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Müllfreier Mittwoch: regional Einkaufen

[Werbung aufgrund von Verlinkungen] Wir haben hier oben im Norden so viele Bauernhöfe und andere landwirtschaftliche Betriebe, die das ganze Jahr über tolle Lebensmittel produzieren. Trotzdem kommen viele der Produkte, die wir im Supermarkt kaufen, aus verschiedensten Ecken der Erde. Teilweise mit vielen vielen Kilometern auf dem Buckel, die sie bereits zurückgelegt haben. Bei manchen Produkten – wie zum Beispiel Bananen – geht es natürlich nicht anders, aber gerade bei Gemüse kann man sehr gut darauf achten, wo es herkommt.

Heute möchte ich euch daher ein paar Wege vorstellen, über die ihr auf direktem Weg an Lebensmittel aus der Region kommt. Transparent und ohne Zwischenhändler – direkt vom Bauern auf euren Tisch.

Wochenmarkt

Wochenmärkte gibt es eigentlich in jeder Stadt. Zu festen Terminen unter der Woche kommen auf einem zentralen Platz in der Stadt Bauern und Händler zusammen, die ihre Waren anbieten. Auch hier verkaufen einige Händler natürlich auch Waren, die sie vom Großmarkt holen, aber wer mit offenen Augen über den Markt läuft, macht schnell die Bauern aus der Region ausfindig, die verkaufen, was gerade auf ihren Feldern wächst. Sowohl in Bio-Qualität, als auch aus konventioneller Landwirtschaft sind eigentlich immer Stände vertreten.

 

Man kann direkt mit den Verkäufern agieren, die einem in der Regel erklären können, woher genau die Produkte kommen. Das gilt nicht nur für Gemüse, sondern auch für Fleisch, Eier und Molkereiprodukte.

Gemüse-Kiste

Wer es nicht zum Wochenmarkt schafft, der kann sich genauso gut eine Gemüse-Kiste bestellen. Das bieten viele Höfe aus Schleswig-Holstein an. Entweder zum selbst-zusammenstellen oder aber als fertig gepackte Kiste mit Gemüse und anderen Produkten der Saison. Diese werden zum Teil im Abo-System angeboten, aber auch Einzelbestellungen sind bei vielen Anbietern möglich. Geliefert wird direkt vor die Haustüre, sodass man sich die Fahrt zum Händler und das Geschleppe spart.

Eine Übersicht mit verschiedenen Anbietern aus Schleswig-Holstein findet ihr hier – da ist mit absoluter Sicherheit auch ein Hof in eurer Nähe dabei.

Marktschwärmer

Ein Konzept, dass ich gerade sehr für mich entdeckt habe, ist der Marktschwärmer. Das ist quasi ein Wochenmarkt 2.0, bei dem Produzenten aus der Region einmal pro Woche an einer Verteilstelle zusammenkommen und vorbestellte Waren ausgeben. Bestellt wird, was gebraucht wird – ganz bequem vom heimischen Laptop aus. Abgeholt werden die Waren dann in der Schwärmerei, wo die Produkte ausgegeben werden.

Es sind nur regionale Bauern und andere Produzenten vor Ort, sodass man genau weiß, woher die Lebensmittel kommen. Aktuell gibt es hier in Schleswig-Holstein nur eine Schwärmerei in Kiel, es sind aber weitere in Planung!

SoLaWi

Bei der solidarischen Landwirtschaft unterstützt der Abnehmer den Landwirtschaftlichen Betrieb aus der Region mit einem festen Betrag (meist monatlich), der dem Produzenten eine Planungssicherheit gibt. Dieser errechnet sich an den geschätzten Jahreskosten des Betriebes. So kann dieser unabhängig vom Druck der Marktwirtschaft agieren und somit weder sich noch Land und Tiere ausbeuten, um gewinnmaximierend zu arbeiten. Im Gegenzug zur Bezahlung erhalten die Abnehmer alles, was geerntet wird, sowie die weiterverarbeiteten Produkte (Fleisch, Käse, etc.) für sich.

Dadurch haben nicht nur die Bauern Planungssicherheit, sondern auch die Abnehmer sehen, wie sich Wetter und andere jährliche Schwankungen auf die Ernte auswirken. Man ist bei diesem Prinzip sehr nah am Erzeuger dran. So profitieren beide Seiten von dem Verhältnis. Eine Übersicht mit solidarischen Landwirtschaften findet ihr hier.

Hofladen

Wer einen Hof um die Ecke hat, hat mit etwas Glück auch einen Hofladen direkt mit dabei. Hier kann man direkt am Standort des Bauern die Produkte kaufen, die dieser erzeugt. Manche Hofläden erweitern darüber hinaus auch noch das Sortiment und sind damit quasi kleine Supermärkte, in denen man viele Produkte für den Alltag bekommt.

So ist beispielsweise der Höfeladen vom Hof Wittschapp bei Kiel aufgebaut. Neben selbst erzeugtem Gemüse und Obst direkt vom Hof, wird hier das Sortiment durch externe Händler aufgestockt. So kann man hier einkaufen, wie im Bioladen. Eine Übersicht mit weiteren Hofläden findet ihr hier.

Selber anbauen

Das „nächste Level“, um regionale Lebensmittel zu beziehen, ist, es einfach selber anzubauen. Zum Beispiel im eigenen Schrebergarten. Ich habe seit diesem Jahr selber so ein kleines Stückchen Land und bin schon gespannt, was ich im kommenden Jahr alles selber anbauen und ernten kann!

Es gibt aber auch einige Bauernhöfe in Schleswig-Holstein, die Mietgärten anbieten. Das sind kleine Flächen auf den Arealen des Hofes, auf denen im Frühjahr verschiedene Gemüse und Obstsorten angepflanzt werden. Als Pächter übernimmt man gegen eine Jahresgebühr die Verantwortung für eine solche Fläche. Man gießt sie im Sommer, hält sie frei von Schädlingen und Unkraut und wenn die Produkte reif sind, dann erntet man sie. Angeboten werden solche Gärten zum Beispiel auf dem Hof Wiedwisch, den ich dieses Jahr schon wegen seiner Alpakazucht besucht habe, oder aber hier in Norderstedt bei „meine Ernte„.

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