nachbarin Hansine. Sie hat einen riesiggroßen Kürbis geerntet und diesen mit der gesamten Straße geteilt. Völlig selbstlos ohne etwas dafür zu bekommen. Jeder bekam einen Anruf oder eine Sprachnachricht via WhatsApp, ob man auch etwas abbekommen möchte von dem Kawenzmann auf ihrem Küchentisch. Ich willigte sofort ein und holte uns unseren Teil ab. Die Kinder hatte ich mit dabei. Mein Sohn konnte es garnicht glauben, dass aus einem so kleinen Kürbissamen so ein massives Geschütz heranwachsen kann. Auch das ist für mich Erntedank. Gerade in der heutigen Zeit ist es extrem wichtig den Kindern zu zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen, wie wir sie verarbeiten und was für eine Arbeit dahinter steckt.


Zuhause angekommen, haben wir gemeinsam nach Rezepten recherchiert. Es sind zwei Brote für unsere vierköpfige Familie sowie ein großer Topf Suppe aus dem Kürbis entstanden. Übrigens hat Johanna grad diese Woche ein Kürbisbrot hochgeladen. Habt ihr das schon gesehen? Für die Kleinste haben wir den Kürbis püriert und eingefroren. So wird sie, wenn sie später Brei isst, auch noch in den Genuss kommen.

Meine Erntedank-Dekoinspirationen

Die Neue Etage ist ja seit kurzem auch auf visuellen Suchmaschine Pinterest unterwegs. Folgst du uns dort schon? Das solltest du unbedingt tun. Außerdem habe ich dort für dich ein riesiges Board voller Dekoinspirationen für Erntedank (und Herbst) zusammengestellt.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie es mit dir aussieht. Feierst du Erntedank? Und wenn ja, wie?

Deine Deichdeern Julia

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