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Lieblings-Podcasts: 5 Tipps für die Ohren

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Podcasts sind ein praktisches Format, um eine Extraportion Wissen zu tanken oder sich einfach gut unterhalten zu lassen, während man sonst nur die Zeit totgeschlagen (Wartezimmer), aus dem Fenster gestarrt (im Bus oder in der Bahn) oder manuelle Arbeit erledigt hätte, bei der der Kopf nicht allzu viel mitmachen muss (Putzen oder Kochen). Auch beim Autofahren sind Podcasts die bessere Alternative zum seelensaugenden Gequassel der Radiomoderatoren. Das klingt gut für euch, aber die Auswahl im Podcast-Dschungel ist einfach zu groß und zu unübersichtlich? Dann hätte ich da mal fünf Vorschläge:

 

Eine Stunde History

Noch nie was vom Frankfurter Bierkrawall von 1873 gehört? Wie entstand eigentlich das Kyoto-Protokoll? Und wie war das damals mit der Staatsgründung Israels? Diesen und anderen Fragen „aus den prall gefüllten Schatzkammern der Menschheitsgeschichte“ gehen hier wechselnde Moderatoren nach. Dazu gibt es übersichtsartige Zusammenfassungen, Gespräche mit Experten oder Zeitzeugen, je nach Thema hörspielartige Abschnitte und jede Menge Hintergründe. Das alles ist nicht zu verkopft oder von promovierten Historikern für promovierte Historiker, sondern gut verständlich und trotzdem auf hohem Niveau erklärt. Eine Folge dauert übrigens keine ganze Stunde, sondern meistens so zwischen 30 und 40 Minuten.

Jeden Montag eine neue Folge bei iTunes, Spotify und hier

 

Lage der Nation

Ganz kurz gesagt: Das sind die Nachrichten zum Hören und in spannend. Wenn Journalist Philip Banse und Jurist Dr. Ulf Buermeyer im Polit-Podcast „Lage der Nation“ die bestimmenden Themen der vergangenen Woche aufbereiten, werden Fakten gecheckt und Hintergründe erklärt, was das Zeug hält. Nicht selten kommen dabei die bisherige mediale Berichterstattung und der aktuelle Meinungskanon nicht ganz so gut weg. Das klingt vielleicht etwas dröge, ist aber aufgrund der Rollenverteilung, des Fachwissens und der lockeren Gesprächsführung der beiden Moderatoren in der Regel mit großem Erkenntnisgewinn verbunden, hilft beim besseren Verständnis und bei der Einordnung vieler aktueller Themen und verändert oft den Blick auf das, was man eigentlich schon zu wissen glaubte.

Im ungefähren Wochenrhythmus auf iTunes, Spotify und hier

 

Schecks Bücher

Generell finde ich Literaturkritiker eher anstrengend und häufig viel zu verliebt ins eigene Gehirn und in die eigene Meinung. Denis Scheck bildet da eine Ausnahme. Der Mann mit den markanten Segelohren schwurbelt nicht pseudointellektuell herum, sondern spricht literarischen Klartext – und hat mit „druckfrisch“ übrigens auch seine eigene Fernsehsendung in der ARD. Rein akustisch stellt er in „Schecks Bücher“ auf WDR 5 in leicht verdaulichen, nur wenige Minuten langen Häppchen, seine persönlichen Buch-Favoriten vor. Dabei reicht das Spektrum von Vergil, Voltaire und Franz Kafka bis zu Tick, Trick und Track. Zu jeder Empfehlung gibt’s anekdotische Hintergründe, eine Nacherzählung oder einfach einen persönlichen Eindruck. Zugegeben: Das wirkt manchmal ein bisschen blasiert, aber der Mann weiß halt einfach viel – und er weckt in jedem Fall die Lust am Lesen.

Jeden Freitag eine neue Folge auf iTunes und hier

 

Halbe Katoffl

„Halbe Katoffln“ steht hier für „halbe Deutsche“ oder Deutsche mit nicht-deutschen Wurzeln. Und die gibt es laut Podcast-Gründer und -Moderator Frank Joung in den verschiedensten Sorten: mit deutschem Pass oder mit einem deutschen Elternteil, in Deutschland geboren, aufgewachsen oder zugezogen. Der Berliner Journalist mit koreanischen Wurzeln unterhält sich in seinem Podcast mit halben Katoffln über kulturelle Identität, das Deutsch-sein (oder Nicht-Deutsch-sein) und über ihre persönlichen Lebenserfahrungen, die damit zusammenhängen. Inhaltlich geht es dabei oft ordentlich zur Sache und bei manchen Geschichten muss man als Zuhörer schon mal schlucken. Nicht nur kurzweilig, oft humorvoll und immer gut für einen Perspektivwechsel. Der Podcast wendet sich übrigens nicht nur an halbe Katoffln, sondern auch an ganze. Also: Potatoes welcome.

Ungefähr monatlich eine neue Folge bei iTunes, Spotify und hier

 

Fest & Flauschig

Der Platzhirsch unter den deutschsprachigen Podcasts und mein Pflichttermin am Sonntagmorgen. Jan Böhmermann und Olli Schulz besprechen die vergangene Woche und verbreiten dabei eine wohlige Mischung aus Tiefsinn, Flachsinn und Frohsinn: von nachdenklichen Betrachtungen zu Politik und Weltgeschehen bis zu persönlichen (und größtenteils fiktiven) Anekdoten aus ihrem privaten Parallel-Universum, von der inhaltlichen Diskussion tagesaktueller Ereignisse bis zum schmierigen Untenrum-Witz ist alles dabei. Nicht gerade Bildungsradio, aber ein bunter Jahrmarkt der Kurzweiligkeiten mit jeder Menge Feuer unterm Dach. Der Humor ist bestimmt nicht jedermanns Sache und der Podcast schlingert meist unvorhersehbar zwischen Ernsthaftigkeit und durchgeknallten Fantastereien hin und her, ist aber in hellen Momenten ein wirklich flauschiger Beitrag zum eigenen Lebensglück.

Jeden Sonntag eine neue Folge auf Spotify, www.festundflauschig.de

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