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Versunkene Häuser und Riesenameisen: Skulpturensommer in Bissee

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„Guck mal, eine Ameise!“ Leivs vierjährige Nichte staunt nicht schlecht, als sie meinem Finger folgt und am Straßenrand eine mannshohe Skulptur entdeckt: Eine Riesenameise, die neugierig am Grashang steht. Ob sie gleich auf die Straße hochklettert? Zumindest stellen wir es uns vor und gruseln uns ein bisschen. Was sie wohl für Geräusche machen würde? Und wie würden die beiden Hunde reagieren, die jetzt noch ganz unbeeindruckt im Gras schnüffeln?

Wenn die loskrabbelt, bricht hier gleich das Chaos aus.

„Formiga“ heißt die Rieseninsekten-Stahlskulptur. Sie ist von Joachim Röderer. Er ist einer von 20 Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Werke in diesem Jahr beim Skulpturensommer in Bissee ausstellen.

Ob sich die Nymphen in dem Busch verstecken?

Seit 20 Jahren wird das kleine Dorf rund 20 Kilometer südlich von Kiel von Mai bis Oktober zur Landschaftsgalerie. 2018 war ich zum ersten Mal da. Damals standen unter anderem etliche auf den Kopf gestellte Schubkarren auf einem Feld. Etwas gerätselt habe ich schon, was die wohl zu bedeuten haben. Aber eigentlich ist das auch egal – zumindest bei unserem Familienausflug. Es macht einfach Spaß, die überall in dem Dorf verteilten Kunstwerke zu suchen. Sie stehen im hohen Gras, auf Wiesen und Feldern, in Vorgärten, an der Eider, die hier eher ein Bächlein ist, hängen gut versteckt in Bäumen oder liegen auf dem Boden.

Echte Kunst oder echte Marmelade? Echte Marmelade!

Natürlich gibt es auch einen Infozettel zum Mitnehmen, aber meist haben wir einfach Spaß bei unserer kleinen Entdeckungstour ohne Wegweiser. Ob etwas zur Ausstellung gehört oder nicht, lässt sich nämlich nicht immer auf den ersten Blick sagen. Wie ist es zum Beispiel mit dem Marmeladenschrank? Nach kurzer Prüfung sind wir uns einig: Das ist wirklich selbstgemachte Marmelade, die hier am Wegrand vor einem der gut gepflegten Reetdach-Höfe stilecht präsentiert und zum Kauf angeboten wird. „Echte“ Kunstwerke aus der Ausstellung haben ein Schild mit Ausstellungslogo, Titel des Werkes, Material, Künstler und Entstehungsjahr. 38 solcher Schilder – mit den dazugehörigen Kunstwerken – gibt es in diesem Jahr. Das übergreifende Thema: Metall.

Wacken lässt grüßen!

Metall und Schleswig-Holstein? Da war doch was… Richtig: das Wacken Open Air, das Heavy-Metal-Festival mit Kultstatus nicht nur bei Schwarzkitteln. Der Bullenschädel, das Symbol des W:O:A, ist auch tatsächlich als Leihgabe des Festivals mit von der „Kunst“Partie.

Infos zu Künstlern und öffentlichen Führungen: www.skulptur-in-bissee.de

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