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DIY: Hunde-Unterhaltung zum Selbermachen

Mein Hund will nix geschenkt. Klar: Leckerlies, Kaustangen und Schweineohren würden auch nicht verschmäht werden, wenn ich sie ohne großes Brimborium schlicht überreichte. Aber so richtig unter Strom und bis in die Fellspitzen motiviert ist Victor erst, wenn er ein bisschen für seine Kekse arbeiten darf. Deshalb streue ich unterwegs auf unseren Gassirunden gerne ein paar kleine Agility-Aufgaben ein, lasse Futterbeutel apportieren oder Hundekekse suchen.

Um die Sache auch langfristig spannend zu halten, gibt es auch zu Hause regelmäßig kleinere und größere Herausforderungen auf dem Weg zum Snack. Dazu muss man nicht unbedingt in Intelligenzspielzeug für Hunde investieren, das der gut sortierte Tierhandel mittlerweile in überwältigender Auswahl im Sortiment hat. Das meiste kann man mit wenig bis sehr wenig Aufwand selbst machen – und dabei unter Umständen noch gebrauchte Gegenstände zweitverwerten, die sonst direkt in den Müll gewandert wären.

Das Grundkonzept ist eigentlich immer gleich: Hund will irgendwie zum Keks. Den Weg dorthin interessant zu gestalten, ist die Herausforderung. Drei Vorschläge, wie ihr ohne handwerkliches Geschick und ohne großen Bastel-Aufwand für gute Hunde-Unterhaltung sorgen könnt:

Geduldsprobe: die Kekstrommel

Bevor man gebrauchte Plastikbehälter in den Müll schmeißt, kann man sie lieber mit wenig Aufwand in ein Kekse schleuderndes Hunde-Spielzeug verwandeln. Ich habe dazu eine alte Plastikdose unserer favorisierten Hundekeks-Marke gründlich ausgewaschen, die Etiketten entfernt und in unregelmäßigen Abständen Löcher hineingeschnitten.

Dazu habe ich einen Sägekranz verwendet, den man als Aufsatz auf eine Bohrmaschine montieren kann. Wer so etwas nicht zu Hause hat, kann die Löcher natürlich auch mit einer Schere oder einem Teppichmesser ausschneiden. Sie werden dann halt nicht ganz so gleichmäßig, aber dem Hund ist das in der Regel sowieso wurscht.

Zum Schluss solltet ihr die Löcher noch mit feinem Schmirgelpapier entgraten, also alle durch das Schneiden entstandenen Spitzen und scharfen Kanten entfernen, damit der Hund sich nicht verletzen kann. Dann kann’s auch schon losgehen: Kekse rein, Deckel drauf und der Hund kann die Kekstrommel so lange rumkullern und schubsen, bis der letzte Keks durch eines der Löcher gefallen ist.

Kleiner Tipp: Der Schwierigkeitsgrad steigt, je weniger Löcher ihr bohrt bzw. schneidet und je geringer der Größenunterschied zwischen Loch und Keks ist. Wenn euer Hund also schon nach 10 Sekunden die komplette Trommel geleert hat, könnt ihr es mal mit Keksen versuchen, die ein bis zwei Nummern größer und damit nicht so leicht rauszuschütteln sind.

 

Nasentraining: das Muffin-Buffet

Auch ganz normale Haushaltsgegenstände lassen sich wunderbar zur Hunde-Unterhaltung zweckentfremden – zum Beispiel eine Muffin-Backform, die bei uns in der Küche eher sporadisch zum Einsatz kommt. Wenn man allerdings die einzelnen Fächer mit Hundekeksen und -snacks befüllt und anschließend mit unterschiedlichen Gegenständen abdeckt, wird das Ganze ruckzuck zur spannenden Leckerlie-Suche.

Als Abdeckungen eignen sich zum Beispiel Tennisbälle, Restbestände eines Bällebads, Socken oder Toilettenpapier-Rollen. Die Aufgabe des Hundes besteht jetzt darin, die Kekse zu erschnüffeln und eine Strategie zu entwickeln, um heranzukommen. Die einen schubsen mit der Schnauze, die anderen kratzen mit der Pfote und wieder andere haben vorsichtig Ball für Ball mit den Zähnen aus der Form.

Wenn ihr keine Muffinform parat habt, funktioniert das Ganze natürlich auch mit Eierpappen. Die sind dann allerdings – je nach Geschick und Wildheit des Hunden – unter Umständen anschließend hin.

 

Lust an der Zerstörung: die Wundertüte

Jeden Sonntag holen wir die Brötchen beim Bäcker unseres Vertrauens nicht – wie sonst –in unserem Jute-Brotbeutel, sondern lassen uns eine reguläre Brötchentüte aus Papier geben. Dazu brauchen wir noch ein paar Seiten alte Zeitung und eine Handvoll Hundekekse – und verwandeln alles mit ein paar Handgriffen in des Hundes größte Sonntagsfreude.

Wir knüllen die einzelnen Zeitungsseiten zu Papierbällen zusammen und verstecken in jedem Ball etwa zwei bis drei Kekse. Die Bälle kommen in die leere Brötchentüte und auf Kommando darf Victor alles fachgerecht zerlegen und sämtliche Kekse aus dem Papier pulen.

Das sorgt nicht nur immer wieder für helle Begeisterung beim Hund, sondern auch das Zuschauen macht Spaß. Anschließend wandert das Trümmerfeld aus zerknülltem Papier als Feuchtigkeits- und Geruchsbinder in die Biotonne.

 

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