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Ostereier färben mit Naturfarben

Osterzeit ist Eierzeit – soweit so gut. Wie aber kommt die Farbe auf das hartgekochte Frühstücksei beim Osterbrunch? Man könnte jetzt natürlich einfach in den Supermarkt gehen, Eierfarbe kaufen (oder gleich fertig gefärbte Eier) und fertig. Man kann sich die Eierfarben aber auch selbst zaubern: aus Lebensmitteln. Das hat nicht nur den Vorteil, dass alles ungiftig ist, sondern die Farben, die entstehen sind auch mal etwas ganz neues.

Ich habe mich also mal durch’s Internet gewühlt und nach Lebensmitteln Ausschau gehalten, die für meinen Plan brauchbar sind. Das sind natürlich logischer Weise solche, die einen hohen Farbgehalt haben. Dazu gehören beispielsweise Rote Beete, Spinat, Kurkuma, Heidelbeeren und Fliederbeeren. Aber auch mit einem Sud aus Zwiebelschalen oder mit der Schale von Avocados lassen sich eure Ostereier färben.

Zum testen habe ich mich für die diese Lebensmittel entschieden:

Spinat, Kurkuma, Heidelbeer- und Fliederbeersaft und Rote Beete.

Daraus sollen dann folgende Farben entstehen:

Rot: Rote Beete

Lila: Fliederbeere

Helles Lila: Heidelbeere

Grün: Spinat

Gelb: Kurkuma

Ansonsten braucht es noch:

  • Gläser oder Schalen (zum Einlegen)
  • Eier (ich habe je 6 braune und weiße Eier genommen)
  • Essig
  • eine alte Strumpfhose
  • Handschuhe

Weil ich gerade keinen Bedarf für 12 hartgekochte Eier hatte, habe ich meine Eier vor dem Färben ausgeblasen und aus den Eiern ein Omelett und einen Kuchen gezaubert. Ob das Ei ausgeblasen ist oder nicht, macht beim Färben aber keinen wirklichen Unterschied. Wichtig ist, dass das Ei vor dem Färben einmal mit Essig abgerieben wird. Das sorgt dafür, dass die Farbe besser aufgenommen wird und entfernt obendrein den unansehnlichen Stempel auf dem Ei.

Die Herstellung der Farben:

Für jede der Farben ein Glas (ich habe Weckgläser genommen) bereitstellen. Anschließend mit der Herstellung beginnen.

Rot: 3-4 Rote Beete kleinschneiden und etwa 20 Minuten mit etwas mehr Wasser aufkochen lassen, als in das gewünschte Glas passt. Anschließend in das Glas abgießen und die Eier hineingeben.

Lila: Fliederbeersaft in ein Glas geben – fertig ist die Farbe!

Helles Lila: Entweder Sud aus Heidelbeeren kochen oder einfach Heidelbeersaft in ein Glas füllen. Ich habe Heidelbeersaft genommen – mit ausgekochten Heidelbeeren (können auch TK sein) geht es, denke ich, etwas besser.

Grün: Spinat aufkochen (ich habe 100 Gramm genommen, empfehle aber auf 200-300 Gramm aufzustocken, damit das Ergebnis intensiver wird) und anschließend pürieren – danach noch einmal kurz aufkochen lassen und anschließend durch einen Kaffeefilter oder Sieb in das Glas abgießen.

Gelb: Ich habe 35 Gramm Kurkuma über 20 Minuten aufkochen lassen und anschließend in das Glas gefiltert. Man kann wohl auch frischen Kurkuma nutzen, der war in meinem Supermarkt allerdings nicht verfügbar.

Wenn alle Farbsude fertig sind, können die Eier hineingegeben werden. Sollen die Farben etwas intensiver werden, kann man auch noch etwas Pottasche dazugeben. Ich habe keine benutzt. Will man ein paar Ornamente auf die Eier bekommen, kann man Blätter oder andere Formen auf die Eier legen und sie mithilfe einer alten Nylonstrumpfhose fixieren.

Da jeder Sud sich etwas anders verhält, ist es am besten, wenn man immer mal schaut, wie weit das Färben vorangegangen ist und die Eier dann entnimmt, wenn sie die gewünschte Farbe haben. Ich habe meine Eier gegen Mittag in den Sud gegeben und am Abend entnommen.

Das Ergebnis:

Grundsätzlich finde ich, dass die Farben auf den weißen Eiern besser zur Geltung kommen. Von dem Rote-Beete-Rot hätte ich mir etwas mehr erwartet, weil der Sud richtig schön dunkelrot war – hier würde ich es beim nächsten Mal mit Pottasche probieren. Das Gelb der Kurkuma-Eier ist richtig schön natürlich und kommt sowohl auf dem weißen, als auch auf dem braunen Ei toll zur Geltung. Das Spinat-Grün ist etwas blass, passt aber gut in Ensemble hinein. Das Heidelbeer-Ei ist leicht marmoriert geworden – gefällt mir sehr gut. Mein Favorit ist allerdings das Fliederbeer-Ei mit seinem schönen dunklen Lila!

Von meinen Eiern mit Muster bin ich leider nicht so begeistert. Die Umrisse der Blätter kommen zwar sehr schön raus, aber die Form gefällt mir nicht so gut. Daher: Daumen hoch für die Technik – meine Umsetzung hingegen war etwas überarbeitungswürdig.

Von links nach rechts:
Rote Beete-Eier, Fliederbeer-Ei, Spinat-Eier, Kurkuma-Eier (einmal auf weißem Ei, einmal auf braunem Ei) und das Heidelbeeren-Ei!

Viel Spaß beim Nachbasteln und frohe Ostern!

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