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WAT MOI – unsere Schlüsselbänder vom Drachensee

Bist du hier gelandet, weil du in den letzten Tagen ein Schlüsselband mit der Aufschrift „neue-Etage.de“ in die Hand gedrückt bekommen hast und fragst dich jetzt, was das wohl ist, diese „neue Etage“? Dann erstmal herzlich Willkommen in unseren virtuellen vier Wänden. Komm rein und mach’s dir bequem – die Schuhe kannst du anlassen!

Hier wohnen Henning, Julia, Aenne und ich – Johanna. Wir bloggen auf dieser Seite für die Wohnungsbaugenossenschaften in Schleswig-Holstein. Vor etwa einem Jahr sind wir hier eingezogen und berichten seitdem über das Leben und Wohnen in den Genossenschaften und über alles, was hier im Norden sonst noch so los ist. Schau dich gern um – von DIYs, über Rezepte und Ausflugstipps bis hin zu Homestories aus den Genossenschaften gibt’s hier einiges zu entdecken!

Falls du uns schon kanntest, und dich jetzt fragst, um was für Schlüsselbänder es geht: wir haben für eine kleine Promotion-Aktion Schlüsselbänder für die „neue Etage“ anfertigen lassen. Und zwar nicht irgendwelche!

Unsere Schlüsselbänder wurden von den Mitarbeitern des Kieler Labels „WAT MOI“ gefertigt – und das ist ein ganz besonderes Label, welches aus der Kunsthandwerks-Werkstatt der Stiftung Drachensee hervorgegangen ist. Hier arbeiten Menschen mit verschiedenen Behinderungen zusammen und fertigen, im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten, Schönes für Daheim.

Normalerweise entstehen bei „WAT MOI“ (was auf Niederdeutsch übrigens „wie schön“ bedeutet) Artikel aus der hauseigenen Kollektion, wie zum Beispiel Kirschkernkissen in Form von Meerestieren, Beutel und Taschen, bestickte Kissen oder praktische Alltagshelfer aus Filz, wie einen Tropfstopper für Weinflaschen. Diese werden direkt über die Stiftung Drachensee und auf Weihnachts- und Kunsthandwerksmärkten und Messen vertrieben. Manchmal werden aber auch Auftragsarbeiten wie unsere Schlüsselbänder angenommen.

Wie unsere Schlüsselbänder entstehen, habe ich mir direkt mal angesehen. Die Werkstatt für Textilarbeit liegt an der Hamburger Chaussee in einem hellen Neubau. An einem langen Tisch sitzen die Mitarbeiter und gehen ihren Arbeiten nach, einige laufen umher und suchen sich ihre Werkstücke zusammen. Die Atmosphäre ist entspannt aber konzentriert.

Geleitet wird die Werkstatt für Textilarbeit von Kunst- und Kulturpädagogin Rebecca Kies, die mich begrüßt und herumführt. „Euer Auftrag ist für uns schon echt ein großes Ding.“ sagt sie. Insgesamt 2000 Schlüsselbänder haben wir bei ihr und ihren Mitarbeitern geordert, die anschließend im Land verteilt werden sollen. „Bei so großen Aufträgen ist es ganz wichtig, dass wir uns das gut einteilen„, sagt sie. Denn die Arbeitsabläufe sollen nicht zu einer stumpfen Fließbandarbeit werden, sondern trotzdem noch abwechslungsreich für die Beschäftigten sein.

Für unsere Schlüsselbänder hat ein Design aus grauem Filz mit bedrucktem Segeltuch das Rennen gemacht. Nachdem alle Bestandteile geordert wurden, schaut Rebecca Kies zusammen mit den Mitarbeitern, welche Arbeitsschritte nötig sind und für ihr Team gut realisierbar sind.

Denn jeder hier hat andere Talente und kann im Rahmen seiner oder ihrer Fähigkeiten am Schaffensprozess teilhaben. So wird gerade gegrübelt, in welcher Reihenfolge die zu setzenden Nähte am meisten Sinn ergeben.

Da will ich nicht weiter stören und schaue mich auf eigene Faust in der Werkstatt um. Ich lande bei Frau F., der ich ein wenig über die Schulter schauen darf.

Sie fertigt gerade die Augen für „Frau Müller“ und „Herrn Schmidt“ – Kirschkernkissen in Form von Meerestieren. Diese entstehen aus Filzkugeln, die ihre Kollegin aus Wolle und Seifenlauge gemacht hat. Damit ein Auge draus wird, stopft Frau F. mit einer kleinen Nadel erst weiße und dann schwarze Wolle in die kleine, graue Kugel. Fertig ist das Kullerauge.

„Frau Müller“ wird noch zugeschnitten – ihr Kumpel „Herr Schmidt“ ist schon fertig!

… und so entstehen die Augen für die wärmenden Meeresbewohner.

… erst weiße Wolle, dann schwarze Wolle – fertig ist das Kullerauge!

Sie findet es besonders schön, dass es hier in der Werkstatt so viel Platz gibt und sie so konzentriert arbeiten kann. Im Sommer wechselt sie dann wieder ins Eiderbad in Hammer, welches seit einigen Jahren auch in der Hand der Stiftung Drachensee ist.

Frau F. ist sehr stolz auf die Arbeiten, die hier in der Textilwerkstatt entstehen und führt mich noch etwas herum.

Es gibt hier viel zu sehen: schöne Anhänger, Osterlämmer und farbenfroh bestickte Kissen. Und dann ist auch schon Mittagspause und alle Mitarbeiter verkrümeln sich zum Essen. Ich verabschiede mich noch schnell von Frau F. und ihren Kollegen und schwupp, sind alle ausgeflogen.

Da bleibt mir nur noch DANKE zu sagen bei Rebecca Kies und ihren Mitarbeitern für diesen tollen und lebendigen Einblick in die Arbeit der Stiftung Drachensee. Ein wirklich tolles Projekt.

Mehr über die Stiftung Drachensee erfahrt ihr hier.

Wenn ihr einen Einblick in die Werkstattarbeit bekommen möchtet, empfehle ich euch dieses Video vom NDR.

Über unsere weiteren Beiträge halten wir euch jederzeit auf Facebook und Instagram auf dem Laufenden.

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