Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.

#vanlife – Ein Guide zum Bulli-Camping in Schleswig-Holstein

Das Reisen und Leben im Van ist wahrlich zum trendigen Lifestyle geworden. #vanlife – Ein vollkommen anderes und befreites Lebensgefühl, das Reisende auf dem Weg ins Abenteuer erleben dürfen. Während man so mit seinem Heim auf vier Rädern durch die Natur fährt und den nächsten Schlafplatz sucht, überkommt es einem ganz von selbst. Das Gefühl von Freiheit, Flexibilität und purer Gelassenheit.

Bulli-Camping in Schleswig-Holstein

Während in einigen Ländern, wie z.B. Norwegen und Schweden, das Jedermannsrecht herrscht, ist Wildcamping in Deutschland verboten und kann mit Bußgeldern bestraft werden. Anders als im hohen Norden Skandinaviens kann man sich hier nicht einfach irgendwo in die Natur stellen, sein Lager aufschlagen und einige Nächte an Ort und Stelle verbringen.

Mit Regeln & guten Manieren geht’s manchmal trotzdem

Reist man dennoch mit Respekt und Bedacht, so ist es meist doch noch möglich, mit seinem Bulli unter dem Sternenhimmel zu stehen und die Nacht in der Natur zu verbringen. Wildcamping wird hierzulande – auch im wilden Schleswig-Holstein – geduldet, wenn man sich an einige Regeln hält und seine guten Manieren nicht vergisst. Das A und O beim Campen in der Natur lautet „Respekt“. Egal ob Wanderer oder Anwohner vorbeikommen, ein „Moin“ begleitet von einem freundlichen Lächeln geht immer. Natur und Tiere sind respektvoll zu behandeln. In Naturschutzgebieten hält man sich an die dort herrschenden Regeln und ist das Übernachten vor Ort nicht erlaubt, so wird dies auch nicht getan.

Abfall gehört in den Mülleimer! Sehe ich fremden Müll, schmeiße ich auch diesen weg, um den Schlafplatz ordentlich und sauber zu halten.

Räumt man abends alles wieder in de Bulli, sieht es morgens ordentlich und nicht nach typischem Camping aus.

Es gibt aber Orte, meist Parkplätze, die wunderschön sind und an denen man mit gutem Gewissen für eine Nacht stehen darf. Wichtig ist nur, dass man kein Lager aufbaut. Tische und Stühle gehören abends also wieder in den Van und es wird so geparkt, dass auch weitere Besucher den Platz ohne Einschränkungen nutzen können. Teils kann es sein, dass man von 9 – 20 Uhr ein Ticket benötigt. Sollte man sich in der Zeit auf dem Platz befinden, wird natürlich eins gekauft.

Zudem gilt es darauf zu achten, dass man umweltfreundlich reist. Die Natur muss sauber und ordentlich bleiben. Niemand sollte durch Lärm gestört werden. Die Abendruhe beginnt auch hier um 22 Uhr. Beim Waschen ist darauf zu achten, dass lediglich natürliche Stoffe in die Natur gelangen. Chemikalien gehören in den Müll (auch Zahnpasta, Seifen, Shampoos, etc.). Ich verwende ausschließlich Naturkosmetik. Auch beim Geschirrwaschen nutze ich einen Öko-Schwamm und plastikfreie Seife, sodass kein Mikroplastik in die Natur kommt.

Schlafen im Freien ist möglich, solange man nicht campt wie auf einem Campingplatz. Eine Nacht in einem parkenden Auto zu verbringen, ist kein Problem. Es darf nur nicht danach aussehen, als baue man sich ein zweites Zuhause auf. Sollte es trotzdem mal dazu kommen, dass man einem Platz verwiesen wird, fährt man, ohne zu diskutieren, woanders hin! Bei mir ist das allerdings noch nie vorgekommen.

