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Lebensmittel richtig lagern

Riecht die Milch irgendwie komisch? Warum sind die gerade gekauften Bananen schon braun? Und kann ich den Schimmel vom Käse einfach abschneiden? Vor dem Kühlschrank wird man häufig mit diesen oder ähnlichen existenziellen Fragen konfrontiert. Die Antworten und noch jede Menge weitere nützliche Infos, Tipps und Hinweise zum Umgang mit Lebensmitteln finden sich in einer 108-seitigen Broschüre, die das Bundeszentrum für Ernährung herausgegeben hat. Darin werden unter anderem die Kältezonen des Kühlschranks erklärt, man erfährt mehr zu Mikroorganismen und Vorratsschädlingen und es gibt wertvolle Hinweise zur allgemeinen Küchenhygiene. Aus Platzgründen beschränken wir uns heute auf die Beantwortung der oben genannten Fragen.

Die Milchfrage.

Milch zählt zu den leicht verderblichen Lebensmitteln, bietet aufgrund ihres hohen Eiweiß- und Wassergehalts einen guten Nährboden für Bakterien und sollte immer gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Geöffnet hält sich pasteurisierte Milch rund fünf Tage lang, H-Milch mit rund sieben Tagen etwas länger. Am schnellsten verderben geöffnete Rohmilch (rund zwei Tage haltbar) und geöffnete Milchmischerzeugnisse, die Früchte, Zucker, Kakao oder Malz enthalten (zwei bis vier Tage haltbar).

Die Bananenfrage.

Bananen sind kälteempfindlich und sollten bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Im Kühlschrank werden sie schneller braun und leicht matschig. Auch Ananas, Mango, Papaya oder Zitrusfrüchte haben es nicht gerne kalt.

Obst, das sich zwar in Kühlschrank gut lagern lässt, aber nur bei Raumtemperatur noch reift, sind zum Beispiel Birnen, Kiwis, Pfirsiche oder Pflaumen.

Auf jeden Fall ins Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks gehören zum Beispiel sämtliche Beeren, Trauben, Kirschen und Aprikosen. Äpfel vertragen zwar auch Zimmertemperatur, halten gekühlt aber deutlich länger.

Die Käsefrage.

Käse ist äußerst empfindlich und sollte gut verpackt im oberen Bereich des Kühlschranks gelagert werden, wo im Normalfall Temperaturen um die acht Grad herrschen. Schimmelgereifte Käse (z. B. Camembert, Roquefort oder Brie) sollten immer getrennt aufbewahrt werden. Denn obwohl die Schimmelarten auf dem jeweiligen Käse unbedenklich sind, können sie Gifte bilden, sobald sie auf andere Käsesorten übergehen.

Zur eigentlichen Ausgangsfrage: Was bei schimmligem Käse zu tun ist, hängt von der Art des Käses ab. Bei Edelschimmelkäsen können die Schimmelpilze mitgegessen werden, auch wenn die Schnittflächen davon überzogen sind. Bei Hart- und Schnittkäse am Stück könnt ihr oberflächliche, kleine Schimmelflecken großzügig wegschneiden (mit einem Abstand von zwei bis drei Zentimetern). Mit grünem Schimmel überzogener Hart- oder Schnittkäse ist nicht mehr zu retten und gehört in den Müll. Auch verschimmelte Frisch- und Weichkäse sollten immer komplett entsorgt werden.

Und was ist mit Fleisch?

Im Kühlschrank sollte Fleisch möglichst an der kältesten Stelle aufbewahrt werden. Das heißt, möglichst weit hinten auf der untersten Ablage, direkt über dem Gemüsefach. Hier herrschen im Normalfall Temperaturen von um die zwei Grad.

Frisches Fleisch hält sich bei solchen Temperaturen mehrere Tage. Frische Bratwurst und zerkleinertes Fleisch (Gulasch oder Geschnetzeltes) solltet ihr nie länger als 24 Stunden im Kühlschrank lagern. Bei vakuumverpacktem Frischfleisch gilt natürlich das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Hackfleisch ist ein besonderes hygienisches Risiko. Als lose Ware von der Fleischtheke sollte es unbedingt noch am selben Tag zubereitet und verzehrt werden. Bei eingeschweißtem Hackfleisch gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum. Durchgebratenes Hack hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Tagen.

Last but not least: Gemüse

Gemüse ist ein weites Feld. Generell mögen es die meisten Gemüsearten eher kühl und dunkel. Zum Beispiel im Obst- und Gemüsefach des Kühlschranks, im Keller oder in einem kühlen Vorratsraum. Je wärmer und heller es ist, desto aktiver wird ihr Stoffwechsel. Dann werden Vitamine abgebaut und das Gemüse wird welk.

Generell können wasserarme Gemüse mit fester Zellstruktur länger gelagert werden. Dazu zählen unter anderem Kohl, Möhren und Rote Bete, Sellerie und Porree. Dagegen bleibt wasserreiches Gemüse mit lockerer Zellstruktur auch im Kühlschrank nur wenige Tage knackig, wie etwa Salat oder frischer Blattspinat.

Kleiner Tipp zum Schluss: Über das Laub an Bundgemüsen wie Radieschen oder Möhren verdunstet viel Feuchtigkeit, sodass sie schneller welken. Deshalb vor dem Lagern immer das Grün entfernen.

Wenn ihr mehr zum Thema wissen wollt: Auf der Website des Bundeszentrums für Ernährung kann man „Lebensmittelhygiene. Praxishandbuch zur Lebensmittellagerung im Haushalt“ für 8,- Euro bestellen oder direkt herunterladen. www.bzfe.de

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