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Fasten | Woche 5: Gemeine Versuchungen

Mittlerweile gefällt mir mein naschfreies Leben ziemlich gut. Zu meiner eigenen Überraschung klopft meine Lust auf Süßes seit einigen Tagen immer seltener an. Ich erinnere mich an Zeiträume über mehrere Stunden, in denen ich nicht an Schokolade gedacht habe.

Was auch daran liegen könnte, dass meine Gedanken gerade intensiv um Dampfbäder, Nasenduschen und Hustenlöser kreisen. Denn ich habe mir eine fette Erkältung eingehandelt – und wenn ich kränkele, dann schlägt das auch auf meinen Appetit. Außerdem schmecke ich nichts. Also fast nichts. Ich kann mit etwas Mühe erkennen, ob das, was ich gerade kaue, süß oder salzig ist, aber dann ist auch schon Schluss.

Die ausgefeilten Aromen eines Schokohasen könnte ich deshalb sowieso nicht angemessen würdigen. Also: Was soll’s? Davon abgesehen gefalle mir auch ganz gut in der Rolle des standhaften Asketen, der trotz seines Männerschnupfens eisern an seinem Vorhaben festhält. Einziges Problem: Die Welt um mich herum. Sie ist voll mit Versuchungen und hinterhältigen Verführern, die mir alles abverlangen. Meine Top 3:

Platz 3: Sonderangebote

Beim Einkaufen bin ich Schnäppchenjäger. Nicht wahllos, aber wenn es Produkte zum Sonderpreis gibt, die ich sowieso regelmäßig kaufe, dann schlage ich meistens zu und lege gerne einen kleinen Vorrat an. Umso schlimmer, wenn meine Lieblings-Schokoriegel im Sechserpack zum Kampfpreis rausgehauen werden. Am besten noch „+1 Riegel gratis“. Seufz.

Platz 2: Keksteller

Der Fluch eines Berufs, in dem gerne und oft Meetings abgehalten werden: Es gibt Kaffee und es stehen Kekse auf dem Tisch. Eigentlich ist die Standard-Mischung gar nicht so mein Fall, aber wenn man gerade auf Entzug ist, erscheinen Waffelröllchen, Nusshaufen und Bärentatzen in einem ganz neuen Licht. Am meisten freue ich mich übrigens über die Kollegen, die einem den Keksteller mit einem nonchalanten „Bei mir sollte das nicht stehen – hihi.“ direkt vor die Nase schieben.

Platz 1: Animateure

„Ach komm schon, einmal ist keinmal.“ In der unterschätzten Disziplin des Essen-Reinquatschens möchte sich anscheinend jeder mal versuchen. Die meisten, die von meinem Vorsatz „7 Wochen ohne Naschen“ wissen, finden ihn zwar gut, torpedieren das Projekt aber, sobald es mit ihren Alltagsgewohnheiten kollidiert. Dann wird spitzzüngig argumentiert und verführerisch gesäuselt, um mich als Fress-Komplizen zu gewinnen. Aber es stimmt tatsächlich: Ich kann in Cafés sitzen und keinen Muffin essen!

Nächste Woche: Gestrauchelte Gefährten

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