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Mit dem Fördedampfer quer durch Kiel

Die Sailing City an der Ostseeküste schafft es immer wieder, mich zum Staunen zu bringen. Darüber welch‘ ein Glück ich habe, in einer derart schönen Lage zu wohnen. Dort wo andere Urlaub machen. Direkt am Wasser. Ich höre die Möwen von meiner Wohnung aus kreischen und kann das Salzwasser förmlich riechen.

10 Minuten Fußmarsch von Zuhause gelange ich direkt an die Kieler Förde und kann Wassersportler, Dampfer, Kreuzfahrtschiffe und Kaibesucher beobachten. Viel zu selten nutze ich allerdings eines unserer ganz besonderen öffentlichen Verkehrsmittel in Kiel: einen der zahlreichen Fördedampfer. Die Chance, die Förde mit der Fähre zu überqueren, ließ ich mir dieses Mal nicht entgehen. Kommt mit auf meinen Ausflug von Kiel nach Laboe und schaut welch‘ schöne Plätze euch an den Haltestellen erwarten.

 

Haltestelle 1: Bahnhofsbrücke

Damit ihr die Fördefährlinie F1 von Anfang bis Ende kennenlernen könnt, beginnen wir an der ersten Haltestelle: Bahnhofsbrücke. Direkt gegenüber vom Hauptbahnhof, neben dem Vapiano und der urigen Café-Bar Blauer Engel hält der Dampfer mehrmals täglich und schippert knapp eine Stunde in Richtung Laboe. Bereits hier gibt es einiges zu sehen. Während die Kreuzfahrtschiffe für Kieler zum Alltag gehören, staunen viele über die Größe und die unzähligen Balkone der Schiffe, die täglich im Hafen liegen. Die Innenstadt liegt direkt vor dem Steg, Unternehmungen gibt es hier mehr als genug.

Haltestelle 2: Reventlou

Der zweite Halt ist direkt an der beliebten Spazierroute der Kiellinie. An Sommertagen wimmelt es hier nur so von Menschen. Für gutes Essen ist auch hier gesorgt: MOBY überrascht seit diesem Sommer mit frischen, norddeutschen Fischbrötchen. Für Restaurantliebhaber mit Meerblick wäre das Louf einige Meter weiter eine gute Wahl. Hier kann man Kreuzfahrtschiffe und Segelboote beobachten oder den Schwimmern, Ruderern, Joggern, Volleyballern und manch Abende auch Tänzern zusehen. Das kleine Kieler Aquarium mit Seehund-Außenbecken ist ebenfalls direkt Vorort. Für einen Drink am Abend eignet sich der Sandhafen – eine entspannte Bar direkt auf dem Wasser.

 

Haltestelle 3: Bellevue

Nur wenige Meter weiter erkennt man bereits vom Dampfer aus ein weit ins Wasser reichendes Steg mit pinken Sonnenliegen, Schirmen, Palmen, Surfbrettern und Strandkörben. Die Seebar ist der perfekte, stadtnahe Ort im heißen Kieler Sommer. Kühle Drinks, leckere Speisen, Einstiege in die erfrischende Förde. Hier lässt es sich definitiv gut aushalten.

Haltestelle 4: Mönkeberg

Die vierte Haltestelle befindet sich am Ostufer: Mönkeberg. Ich kann mich gut daran erinnern, als Teenager an Sommertagen am Sandstrand gelegen und entspannt zu haben. Der kleine Strand lädt ein, für einen Moment zu verweilen, den Wellen zu lauschen und das Westufer von der anderen Seite zu beobachten.

Haltestelle 5: Möltenort

Die nächste Haltestelle erkennt man an dem U-Boot-Ehrenmahl, welches mit einem großen Adler geschmückt ist. Möltenort ist ein kleiner Fischerhafen am Ostufer. Auch hier charakterisieren wieder zahlreiche Segelboote das Bild des Hafens.

Haltestelle 6: Friedrichsort – Falkenstein

Auch Friedrichsort und Falkenstein sind von Weitem sofort zu erkennen. Der grün-weiße Leuchtturm markiert die schmalste Stelle der Kieler Förde. Am langen Sandstrand tummeln sich Badegäste und Spaziergänger. Mein Tipp: Vom Restaurant Deichperle hat man einen herrlichen Blick über die Ostsee. Man kann entspannt auf großen Kissen abschalten und norddeutsche Speisen genießen.

Haltestelle 7: Laboe

Direkt gegenüber ist Laboe kaum zu verfehlen. Das Marine-Ehrenmahl ist bereits vom Westufer zu erkennen. Das Ostseebad ist definitiv immer ein Ausflug wert und hat einiges zu bieten. Die zahlreichen Strandkörbe schmücken den weißen, feinen Sandstrand. Als Kind war ich immer im Meerwasserbad direkt am Wasser plantschen, heute bevorzuge ich das richtige Meer: die Ostsee.

Laboe ist ein idyllischer Ort, den jeder Kieler oder Kielbesucher einmal gesehen haben sollte. An der Promenade entlang schlendernd, trifft man auf Souvenir-Shops, Crêpes-Stände, Eisläden, Fischbrötchen-Buden, Restaurants, Kleidungsgeschäfte und Buchhandlungen. Nach dem Strand ist die Tapas Bar Buena Vista eindeutig eines meiner Lieblingsziele. Spanische Spezialitäten direkt am Wasser – herrlich! Auch ein Fischbrötchen darf beim Strandbesuch nicht fehlen. Die Fischküche am Hafen versorgt alle Besucher mit fangfrischem Fisch.

Am anderen Ende der Promenade sticht das Marine-Ehrenmahl hervor. Der 85 Meter hohe Turm gilt als Wahrzeichen der Kieler Förde. 341 Stufen liegen zwischen dem Eingang und der Aussichtsplattform, von der aus man einen wunderbaren Blick über die Ostsee, den Strand, Laboe und die malerische Umgebung hat. Bei gutem Wetter kann man sogar einen Blick auf die dänischen Inseln und die Fehmarnsundbrücke erhaschen.

Auch für das graue, lange U-Boot ist Laboe bekannt. Es liegt direkt gegenüber vom Marine-Ehrenmahl im Sand und dient heute als Historisch-Technisches Museum. Bereits über 12,5 Mio. Besucher bestaunten den Innenraum der U-995.

Nicht weit entfernt liegt das Surfers-Paradise von Laboe. Die Schüler der Windsurf- und Kiteschule kann man vom Strand aus beobachten. Je länger ich ihnen zusehe, desto größer wird mein Verlangen danach, mich ebenfalls mal wieder auf ein Board zu schwingen.

Ein wundervoller Tag geht zu Ende, doch ein Highlight kommt noch auf mich zu. Dieses Mal bestaune ich auf dem Fördedampfer die Ostsee in der Abenddämmerung. Während die Küste ruhiger und goldener wird, schwärme ich von meinem Tag an der frischen Luft, auf dem Wasser und in Laboe. Ich kann nur jedem empfehlen, sich ebenfalls mal in die F1 zu setzen und Kiel aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Solange ich noch mein Semesterticket habe, nutze ich dieses auf jeden Fall im Sommer nochmal richtig aus und fahre nicht mehr mit dem Bus, sondern mit der Fähre zum Strand. Ahoi und bis bald, Laura!

 

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