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Endlich wieder Flohmarktzeit!

Ok, ich gebe zu, der vergangene Sonntag war nicht der beste Start in die Flohmarktsaison 2018 – aber es kann nur besser werden! Seit Oktober letzten Jahres hatte ich mich nämlich schon auf den ersten städtischen Innenstadtflohmarkt in Kiel gefreut, der von April bis September immer am ersten Sonntag des Monats stattfindet. Diesen Monat also am 1. April, am Ostersonntag. Und obwohl gegen Vormittag Brunch mit der Familie angesagt war, habe ich mir in größter Vorfreude und alle Wettervorhersagen ignorierend, einen Wecker auf 6:30 Uhr gestellt und saß um 6:29 Uhr voller Vorfreude auf der Bettkante.

Ein paar Schritte weiter ins Wohnzimmer hat mich dann allerdings schon wieder jedwede Motivation verlassen. Draußen tobte ein mittelstarker Schneesturm –  ein ziemlich schlechter Aprilscherz, wenn ihr mich fragt. Da stand ich also, um 6:31, noch leicht verschlafen und trollte mich zurück ins Bett. Mein Start in die Flohmarktsaison: verschoben.

Bei schönem Wetter machen Flohmärkte einfach am meisten Spaß!

Wie ihr vielleicht merkt, bin ich ein kleiner Flohmarktjunkie. Es gibt für mich (fast) nichts schöneres, als Sonntags in aller Frühe über Flohmärkte zu schlendern und nach besonderen Sachen Ausschau zu halten. Mein Großer Traum: Morgens um 6.30 einen Wishbone Chair finden und günstig kaufen. Das wär’s! Aber bis dahin gebe ich mich mit schönen Klamotten, Vasen und dem ein oder anderen Keinmöbelstück zufrieden.

Ich glaube, das mit den Flohmärkten habe ich von meiner Mutter – zumindest ist die fast immer mit dabei, wenn ich morgens losziehe. Gemeinsam macht das Bummeln und Feilschen nämlich viel mehr Spaß. Meine liebsten Kleidungsstücke sind inzwischen solche, die ich auf dem Flohmarkt gefunden habe. Wenn etwas doch mal nicht passt, dann wandert es zuhause wieder in die Flohmarktkiste und wird bei Gelegenheit verkauft. Genauso geht’s Dekorationskrams, der kurzzeitig eine gute Figur im Regal gemacht hat, aber doch nicht mehr so ganz passt. Ein kleiner Kreislauf eben.

Damit die diesjährige Flohmarktsaison auch für euch super wird, kommen hier ein paar Tipps zum kaufen, verkaufen und feilschen für Käufer und Verkäufer!

KAUFEN

Wer zum Shoppen auf den Flohmarkt geht, der will natürlich ein Schnäppchen machen. Damit das klappt, gilt es aber ein paar Regeln zu beachten, mit denen ihr es hoffentlich schafft euren Flohmarktfund zum Wunschpreis mit nach Hause zu nehmen.

  • Wecker stellen! Die wirklich tollen Sachen findet man ganz früh morgens – so zwischen 6 und 7 Uhr. Manche Händler sind zu dieser Zeit auch noch etwas verschlafen – das kann man gut zum eigenen Vorteil ausnutzen! Auch praktisch: zu dieser Uhrzeit ist es meist noch nicht so richtig voll – die Stoßzeiten sind meistens zwischen 10 und 12.
  • Wer freundlich ist, der bekommt eher was er will. Tretet also offen und nett auf, aber dennoch selbstsicher und fragt mit einem sympathischen Lächeln nach dem Preis eueres Wunschobjektes.
  • Habt ihr euren absoluten Flohmarkttraum gefunden, solltet ihr allerdings nicht gleich ausflippen und dem Verkäufer erzählen, dass ihr genau dieses Teil schon seit Jahren gesucht habt. Denn dann weiß dieser sofort, dass ihr auch mehr dafür bezahlen würdet. Setzt stattdessen euer bestes Pokerface auf und tretet lieber mit einem leichten Desinteresse auf. Tut einfach so, als hättet ihr keine Ahnung, was ihr da tolles in den Händen haltet. Der Freude könnt ihr dann nach dem nach dem erfolgreichen Handeln freien lauf lassen!
  • Es kann sich lohnen einen Stand näher unter die Lupe zu nehmen und gleich mehrere Teile zu kaufen – im Paket werden die Sachen oft günstiger!
  • Wenn ein Händler nicht direkt mit eurem Preis einverstanden ist, lasst ihn ruhig mal zappeln. Manch einer ändert seine Meinung nochmal, wenn ihr das Teil weglegt und weitergehen wollt. Schließlich soll es ja heute noch verkauft werden!