Ausflugstipp

Ein Wochenende in Dänemark

Als echtes Nordlicht Deutschlands ist auch ein Bulli-Wochenend-Ausflug nach Dänemark die perfekte Ablenkung vom Alltagsstress. Die schier unendlich weiten Strände laden zum Verweilen ein. Meterhohe Dünen rauben einem buchstäblich den Atem, Softeis und guter Kaffee heben die Laune. Die überaus freundlichen Skandinavier heißen einen auch in Dänemark trotz Wildcamping-Verbotes willkommen. Auch hier gilt: stehen kann man nicht überall, aber es gibt durchaus Plätze, an denen man seinen Bulli hinstellen und für eine Nacht verweilen kann, sofern man sich ordentlich und respektvoll verhält.

Mit so einem Ausblick schläft es sich gleich viel besser.

Bulli-Camping zwischen den Dünen.

Aufwachen nahe des Strandes mit Blick auf den Leuchtturm. Herrlich!

Morgens und abends hat man die weiten Strände oft für sich. So kann man die Stille genießen.

Ich liebe das Vanlife weil …

Für mich hat Bulli-Camping etwas Magisches. Ich liebe es, morgens aufzuwachen, die Bustür zu öffnen und in die Ferne zu schauen, während man noch gemütlich mit Buch und Kaffee im Bettchen liegt. Es ist unbeschreiblich wie gut es tun kann, nur zwei Nächte in der Natur zu verbringen. Man ist frei wie ein Vogel und kann theoretisch überall hinfahren, egal wann. Steht man in der Nähe eines Meeres oder Sees, ist die Stimmung in den frühen Morgenstunden märchenhaft. Alles ist still, man lauscht den Klängen der Natur und natürlich dem Wasser, welches sich durch den badenden Körper elegant bewegt und Wellen schlägt. Abends beobachtet man vom Bett aus die Sterne. Alles findet im Freien statt – ich liebe es.

Auch habe ich es schätzen gelernt, auf Bulli-Reisen minimalistisch unterwegs zu sein. Man besitzt weniger und erlebt dafür mehr. Die Gedanken kreisen nicht um das Outfit für den Tag oder das Abendprogramm im TV. Man ist ganz auf sich oder seine Begleitung fokussiert, auf die Natur und auf die Ruhe und Gelassenheit, die das Vanlife mit sich bringt. Bulli-Camping entschleunigt und lässt Alltägliches wie Kochen, Kaffeetrinken oder Lesen viel bewusster geschehen.

Camping Küche

Kleiner Tipp

Die Campingküche ist simpel und schnell. Ich kenne kaum einen Camper, der es bisher auf seiner Tour geschafft hat, auf Nudel zu verzichten. Und das aus guten Gründen! Sie sind einfach und fix gemacht, man kann sie vielfältig kombinieren und immer wieder ein neues Gericht zaubern, ohne danach vor einem Abwaschberg oder einer leeren Gaskartusche stehen zu müssen. Egal ob eine veränderte Soße (Tomaten, Käse, Gemüse, Pesto), eine veränderte Variation frischer Gemüsesorten oder schlicht und einfach Penne Aglio e Olio (Nudeln mit Knoblauch und Öl) – Nudeln gehen immer!

 
 

Zutaten: Nudeln, Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Chili

Nudeln kochen. Knobi in großen Stücken in einer ordentlichen Ladung Öl andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Chili verfeinern. Alles zusammen mischen und ein wenig hin und her schwenken. Ab auf den Teller und los geht’s!

Soll es eine Portion Gemüse dazu sein, einfach alles mit anbraten und mit den Nudeln mischen. Nudelgerichten sind keine Grenzen gesetzt. Sei kreativ!

Anmerkung: Ich stehe nie auf Plätzen, auf denen das Übernachten ausdrücklich verboten ist. An Orten, an denen kein entsprechendes Schild aufgestellt wurde, kann man eigentlich – sofern man sich nicht wie ein „typischer“ Camper verhält, problemlos mit RESPEKT übernachten.

Noch keine Kommentare vorhanden.

Und was meinst du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.