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HOMESTORY: Auf einen Kaffee mit Birte

Juchhu, es ist mal wieder Zeit für einen Beitrag aus meiner Lieblingskategorie „Homestory“. Diesmal habe ich Birte und Hayo in ihrer Wohnung der Baugenossenschaft Hansa in Kiel besucht. Die Genossenschaft ist eine der kleinsten der Genossenschaften hier im Norden und wurde 1936 gegründet. Aktuell hat sie circa 600 Mitglieder und Wohnungen im Kieler Zentrum, in Suchsdorf, Steenbek-Projensdorf und Hassee.

In einer dieser Wohnungen wohnen Birte und ihr Mann Hayo seit knapp einem Jahr. Bevor sie hier einzogen, haben sie schon über acht Jahre in einer Wohnung der Baugenossenschaft Hansa in der Lindenstraße gewohnt, die allerdings einem barrierefreien Neubau weichen musste. Nun haben sie in einer hellen, komplettsanierten 3-Zimmer-Wohnung aus den 50’er Jahren auf rund 73 Quadratmetern ein neues Heim gefunden.

Ich kenne Birte nun schon seit bummelig zwei Jahren. Damals habe ich sie über das Social Media Netzwerk Instagram kennengelernt, weil sie mir mit einer DVD zu meiner damaligen Lieblingsserie „Mad Men“ ausgeholfen hat. Aus einer „Danke-Waffel“ wurden regelmäßige Treffen zu Kaffee und Kuchen und Quizabende – jetzt durfte ich mit meiner Kamera zu Kaffee aus Mumin-Tassen und Kuchen bei ihr vorbeischauen und freue mich sehr euch ihre Wohnung zeigen zu dürfen, denn Birte hat, meiner Meinung nach, ein wunderbares Gespür für Einrichtung und Dekoration.

Birtes Einrichtungsstil ist geprägt von ihrer langjährigen Liebe zu Skandinavien – helle Farben, auf das Wesentliche reduziertes Interieur, natürliche Materialien wie Holz und Leinen und – ganz wichtig – viele Pflanzen. Ich finde, sie schafft es immer wieder die perfekte Balance zwischen Reduziertheit und Gemütlichkeit zu schaffen. „Ich mag Gegenstände und Möbel, die eine klare Form und eine klare Funktion haben und bei denen man merkt, dass ihr Designer sich Gedanken gemacht hat“ sagt sie. Dabei kann die Auswahl eines Neuzugangs für die Wohnung schon mal dauern, dafür legt Birte aber auch Wert drauf nur Dinge zu kaufen, die sie langfristig um sich haben möchte – wie zum Beispiel handgemachte Keramik und ausgewählte Designerstücke.

Birte und Hayo haben in ihrer Wohung etwa 50 Pflanzen – unter andrem diese Sukkulenten, die Birte in ihrem Brautstrauß hatte und anschließend eingeplanzt hat.

Manchmal muss es aber auch ganz schnell gehen: zum Beispiel wenn sich in den Kleinanzeigen mal wieder ein schöner Fund auftut, wie zum Beispiel ihr neuer Vertiko. Das gute Stück ist der Nachbau eines antiken Möbels und war für schlappe 70 Euro zu haben. Ich finde ihn wunderschön! Und auch Birte gesteht „der Schrank ist zur Zeit mein Lieblingsstück hier in der Wohnung„. Der Schrank hat seinen Platz im Esszimmer gefunden, wo zudem ein großer Esstisch zu geselligen Abenden mit Freunden einlädt.

„Ich mag Möbel, die ursprünglich sind. Die haben etwas ehrliches.“

Ebenfalls in den Kleinanzeigen hat Birte ihre Küchenstühle gefunden. Hayo hat sie anschließend abgeschliffen und neu lackiert. Den kleinen Küchentisch haben die beiden im Keller ihrer alten Wohnung gefunden, aufgearbeitet und weiß lasiert. So passt die Sitzecke perfekt zur Küche.

Der Hingucker ist hier allerdings die schwarze Wand über der Arbeitsfläche, von der sich die weißen Regale und die Küchenzeile abheben.

Für Birte dürfen Bücher und ganz, ganz viele Pflanzen in einer Wohnung nicht fehlen. „Ich freue mich sehr, dass Grünpflanzen endlich ihren spießigen Ruf losgeworden sind„, sagt Birte. So manch ein grüner Mitbewohner wurde sogar schon aus Dänemark importiert – wie zum Beispiel Birtes erste Pilea, die sich auf der hellen Fensterbank fleißig vermehrt.

Im Wohnzimmer schlägt dann das Herz von Design-Liebhabern höher. Hier tummeln sich der Schaukelstuhl von Vitra, die wunderschöne Grashooper-Lampe von Gubi und schöne Tische des dänischen Labels HAY – alles Lieblingsstücke, habe sich bei Birte und Hayo über die Jahre angesammelt. Das schlichte, weiße Regal dient als Ausstellungsfläche für Lieblingsstücke, wie einen alten Globus, schöne Bildbände und natürlich: Pflanzen. Auf einer kleinen Bar werden Hayos Whiskeys stilvoll präsentiert. Dazu spielt der Plattenspieler im Hintergrund den Soundtrack zu „Guardians of the Galaxy“.

