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Was man beim Hundekauf beachten sollte

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Seit ich denken kann, hatte ich ein Haustier um mich. Das fing mit Katze Mohrle an, später kamen meine Kaninchen Blacky und Beauty dazu und seit etwa vierzehn Jahren gibt’s meine Katze Cassie. Die habe ich allerdings, als ich in die Stadt gezogen bin, bei meinen Eltern gelassen, weil ich sie nicht ihres Freilaufs berauben wollte.

Seitdem ich nun in der Stadt wohne, ist der Wunsch in mir immer größer geworden wieder ein Tier haben zu wollen. Keinen Wellensittich, keine Katze, nein, es soll ein Hund werden. Das geht aber natürlich nicht von jetzt auf gleich, denn man muss einiges beachten, wenn ein neuer Mitbewohner einziehen soll.

Johanna möchte gern einen Hund als Haustier haben, weiß aber nicht so recht, was sie dabei alles beachten muss.

Um zu klären, was ich alles beachten muss, wenn ein Hund bei mir einzieht, habe ich mich mit Hundetrainerin Sonja Kubovcsik getroffen und mich von ihr beraten lassen. Sie ist seit 10 Jahren Hundebesitzerin und hat neben Job und ihrem Nebenjob als Hundetrainerin, den „Kompetenzverbund Pro Hund“ gegründet, der online verschiedene Angebote für Mensch und Hund in Schleswig-Holstein bündelt. Vor ein paar Tagen habe ich sie und ihren 10-jährigen Golden Retriever Paule in ihrem Garten besucht und mit ihr über die wichtigsten Dinge gesprochen, die es beim Hundekauf zu beachten gilt.

Hilfe gibt’s von Sonja Kubovcsik, die Hundetrainerin aus Kiel berät Johanna dabei, was man alles beim Hundekauf beachten muss. Foto: Privat.

Zeit für und mit Hund 

Im Vorfeld sollte man sich natürlich Gedanken darüber machen, ob man überhaupt die Zeit und die richtige Lebensweise hat, um gut für seinen Hund zu sorgen.

Golden Retriever Paule braucht am Tag etwa drei Stunden Auslauf, möchte dazwischen aber auch gern Ruhephasen haben.

Denn Hunde brauchen einen festen Tagesablauf, an dem sie sich orientieren können. Dazu gehören beispielsweise feste Futterzeiten und Gassirunden, genauso aber auch ausgedehnte Ruhephasen. Ein Hund muss täglich mehrmals vor die Tür und sollte nicht über einen Zeitraum von mehr als 5-6 Stunden alleine sein. „Es kommt natürlich immer etwas auf die Hunderasse, die Größe und die Konstitution des Tieres an, aber mit Paule gehe ich zum Beispiel drei Mal am Tag etwa eine Stunde Gassi.“ sagt Sonja. Ein langer Spaziergang lässt sich aber durchaus auch mal durch kognitives Training (z.B. Suchspiele) verkürzen, das den Hund ebenso fordert.

Kann, aufgrund von festen Arbeitszeiten, nicht gewährleistet werden, dass das Haustier weniger als 6 Stunden alleine bleiben muss, ist es empfehlenswert einen Hundesitter zu engagieren, wo das Tier im Idealfall auch während des Urlaubs oder sollte man mal krank sein einen Platz findet. Das können verlässliche Freunde und Verwandte sein, oder professionelle Hundesitter.

Ein Hund in der Wohnung – geht das?

Na klar geht das!“ sagt Sonja. Wichtig sei nicht die Größe der Wohnung, sondern viel mehr wie viel Bewegung man dem Hund außerhalb der eigenen vier Wände bieten kann. Da Hunde täglich sehr lange Ruhephasen haben, können sie sich – natürlich je nach Rasse – auch in kleinen Wohnungen wohlfühlen. Wichtig ist, sich vorher mit der zuständigen Genossenschaft und den Nachbarn abzustimmen, ob Hundehaltung erwünscht ist.

