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Die sommerliche Fitnessstudio-Alternative

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Bei diesem tollen Sommer empfand ich eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft irgendwie als Verschwendung. Aber da mich, wie ich hier schon berichtet habe, das schnöde Laufen langweilt, habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Dabei gab es für mich zwei Kriterien: Der Sport sollte draußen stattfinden und möglichst kostengünstig sein. Als dann bei der letzten Redaktionssitzung Henning zufällig den Trimm-dich-Pfad Aukrug als Thema vorschlug, fand ich die Idee super. Passenderweise liegt dieser in der Nähe meines Heimatdorfs. So konnte ich gleich das Sportliche mit dem Privaten verbinden.

Bevor ich mich auf den Weg mache, will ich mich noch schnell informieren. Ich wusste bisher nämlich nur ungefähr, was es mit einem Trimm-dich-Pfad auf sich hat. Das Ergebnis meiner Recherche: Ein Trimm-dich-Pfad ist ein kostenloser Rundweg, in dem Kraft und Kondition trainiert werden kann. Der Parcours geht circa zwei bis vier Kilometer. Rund alle 200 Meter ist ein neues Sport- beziehungsweise Turngerät positioniert. Bei jedem Gerät befindet sich eine Infotafel mit Übungsanweisungen. In den 1970er-Jahren entstanden die Trimm-dich-Pfade im Zuge der Trimm-dich-Bewegung, deren Ziel es war, das Übergewicht und zunehmende Kreislauferkrankungen zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit kamen die Trimm-dich-Pfade aus der Mode und verfielen. Allerdings erfährt die Bewegung mittlerweile wieder einen Aufschwung.

Der Trimm-dich-Pfad Aukrug liegt inmitten der tollen Kulisse des Naturparks am Boxberg. Mit einer Höhe von 77 Metern bietet der Boxberg nicht nur eine tolle Aussicht, sondern auch eine schützenswerte Pflanzen- und Tierwelt. Deshalb wurde das 56 Hektar große Boxberg-Areal in das europäische Naturschutzgebiet Natura 2000 aufgenommen.

Der Trimm-dich-Pfad ist für Ortsfremde schwierig zu finden. Der Parkplatz befindet sich an der B430 gegenüber dem Lokal „Heidehaus“. Als ich mich auf den Weg mache, fühlt es sich anfangs etwas komisch an, sich fast alleine (unser Familienhund Elli begleitet mich) auf den Weg in dieses abgeschiedene Gebiet zu machen. Auch hatte ich – bitte nicht lachen – kurz Bedenken, mich im Wald zu verlaufen. Diese Angst stellt sich jedoch als unbegründet heraus. An jeder Ecke stehen Hinweisschilder, die einem die Richtung weisen. Der Trimm-dich-Pfad stellt sogar zwei Strecken mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad zur Auswahl: Den „Fitnesspfad“ und den Pfad „Fitness PLUS“ mit erhöhtem Anforderungsniveau. Ich beschließe, dass für mich der einfache Fitnesspfad erst einmal reicht.

Die erste Station, die ich erreiche, ist eine Hängelaufbrücke, die die Koordination trainiert. Die Infotafel gibt an, dass ich die Brücke drei- bis fünfmal vorwärts, seitwärts oder rückwärts überqueren sollte. Dabei ist vorwärts als leichteste Übung gelb unterlegt. Bei seitwärts wird es mit grün mittelschwer und rückwärts (blau) scheint für richtige Profis zu sein. Ich entscheide mich für heute, allen gelben Anweisungen zu folgen. Immer eins nach dem anderen. Ich probiere, vorwärts über die Holzbalken zu balancieren ohne mich festzuhalten – gar nicht so einfach wie es aussieht.

Das nächste Gerät sieht wirklich seltsam aus. Gut, dass es eine Infotafel gibt. Das Gerät heißt „Rückenstrecken“ und trainiert die Rückenmuskulatur. Die Anweisungen sind klar. Ich lege mich mit dem Bauch auf die Rundung. Die Hüfte soll am obersten Punkt der Rundung aufliegen. Indem ich fünfzehnmal den Oberkörper hebe und senke und dabei darauf achte, kein Hohlkreuz zu machen, befolge die Angaben der Infotafel. Diese Übung wiederhole ich dreimal. Ganz schön anstrengend.

Ich laufe weiter und erreiche ein Situp-Gerät. Artig befolge ich die Anweisungen der Infotafel und mache dreimal fünfzehn Situps. Elli läuft dabei schwanzwedelnd um mich herum.

Nach einigen weiteren Stationen habe ich den Parcours gemeistert und bin ordentlich ins Schwitzen gekommen. Auf dem ganzen Bewegungsparcours habe ich lediglich einen älteren Spaziergänger getroffen. Ansonsten war ich ganz für mich und das war überhaupt nicht gruselig, sondern im Gegenteil richtig schön. Falls der Sommer noch in die Verlängerung geht und wir uns auf einen goldenen Herbst freuen können, kann ich den Trimm-dich-Pfad als Fitnessstudio-Alternative wärmstens empfehlen. Sollte Aukrug für euch nicht um die Ecke liegen, gibt es beispielsweise bei Eckernförde, Itzehoe oder Flensburg weitere Parcours. Nähere Informationen und mehr Trimm-dich-Pfade findet ihr auf www.trimm-dich-pfad.com.

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