FEILSCHEN

Ein Flohmarkt lebt davon, dass die Preise verhandelbar sind. Aber auch hierbei gibt es ein paar Basisregeln, die ihr einhalten solltet, wenn es mit dem Handel klappen soll.

  • Ein Handel ist ein bisschen wie Ping-Pong-Spielen: Der Händler nennt einen Preis, ihr macht ein Gegenangebot und der Händler geht auf dieses ein. Als kleine Daumenregel könnt ihr euch merken, dass ihr den Grundpreis im ersten Schritt immer um mindestens 1/3 herunterhandeln könnt. In Einzelfällen gehen auch mal 50%. Da kann man das Bauchgefühl entscheiden lassen.

Ein kleines Rechenbeispiel: Der Händler möchte 10 Euro haben, ihr sagt 6 Euro, der Händler 8 Euro. Zack, 2 Euro gespart!

  • Denkt beim Handeln daran, dass nicht nur ihr einen Vorteil haben sollt – auch der Händler sollte euch seine Sachen mit einem guten Gefühl verkaufen. Versetzt euch beim Handeln auch etwas in den Händler hinein und versteht auch seine Seite des Geschäfts.
  • Kleine Macken können beim Handeln helfen – das ist aber kein Grund dafür das Produkt runterzumachen. Wenn ihr es so blöd findet – warum solltet ihr es denn dann kaufen wollen?
  • Werdet nicht zickig, wenn es mal nicht klappt mit dem Wunschpreis.

VERKAUFEN

Mit einem Stand auf dem Flohmarkt kann man sich gut ein paar Euros dazuverdienen. Ich sammle immer über das Jahr und mache in der Regel 1-2 Mal im Jahr Flohmarkt. Geht es nicht gerade auf einen Flohmarkt mit späterem Beginn, muss man allerdings ziemlich früh aufstehen. In der Kieler Innenstadt sollte ein am Vortag angezeichneter Flohmarktstand zum Beispiel bis um 5:00 morgens belegt sein, ansonsten verfällt die Markierung. Mit genügend Kaffee dabei  geht das aber schon irgendwie.

Ich suche mit eigentlich immer ein paar Freunde, die mit mir zusammen verkaufen. Das hält die Stimmung oben und man kann auch gut mal selbst stöbern gehen oder sich etwas zu essen holen.

  • Grundsätzlich sollte man hinter’m Flohmarktstand Spaß haben und freundlich sein. Wichtig ist aber, dass man immer aufmerksam bleibt – wenn hinter’m Stand ganz vertieft Privatgespräche geführt werden, trauen sich viele Interessenten nicht Fragen zu stellen.
  • Verkauft man mit Freunden zusammen, ist es oft gut für’s Geschäft, wenn einer vor dem Stand steht und so tut, als wäre er Kunde. Das signalisiert anderen Stöbernden: hier könnte es was gutes zu holen geben!
  • Die Sachen auf dem Stand sollten nicht einfach draufgeschmissen werden, sondern schön sortiert sein. Für Kleider, Jacken und Pullover ist eine Kleiderstange zum Beispiel sehr praktisch. Je schneller sich die Kunden erschließen können, was bei euch zu holen ist, desto interessierter sind sie.
  • Praktisch ist es immer, wenn man passendes Wechselgeld von vornherein dabei hat – nichts ist ärgerlicher als ein Deal, der nicht zustande kommt, weil ihr nicht wechseln könnt.
  • Macht euch Gedanken, was ihr für eure Teile in etwa haben wollt (Preisschilder schrecken echte Flohmarktgänger aber eher ab) und geht im Tagesverlauf langsam mit den Preisen runter – schließlich soll ja so viel wie möglich verkauft werden!

Ich hoffe, dass es mit diesen Tipps bei euch klappt! Oder habt ihr noch einen anderen Tipp auf Lager?

Meine Lieblingsflohmärkte sind übrigens die städtischen Flohmärkte in Kiel – in der Innenstadt und auf dem Rathausplatz. Wann diese stattfinden, lest ihr hier.

Weitere Flohmarkttermine für eure Region findet ihr zum Beispiel hier oder hier.

Eine frohe Flohmarktsaison 2018 für euch!

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