Bei Kaffee und Kuchen schnacken wir darüber, was Birte an einer Wohnung wichtig ist „es muss einfach klick machen“ meint sie. An dieser Wohnung schätzt sie, dass sie durch die großen Fenster sehr hell ist und in einem schönen Viertel liegt. „Die Nähe zum Park war mir wichtig“ sagt Birte. Als sie im letzten Jahr aus der alten Wohnung in der Lindenstraße raus mussten, hat die Genossenschaft geschaut, dass jeder der alten Bewohner des Hauses eine Wohnung bekommt, in der er sich wohlfühlt. „Der Service war klasse“ sagt Birte – es wurde sich um Umzug etc. gekümmert. Auf dem freien Wohnungsmarkt undenkbar. Den guten Service bei den Genossenschaften schätzt Birte auch im Alltag „wenn man zum Beispiel Wasser im Keller hat, ruft man an und es kommt sofort jemand und kümmert sich„. Weitere Pluspunkte, die Birte zu schätzen weiß, sind die fairen Mietpreise und das lebenslange Wohnrecht.

Auf dem Couchtisch und auch im Rest der Wohnung finden sich eigentlich immer frische Blumen, die Birte am liebsten im Blumenladen um die Ecke kauft – zum Beispiel bei „Blattwerk“ im Knooper Weg. Einige von ihnen hängen aber auch hinter der Couch an der Wand – Birte hat sich nämlich von unserem minimalistischen Herbstkranz inpirieren lassen und ihn aus Eukalyptus und Heidekraut nachgebastelt.

Vom Wohnzimmer aus gelangt man auf den großen, sonnigen Balkon, der schon gemütlich für den Herbst hergerichtet wurde. Hier kann man im Sommer gemütlich sitzen, aber auch um diese Jahreszeit gut mit einem Käffchen die Herbstsonne genießen.

Weniger bunt präsentiert sich das Schlafzimmer – es ist bewusst ganz schlicht in weiß mit ein paar natürlichen Akzenten gehalten. Ich glaube, hier lässt es sich ganz wunderbar entspannen und schlafen. Nicht umsonst ist es eines meiner Lieblingsmotive aus dieser Homestory.

Ich hoffe, euch hat der Einblick in die Wohnung von Birte und Hayo gefallen!

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Wohnst auch Du in einer Genossenschaftswohnung und möchtest bei unseren Homestories dabei sein?

Dann melde dich gern bei mir 🙂

johanna@neue-etage.de

Ich freue mich auf deine Nachricht!

 

4 Responses
  • Katha
    November 1, 2017

    Liebe Johanna, irgendwie freue ich mich immer wieder über deine Artikel. Einfach weil sie so echt und du sind. Nur kommt die Begeisterung heut nicht auf, sondern geht ein wenig in der Standard-Instagram-Wohnung unter. Schön, na klar. Aber wann zeigt ihr hier mal das wirklich individuelle wohnen? Zudem scheint Birte sich ja doll bei dir inspiriert zu haben. Bitte, Bitte zeigt wieder mehr Echtheit auf der Neuen Etage!

    • Johanna
      November 6, 2017

      Hallo liebe Katha,

      vorweg: es freut mich sehr, dass dir unsere Artikel im Generellen gefallen. Schade, dass es in diesem Fall nicht so war.

      Ich kenne Birte nun seit ein paar Jahren im echten Leben und schon länger als das über Instagram. Sie wohnt schon seit Jahren skandinavisch inspiriert (schon bevor es „Trend“ wurde) und das einzige Möbel, dass Birte von mir „übernommen“ hat , taucht in dieser Homestory gar nicht auf. Generell würde ich eher sagen, dass ich mir vieles bei ihr abgeschaut habe, und nicht andersrum. 😉

      Wir würden gern mehr Einblicke in andere Wohnungen zeigen und euch Lesern eine größere Bandbreite an Wohnstilen präsentieren, allerdings ist es gar nicht so leicht Leute zu finden, die in Genossenschaftswohunungen wohnen und diese öffentlich zeigen wollen. Falls du selbst in einer genossenschaftlichen Wohnung wohnst, oder jemanden kennst, den ich besuchen darf, komme ich gern einmal vorbei 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Johanna

  • P. K.
    November 18, 2017

    Wenn Sie ehrlich wären, würden Sie zugeben, dass die Mehrheit unserer Genossenschaftswohnungen und deren Einrichtung nicht Ihrem Geschmack entspricht und Sie deshalb diese durchweg als internetfähig zu bezeichnende Wohnung unserer Nachbarin vorgestellt haben. Die Wohnung von Frau Berit ist mittlerweile des Öfteren im Internet zu finden und stellt in meinen Augen nur die breite Masse der jüngeren Generation dar. Schade, dass der Neuen Etage ihre eigentlichen Adressdaten anscheinend nicht wichtig sind und die Selbstdarstellung der Akteure im Mittelpunkt steht.

    Eine Mieterin aus der Hansastraße

    • Johanna
      November 19, 2017

      Guten Tag Frau P.,
      es ist so, dass wir nur Wohnungen vorstellen können, deren Mieter es auch zulassen, dass wir sie besuchen. Leider gab es auf unsere Aufrufe bisher nur sehr wenig Resonanz. Ich (Johanna) würde sehr gern auch eine größere Bandbreite an Genossenschaftswohnungen zeigen, um die verschiedenen Persönlichkeiten und ihre jeweiligen Wohnstile zu repräsentieren. Es ist allerdings nicht einfach Mieter zu finden, die ihre Türen öffnen wollen.
      Wenn Sie mögen, komme ich gern auch bei Ihnen oder einem ihrer Nachbarn für einen Bericht auf Kaffee und Kuchen vorbei. Ich würde mich sehr freuen!
      Mit freundlichen Grüßen!

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