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7.500 Kilometer, 16 Tage, 1 Ziel – 4 Nordfriesen auf Charity-Ralley rund um die Ostsee

Sie heißen Melf, Malte, Christian und Kay – und auf sie wartet das Abenteuer ihres Lebens: Innerhalb von 16 Tagen werden sie einmal die Ostsee umqueren – und zwar mit dem Auto. In einem 23 Jahre alten Ford „Explorer“ wollen sie im Juni pünktlich zur Mittsommernachtswende die nördlichste Ralley des Planeten antreten. Warum in einem so alten Gefährt? Das ist Teil der Abenteuerchallenge, der sie sich stellen, denn sie sind nicht die einzigen, die auf der Strecke unterwegs sein werden. Insgesamt 250 Teams werden vom 15.06 bis 30.06.2019 an der Charity-Ralley „Baltic Sea Circle“ teilnehmen.

Der gute Zweck steht im Vordergrund

Ohne Autobahnen oder GPS und Navi – für die vier „Butendiekjungs“ (plattdeutsch für Außendeichjungs) klingt das nach einem spannenden Urlaub. Die Route klingt im ersten Moment simpel: Es geht es für sie von Hamburg bis Hamburg. Okay, so simpel ist es dann doch nicht, denn sie passieren 10 Länder und machen Halt in Stockholm, den Lofoten, am Nordkap, in Murmansk, St. Petersburg, Tallinn und in Kaliningrad, also kurz gesagt umrunden sie einmal die Ostsee. Das ganze machen sie allerdings nicht nur für sich und damit sie später ihren Enkeln was berichten können, sondern mit ihrer Teilnahme sammeln sie auch Spenden. Das macht jedes der 250 Teams. Die Nordfriesen haben sich für eine Unterstützung des Niebüller Hauses KoMeT, einem Projekt, das Menschen mit sensorischen, motorischen (Mehrfach-)Behinderungen aller Altersgruppen, deren Eltern und Angehörige unterstützt, entschieden. Dabei setzt die Institution bewusst auf „Herz, Hirn, Händen und Humor für mehr Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und Lebensqualität“, wie ihr Leitbild verrät. „Das hat uns gut gefallen und deshalb wollen wir die Spenden für dieses Projekt sammeln. Wir sind Jungs hier aus der Region und wollen auch, dass unsere Spenden hier vor Ort ankommen“, verrät Melf Ziegelmann. Der 29-jährige Fahretofter ist eigentlich Werkstattleiter bei einem Landmaschinenhersteller in Risum-Lindholm. Er bekam im vergangenen Sommer 2018 einen Anruf von seinem Kumpel Kay Quedens, der ihn fragte, ob er nicht Bock hätte da mit zumachen. „Am Anfang habe ich noch kurz überlegt. Dann hab ich das zuhause aber erstmal gegoogelt, mir die ersten Videos auf der Seite angeschaut und sofort zum Hörer gegriffen: Kay – geht los. Egal, was passiert, ich bin dabei.“ Kay sitzt neben Melf, schmunzelt und nickt. Er kann sich gut an die Zusage von Melf erinnen. Dann brauchten sie beiden noch zwei weitere Mitstreiter. Das Anforderungsprofil stand schnell fest. „Wir brauchen Leute, die unkompliziert sind und handwerklich begabt, falls mit der Karre mal was ist“, sagt Straßenbauer Kay aus Stedesand. Nachdem Melf und Kay ihre Tresenfreunde telefonisch abgecastet hatten, fiel die Entscheidung auf Elektriker Christian Thomsen, 37, aus Enge-Sande und Metallbauer Malte Hansen, 29, aus Holzacker.

