Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.

Heimwerken? Kann jeder!

Ich weiß gar nicht, wann mich das DIY- und Bau-Fieber genau gepackt hat. Wahrscheinlich hat meine Mutter es mir, als ich die Windpocken hatte und sie mit mir lustige Spielgefährten aus Pappmaché gebastelt hat, in die Wiege gelegt. In meinem Jugendzimmer habe ich dann angefangen meine Deko selbst zu basteln. In der ersten WG habe ich angefangen mich auszutoben und in meiner ersten eigenen Wohnung ging es dann so richtig los.

Dort war mein erstes Projekt der „Klassiker“ – ein Sofa aus Paletten. Schnell und einfach zusammengebaut und trotzdem machte es gut was her. Als ich das nicht mehr sehen konnte, saß ich eines Abends mit meiner Handsäge und meiner alten Schreibtischplatte auf dem Boden und habe die Front aus Paletten mit der zugeschnittenen Platte verkleidet. Es folgten Experimente mit Beton als Deko und und und.

Ich würde sagen seit dieser Wohnung bin ich so richtig vom Heimwerker-Fieber gepackt worden. Und so habe ich es mit immer größeren Projekten aufgenommen, bis ich mir zuletzt ein ganzes Sofa selbst gebaut habe. Während Tischler bei meiner Arbeitsweise vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, höre ich aus dem Bekanntenkreis ganz oft „das könnte ich niemals!“. Und wisst ihr was? Ich glaube schon, dass in jedem von uns Heimwerkerpotential steckt. Man muss es nur mal rauslassen!

Als kleinen DIY-Grundstock empfehle ich folgende Dinge für die Werkzeugschublade:

  • einen kleinen Akkuschrauber mit verschiedenen Bits (und idealer Weise auch einem Bohraufsatz) oder einen kleinen Ratschenkasten
  • eine Handsäge
  • Hammer
  • Nägel und Schrauben
  • einen rechten Winkel
  • Schleifpapier in verschiedenen Stärken
  • einen Schleifklotz
  • Holzleim
  • Zollstock
  • Bleistift

Damit lässt sich schon einiges anfangen und für meine Couch habe ich tatsächlich nicht mehr als das gebraucht (außer den großen Bruder vom Schleifklotz: die Schleifmaschine). Für die meisten Projekte kann man die wirklich schweren Arbeiten nämlich anderen überlassen. Wer gut geplant hat, und die richtigen Maße für das eigene Projekt kennt, kann sich beispielsweise Holz oder Plexiglas millimetergenau im Baumarkt zuschneiden lassen und muss daheim nur noch bequem zusammenschrauben.

Es muss ja nicht gleich die selbstgebaute Couch sein, zum „Rantasten“ tun es auch kleinere Projekte. Möbel individualisieren zum Beispiel:

Man kann auch einfach mal ein bestehendes Möbel umwandeln – wie ich es bei meiner TV-Kommode gemacht habe. Eigentlich ein simpler Metallschrank von IKEA, der mit Holzplatte, Lederschlaufen und etwas Farbe gleich ganz anders aussieht. Die Holzplatte dafür kann man sich ganz einfach in den Wunschmaßen im Baumarkt zuschneiden lassen ohne dafür selbst schweres Werkzeug anpacken zu müssen. Die Lederschlaufen sind ebenfalls schnell gemacht. Das aufwändigste an diesem Projekt war eigentlich die Farbe, für die man etwas mehr Zeit einplanen sollte. (Weitere IKEA-Hacks habe ich euch hier bereits gezeigt.)

Will man doch direkt ein neues Möbelstück selber bauen, ist es manchmal ganz praktisch sich an vorhandenen Formen oder vorgebauten Gegenständen zu orientieren. Das spart viel Arbeit und das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. Weinkisten und Europaletten sind zum Beispiel eine ideale Basis für Sofas, Sessel, Outdoor-Lounges, Couchtische, Regale und vieles mehr! Wer mit offenen Augen durch den Baumarkt läuft, wird immer etwas finden, was sich gut für eine Zweckentfremdung eignet!

Neben einer Guten Planung ist es vor allem Wichtig bei der Arbeit konzentriert und gewissenhaft dabei zu sein. Sobald ich versuche etwas schnell fertig zu machen, schleichen sich Fehler ein. Daher ist es immer ratsam genügend Zeit einzuplanen und immer mal tief durchzuatmen und die Planung zu checken!

Je mehr solcher Projekte man nach und nach anpackt, desto weniger Scheu hat man vor dem nächsten Projekt. Und natürlich kann auch mal etwas schief gehen, aber dann stimmte vielleicht etwas mit der Planung nicht so ganz. Ist es dann aber fertig gebaut, ist man dafür umso stolzer auf das, was man geleistet hat und schließt das Möbelstück umso mehr ins Herz!

 

2 Responses
  • Larissa
    1. Oktober 2018

    Hallo Johanna,

    super mit dem Sofa, dass möchte ich auch schon länger machen. Grad scheitert es eher an den Kissen… wo hast du denn die tollen Rückenkissen her? Hast du da einen Tip?

    Liebe Grüße
    Larissa

    • Johanna
      1. Oktober 2018

      Hallo liebe Larissa,
      die Kissen habe ich mir in einem Laden für Schaumstoffe zuschneiden lassen, beziehen lassen kann man sie dort auch. Bei mir hat mir aber meine Mutter geholfen, die gut nähen kann.
      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!
      Viele Grüße,
      Johanna

Und was meinst du?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.