Zwar darf die Haltung von Haustieren nicht mehr generell verboten werden. Für ein gutes Miteinander ist es jedoch wichtig sowohl die Verwaltung, als auch die Nachbarn einzuweihen.

Hund in der Wohnung: Ja! Aber nur mit genügend Auslauf.

Wohnt man jedoch in einem höheren Stockwerk, sollte man sich damit arrangieren können, den Vierbeiner die Treppen zu tragen, da das, gerade in den ersten Jahren und im Alter, nicht gut für die Gelenke ist.

Was kostet mich eine Fellnase?

Ein Hund ist ein teures Hobby, sagt Sonja. Denn er kostet laufend Geld. Da sind zum Einen natürlich die Kosten für Futter, die sich bei Paule auf etwa 60 Euro im Monat belaufen. Dazu kommen noch eine Haftpflichtversicherung, die jährlich anfallende Hundesteuer, die je nach Stadt oder Gemeinde variiert und eventuelle Kosten für einen Hundesitter.

Ist süß, kostet aber viel Geld. Darüber sollte man sich im Vorfeld klar sein.

Man sollte jedoch immer bedenken, dass eine plötzliche Erkrankung des Tieres jederzeit weitere Kosten verursachen kann. Eine Operation mit anschließender Weiterbehandlung kann da richtig ins Geld gehen und man sollte für diesen Fall vorsorgen.

Wo finde ich den Hund für mich?

Sonja hat ihren Paule vor etwa 10 Jahren bei einem Züchter gekauft, würde es aber nicht empfehlen, denn „es gibt so viele Hunde da draußen, die ein Zuhause suchen“ – wie zum Beispiel solche aus dem Tierheim, die sich jedoch in den meisten Fällen nicht als Ersthund eignen, oder aber aus Pflegestellen. Diese Hunde kommen oft aus Süd- oder Osteuropäischen Ländern und haben dort als Straßenhund gelebt. Organisationen, wie zum Beispiel Hundeliebe-Grenzenlos e.V., bringen die Hunde nach Deutschland und sozialisieren sie hier in Pflegestellen.

Paule ist ein Golden Retriever vom Züchter. Doch Sonja Kubovcsik rät: auch aus dem Tierschutz kann man tolle Hunde adoptieren.

„Eine Blindabholung am Flughafen würde ich nie empfehlen. Man weiß nie, was dieser Hund durchgemacht hat.“ – die Pfleger in den Pflegestellen können hingegen bereits das Wesen des Hundes einschätzen und diesen an das richtige zukünftige Herrchen oder Frauchen vermitteln. Hierbei ist es durchaus sinnvoll zu schauen, welche Rasse man sich in Haus holt, und wie deren Rasseprofil aussieht. Ein Herdenschutzhund kann in einer Familie mit Kindern problematisch sein. Ein Hund mit Jagdtrieb ist mit unter schwer zu kontrollieren. Aber hier gilt: jeder Hund hat seinen eigenen Charakter.

Wie kann ich mich auf meinen Vierbeiner vorbereiten?

Abgesehen davon, dass man sich realistisch damit befassen sollte, ob man zeitlich und finanziell auf einen Hund eingestellt ist, kann man sich auch schon einiges an Wissen anlesen, was einem später im Miteinander von Hund und Mensch helfen kann. Speziell zur Deutung der Körpersprache empfiehlt Sonja mir das Buch „Wanja und die wilden Hunde“ von Maike Maja Nowak. Dazu sollte man ein gutes Grundwissen über notwendige und unnötige Impfungen haben.

Gute Vorbereitung auf den Hund kann man sich anlesen.

Für kleinere Wehwehchen empfiehlt Sonja zudem ein Buch zum Thema Homöopathie für Hunde, mit dem sich das ein oder andere behandeln lässt, ohne direkt zum Tierarzt zu müssen.