Größte Challenge: Namensfindung

Nachdem innerhalb von wenigen Tagen im letzten Sommer das Team stand, wurde erstmal eine WhatsApp-Gruppe gegründet. „Damit das auch einen offiziellen Touch bekommt,“ verraten sie mit einem Augenzwinkern. Unsere erste Amtshandlung war die Namensfindung. „Das hat zwei Wochen gedauert“, resümert Melf und verkündet stolz: „Wir sind die Jungs vom Butendiek, also sollte das unser Team auch so heißen.“ Der Name passt auch zu den Nordfriesen, die untereinander alle plattdeutsch miteinander sprechen. NAchdem der Name nun feststand, konnten sie sich im September anmelden. Die Startgebühr beträgt 890€ für zwei Fahrer, jeder weitere zahlt 250€.  „Weil Melf die Anmeldung so gut übernommen hat, haben wir ihn zum Medienbeauftragten gekürt. Er darf sich um unseren Facebookauftritt und die Orga mit Betterplace, der Spendenseite, kümmern“, bescheinigt Malte. Der Rest lacht, Melf grinst und bedankt sich in die Runde. Die Jungs reden nicht viel, aber wenn, dann geradeaus. Ich bekomme so langsam ein Gefühl dafür, was sie mit „Unkompliziertheit“ im Anforderungsprofil meinten.

Fehlt nur noch der fahrbare Untersatz

Das A und O bei solchen Roadtrips? Die Vorbereitung und das Fahrzeug! Das Quartett legte sich um die Jahreswende einen Ford Explorer, Baujahr 1996, zu. Genaugenomen sind es sogar zwei. „Den einen schlachten wir aus für Ersatzteile“, versichert Kay. Der Explorer bekommt nun die nächsten Wochen viel Aufmerksamkeit und Liebe. „Von außen ist er schon fit, jetzt geht’s an den Innenausbau“, verrät Malte. „Da glüht die eigene EC-Karte dann doch noch regelmäßig“, so Thomsen. „Sachspenden, wie Reisekarten, Tankgutscheine oder ähnliches nehmen wir noch gerne an. Auch ne Kiste Bier. Da sind wir nicht so“, sagen sie. Auf Klimaanlage und ähnlichen Wohlfühl-Schnickschnack pfeifen die Jungs ganz bewusst. Der Schlafsack und ein Zelt werden es schon richten. Den Rest lassen sie auf sich zukommen. Bisschen Bed & Breakfast, bisschen Campingplatz. Das schnuddelt sich schon zurecht.

Foto mit einer Ziege und andere Tagesaufgaben

Am 15. Juni geht’s los, dann werden sie auch das Mitsommerfest in den nördlichen Breitengraden erleben und Rallyebedingt auch so manche absurde Aufgabe erfüllen dürfen. Jeden Tag gibt das „Roadbook“ eine neue Challenge vor. Es soll ja nicht langweilig werden auf dem Trip. Im letzten Jahr musste zum Beispiel ein Foto von einer Ziege hinterm Fahrersitz gemacht werden. „Dabei sind echt witzige Bilder entstanden“, berichtet einer aus dem Kreis. Die Visa für alle Länder sind geklärt, ebenso wie alles Wichtige rund um Führerscheine und Zulassung. „Einen gültigen Reisepass oder gar einen internationalen Führerschein hatte natürlich keiner von uns“, verrät Christian, der das letzte Mal 2006 etwas „weiter“ gereist ist. Aber jetzt haben sie alles zusammen und die Vorfreude steigt ins Unermessliche.

Auch gespannt, was sie so erleben werden?

Hier geht es zur Facebookseite der Butendiekjungs NF und hier zur Spendenplattform für das „Haus KoMeT“ (mit Spendenbescheinigung). Für eine Spende ab 20€ senden die Jungs eine Postkarte von der Tour zu. Für eine Spende ab 50€ darf man einen kleinen Aufkleber auf dem Auto platzieren und für eine Spende ab 100€ darf man einen großen Aufkleber auf dem Explorer platzieren. Die Postkarte gibt’s dann so drauf zu.

Baltic Sea Circle 2017 – Trailer by Theodore Noise Racing Team

#BalticSeaCircle2017 one month after the finish of the 7th Baltic Rally, the next awesome trailer by Theodor Noise Racing Club is online.We can't wait for the finished movie! Great job guys, esp. Jarno Kiesele#BalticSeaCircle2018 early bird sign information will follow soon 😉

Gepostet von Superlative Adventure Club am Montag, 31. Juli 2017

Viel Spaß und viel Erfolg! Ich werde es gespannt verfolgen!
Eure Deichdeern Julia

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