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Fasten | Woche 4: Wege aus der Heißhunger-Falle

In den letzten Wochen waren es vor allem Wille, Stolz und Selbstbeherrschung, mit deren Hilfe ich Schokolade & Co. aus meinem Leben verbannt habe. Aber das erzeugt mir auf Dauer zu viele negative Vibrations. Immer nur: Nein, nein, nein. Ich will endlich wieder „ja“ sagen – aber mein Gelübde, sieben Wochen auf Naschkram zu verzichten, natürlich trotzdem nicht brechen.

Besonders vermisse ich meine süßen Stimmungsaufheller bei der Arbeit: Ich sitze viel am Schreibtisch und mein Gehirn braucht Brennstoff, um zuverlässig zu funktionieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass die eine oder andere Idee ohne die Unterstützung meines Lieblings-Schokoriegels nie das Licht der Welt erblickt hätte und ich so manche Deadline ohne Fett-Zucker-Turbo nicht hätte einhalten können.

Egal – jetzt ist jetzt und jetzt wird erstmal nicht mehr genascht. Also muss ich mein Gehirn anders bei Laune und meine Heißhunger-Attacken irgendwie in Schach halten. Nach etwas Internet-Recherche und einigem Empfehlungen von Freunden und Bekannten, haben sich drei Methoden herauskristallisiert, die für mich funktionieren:

  1. Essen, was satt macht.

In Weißmehlprodukten, Süßigkeiten und auch in süßen Früchten stecken einfache Kohlenhydrate, die der Körper besonders leicht verarbeiten kann. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel rasant an, fällt aber auch schnell wieder ab. Dann setzt das Verlangen nach Süßem ein. Nicht so leicht zu verarbeiten sind komplexe Kohlenhydrate, die zum Beispiel in Gemüse, Nüssen und Vollkornprodukten stecken. Nach Vollkornbrötchen zum Frühstück und einer Handvoll Nüsse zwischendurch kommt der kleine Hunger nicht so schnell wieder.

  1. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Wenn immer etwas zu Knabbern greifbar ist, sinkt meine Hemmschwelle. Deshalb haben wir unseren Vorratsschrank konsequent geleert. Selbst wenn ich in einem schwachen Moment einen Rückfall bekäme, müsste ich erstmal in den nächsten Supermarkt. Das bietet zwei Chancen: Erstens komme ich auf dem Weg dorthin vielleicht wieder zur Besinnung. Zweitens bin ich wahrscheinlich schon zu faul, um überhaupt loszugehen.

  1. Den Kiefer beschäftigen.

Kauen ist nicht Essen. Seit ich keine Schokolade mehr verdrücke, habe ich angefangen, wieder regelmäßig Kaugummi zu kauen. Je nach Geräuschentwicklung und Mimik ist das nicht für jeden Anwesenden unbedingt angenehm. Aber man muss ja nicht den ganzen Tag den Kiefer knacken lassen. Ich kaue tagsüber am Schreibtisch, wo mich niemand hören und sehen kann – und auf den Gassirunden mit unserem Hund. Kauen baut übrigens auch Stress ab.

Nächste Woche: Gemeine Versuchungen

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