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Gelebte Gemeinschaft – Unser Beitrag zum internationalen Genossenschaftstag

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Der 7.7. eines jeden Jahres ist ein fixes Datum, dass jede Genossenschaft sich ganz dick im Kalender anstreicht. Und wir haben diesen Termin natürlich auch auf dem Zettel. Im letzten Jahr war ich beim Fest der WOGE und habe euch davon berichtet, wie in Kiel gefeiert wurde. Dieses Jahr, pünktlich zum internationalen Genossenschaftstag möchten wir euch einen kleinen Einblick in das genossenschaftliche Miteinander geben. Hierfür habe ich mir einen Interviewpartner von der Neue Lübecker Genossenschaft an meine Seite geholt und ich möchte euch, exemplarisch für viele andere Projekte bei uns im Land, das Bauprojekt „Mürwiker Garten“ des SBV in Flensburg vorstellen, bei dem ich mitte Juni das Fertigfest besucht habe.

Was der Genossenschaftstag, aber auch das genossenschaftliche Miteinander konkret für eine Bedeutung haben, habe ich Herrn Timo Jürs, Mitarbeiter der Neue Lübecker Genossenschaft im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, gefragt. Er hat bereits im Alter von 14 Jahren sein erstes Schulpraktikum bei einer Genossenschaft absolviert und hat später direkt bei der Neue Lübecker seine Ausbildung absolviert. Über seine Arbeit sagt er:

Menschen in den Mittelpunkt des Handels zu stellen sowie viel und engen Kontakt mit seinen Mitgliedern zu haben spiegeln meine Erwartungen an ein erfolgreiches und solides Unternehmen wieder. Wieso also nicht einen Teil dazu beitragen, indem man Dinge innerhalb des Unternehmens für die Menschen um einen herum bewegt und damit Gutes tut.

Anlässlich des heutigen internationalen Genossenschaftstags wollte ich zudem von ihm wissen, was ihm dieser 7.7. konkret bedeutet:

Es ist die Gelegenheit, sich einmal im Jahr auf das zu besinnen, was so viele Menschen in und rund um die Genossenschaften auf der Welt leisten. Man muss die Gelegenheit nutzen und sich sowie den Menschen um einen herum die Vorteile dieser Unternehmensform ins Blickfeld rücken.

Welche Art von Projekten sind Ihnen besonders Wichtig/ liegen Ihnen besonders am Herzen?

Neben den vielen Modernisierungs- und Neubauprojekten sind mir besonders die Projekte in Punkto Service wichtig. Wir wollen weiterhin innovativ sein und so für unsere Mitglieder den Spitzenservice anbieten und ausbauen. Dabei denke ich besonders auch an innovative Onlineportale für die Mitglieder, in denen sie sich austauschen, alle Themen rund um die Wohnung erledigen und weitere Services dazu bestellen können. Oft sind es auch die kleinen Projekte, wie eine kurze Neuvermietungsbefragung, die ein gutes Kümmer-Gefühl beim Mitglied hinterlässt und mir sehr viel Freude bereiten.“

Was sind die größten Herausforderungen der Genossenschaften für die kommenden Jahre?

Natürlich geht es darum, weiterhin bezahlbare und qualitativ hochwertige Wohnung anzubieten. Ich sehe die Aufgaben aber auch darin, funktionierende Nachbarschaften weiter zu fördern und so das Miteinander in unseren Genossenschaft aber auch der ganzen Gesellschaft noch besser und persönlicher zu machen.

Ein gutes Beispiel für die Förderung des Miteinanders ist das Bauprojekt „Mürwiker Garten“ des SBV in Flensburg. Hier ist im Stadtteil Mürwik ein Gebäudekomplex entstanden, der Wohnraum für ältere Menschen bietet. Nicht nur die Wohnungen wurden hierfür barrierefrei gestaltet, sondern es wurde auch bei der Infrastruktur an einiges gedacht. So gibt es eine Kooperation mit den Maltesern, die den Bewohnern flexible Pflege- und Unterstützungsmodelle anbieten.

Axel Kohrt und seine Kollegin Saskia Katschewik stehen den Bewohnern beim Fertigfest mit Rat und Tat zur Seite

Zudem ist mit der Physiotherapiepraxis „Heilsam“ direkt im Haus eine Betreuung möglich. Darüber hinaus gibt es mit einem Gemeinschaftsgarten und Gemeinschaftsraum genügend Platz für Begegnungen.

Inken Rohde, Christiane Roscher, Sonja Weber und Laura Petersen von der Physiotherapie-Praxis „Heilsam“ stehen sowohl den Bewohnern, als auch anderen Patienten zur Verfügung.

Für viele der Bewohner eine ideale Lösung für’s Alter. So auch für Frau Nissen, die ihr Haus in Handewitt für ihre neue Wohnung im Haus des SBV aufgegeben hat. Das Haus wollte sie allein nicht mehr halten, in ein Seniorenwohnheim umzuziehen kam für sie aber nicht in Frage. Hier im Wasserloser Weg möchte sie noch lange selbstbestimmt wohnen können. Um sich so richtig wohlzufühlen, bringt sie sich beim Fertigfest auch direkt mit in die Gartenplanung mit ein.

Denn über diese dürfen die Bewohner, die hier seit Anfang April leben, mitbestimmen. Wo vielleicht ein Grillplatz entstehen und wo eine Boule-Bahn ihren Platz zwischen Hochbeeten und einer Wildblumenwiese finden könnten, wurde beim Fertigfest Mitte Juni mit Hilfe von Svenja Mix und ihren Sketchnotes beispielhaft festgehalten und wird nun an einen Landschaftsgärtner weitergegeben, der anschließend ein stimmiges Gesamtkonzept für die Gartenfläche erstellen wird.

Noch ist hier Brachland, bald soll ein blühender Garten mit Platz für ein gemütliches Miteinander entstehen.

Frau Nissen wünscht sich vor allem einen schönen Magnolienbaum, den sie von ihrem Balkon auf der Rückseite des Hauses dann bewundern kann, aber auch einen Minigolf-Platz könnte sie sich gut vorstellen.

Sketchnotes helfen den Bewohnern schon einmal sich vorzustellen, wie der Garten aussehen könnte.

Auch Hartmut Posner und Günter Frank wohnen hier seit April und können es sich gut vorstellen mit anzupacken. „Am Garten haben wir gerade schon mitgeplant“ sagen mir die zwei, die gerade eine leckere Currywurst von Imbisswagen auf dem Fest verputzen. Sie können sich gut vorstellen auch im Garten zu helfen. Für sie ist es aber erstmal wichtig selber anzukommen. Günter Frank hatte in seiner vorherigen Wohnung bereits vierzig Jahre gelebt und muss sich nun erstmal eingewöhnen. Bisher gefällt es ihm aber sehr gut!

Hartmut Posner und Günter Frank wohnen seit April im „Mürwiker Garten“

Für Unterstützung aus der Hausgemeinschaft ist auch der im Haus ansässige Kindergarten offen. Aber auch hier muss man sich erstmal in den neu gestalteten Räumlichkeiten eingrooven. Das Projekt mit Alt und Jung unter einem Dach hat aber auf jeden Fall großes Potential für ein sich unterstützendes Miteinander.

Ich werde hier auf jeden Fall im nächsten Jahr noch einmal vorbeischauen. Vielleicht ja auf eine Runde Minigolf im Garten? Wer weiß!

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