Ein Hund zieht ein, was muss ich alles kaufen?

Zunächst sind das natürlich die offensichtlichen Dinge, wie Wasser- und Futternapf, sowie Leine, Halsband und Geschirr für den Hund. Zur Pflege des Fells sollte bereits eine Bürste oder ein Kamm vorhanden sein. Auch für den Hund passendes Spielzeug sollte bereits im Haus sein. Hierbei muss aber drauf geachtet werden, dass dieses für den Hund ungefährlich ist (Verschlucken/Verhäddern) und das es nur in Maßen vorhanden ist.

Eine Box oder ein klassisches Hundekörbchen, in dem der Hund sich ausruhen kann, sowie eine Transportbox für’s Auto gehören ebenfalls zur Grundausstattung.

Darüber hinaus sollten auch Futter, Leckerlies, Gassi-Beutel und eine Notfallapotheke vorhanden sein.

Die ersten Tage mit dem neuen Hund

Ist der neue Hund eingezogen, braucht er vor allem ersteinmal Ruhe. Neue Gerüche, neue Menschen und ein neues Umfeld bedeuten für das Tier zunächst einmal Stress. Daher sollten in den ersten Tagen und Wochen möglichst nicht alle Freunde und Verwandten vorbeikommen, um den Familienzuwachs zu streicheln. Genauso wie man selbst, muss sich auch der Hund erstmal an den neuen Tagesablauf und das neue Herrchen oder Frauchen gewöhnen. „Da ist es auch empfehlenswert keine riesigen Spaziergänge zu machen, sondern erstmal nur kleine Runden um den Block zu drehen“ sagt Sonja.

Gerade einen Hund aus dem Tierschutz sollte man in der ersten Zeit nicht von der Leine lassen, weil man nie weiß, wie er auf bestimmte Umwelteinflüsse reagiert. Eine Schleppleine ist hierfür ideal, weil der Hund sich frei bewegen kann, ohne weglaufen zu können. Welpen hingegen sind recht schnell auf ihre Besitzer fixiert und weichen diesen wenig von der Seite.

Umgang mit dem Vierbeiner

Hunde sind von Natur aus ein Leben im Rudel gewohnt. Im Zusammenleben von Mensch und Hund übernimmt das Frauchen oder Herrchen dann die Rolle des Anführers im Rudel, dem sich der Hund unterordnet. „Der Chef zu sein, sollte aber nicht bedeuten, dass man den Hund ständig unterwirft, sondern viel mehr, dass man ihm vermittelt, dass man als Anführer des Rudels für ihn sorgt und für sein Wohlergehen garantiert.“ – in diesem Sinne setzt Sonja nicht auf die klassische Konditionierung eines Hundes, in der die Befehle „Sitz!“, „Platz!“ und „Bleib!“ als Basis für eine gute Hundeerziehung gelten, sondern für ein vertrauensvolles Miteinander. „So liebevoll wie möglich, so konsequent wie nötig“ lautet da ihr Credo.

„So liebevoll wie möglich, so konsequent wie nötig“ – Sonja und ihr Hund Paule. Foto: Privat.

Wie ich finde, eine sehr schöne Philosophie, die sowohl für Mensch, als auch Hund eine gute Basis für eine vertrauens- und liebevolle Beziehung gibt.

Ich fühle mich nach diesem Gespräch auf jeden Fall schon viel besser auf mein zukünftiges Leben mit Hund vorbereitet und kann es kaum erwarten. Im Frühjahr nächsten Jahres soll es dann soweit sein und bis dahin habe ich ja nun einiges an Lesestoff.

Mehr zu Sonjas Hundetraining und ihrer BARF-Beratung findet ihr hier:

www.sonjakubovcsik.de

Über den von ihr gegründeten Kompetenzverbund könnt ihr euch zudem über weiteren Lesestoff und alles weitere rund um den Hund einlesen.

 

 

 

 

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