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Mit Kinderwagen unterwegs: Diese Böden bringen’s.

Welche Untergründe sind eigentlich am besten geeignet, um den Nachwuchs in den ersten Lebensmonaten im Kinderwagen entweder gut zu unterhalten oder möglichst effektiv zu beruhigen? Schotter, Asphalt oder Kopfsteinpflaster: Was turnt Baby an und was macht schön schläfrig? Nach monatelangen praktischen Studien mit meinem Sohn habe ich die gängigsten Untergründe auf einer Skala von 0 (wirkungslos) bis 10 (top) bewertet.

Asphalt

Der Musikantenstadel unter den Bodenbelägen: Ewig gleiche Langeweile, die man als Schieber oder Schieberin schnell nicht mehr hören oder sehen kann und bei der man sich unterwegs permanent fragt, warum man sich das eigentlich gerade antut. Aber: Was für Eltern die totale Ödnis ist, ist es oft auch für das Baby. Und Langeweile macht schläfrig. Fazit: Nicht meine Top-Wahl, aber die Einschlaf-Chancen stehen nicht schlecht.

Entertainment: 0

Beruhigung: 5

 

Sand

Perfekt für junge Eltern, die körperlich nicht ausgelastet sind: Je nach Reifentyp und -größe mühevolles Schieben mit der permanenten Gefahr, irgendwo stecken zu bleiben. Treibsandmäßig bei Trockenheit, Matschwüste bei oder nach Regen. Entweder so gleichförmig, dass es für den Schlaf des Babys nur mit Einschränkung effektiv ist (siehe Asphalt). Oder durch ewiges Festfahren so ruckelig, dass Kind und Eltern gleichermaßen genervt sind.

Entertainment: 0

Beruhigung: 5

 

Kopfsteinpflaster

Eigentlich zu viel Geruckel zum sanften Einschlafen, aber genau richtig für hellwache Babys mit Hang zum Kirmes-Erlebnis. Unser Sohn fand’s jedenfalls meistens super: Keuchende Eltern knattern den mittelgut gefederten Wagen mühsam über den Parcours, der Himmel bewegt sich wild und die eigenen entspannten Körperteile schlackern munter hin und her. Bestimmt nichts für jeden, aber für unser Baby Top-Unterhaltung.

Entertainment: 9

Beruhigung: 0

Platten oder Pflastersteine

Ein schöner Mittelweg. Insgesamt ein angenehmes Gleiten, das je nach Plattengröße in kurzen, sehr kurzen oder sehr sehr kurzen Abständen von sanftem Gehuppel unterbrochen wird. Einziger Nachteil: auf Dauer etwas gleichförmig für Kind und Schieber. Aber toll als Stil-Element, dass etwas Abwechslung zum Beispiel zwischen Kopfsteinpflaster-, Schotter- oder Asphalt-Passagen bringt.

Entertainment: 5

Beruhigung: 6

 

Kies oder Schotter

Ein weites Feld. Wirksamkeit und Effekt hängen stark von Körnung, individueller Beschaffenheit des Materials und Dicke der Kies- bzw. Schotterschicht ab. Meiner Erfahrung nach sind ungleichmäßig abgerundete Steine mittelgroßer Körnung optimal. Je feiner die Körnung, desto eher fährt man den Wagen fest. Je größer, desto eher holpert es zu intensiv. Am besten hat sich bei unserem Sohn großzügig verteilter Schotter auf lehmigem Untergrund bewährt. Aber dazu kommen wir noch.

Entertainment: 4-6

Beruhigung: 2-4

 

Gras bzw. Rasen

Unser Notfall-Joker. Bei viel Geschrei und Gequengel und wenig Zeit, um durch den Wald zu schieben, ging Rasen immer: Ein paar Runden durch den benachbarten Park oder auch nur über die Rasenfläche hinterm Haus wirkten meist Wunder. Die Kombination von gefedertem Untergrund und Unebenheiten, die für ein unregelmäßiges aber sanftes Schaukeln sorgen, waren immer eine sichere Sache.

Entertainment: 3

Beruhigung: 8

 

Wald- bzw. Spazierweg

Der unangefochtene Renner meiner Kinderwagenschiebe-Karriere: Der Grüngürtel in unserem Viertel ist von Wald- und Spazierwegen mit der perfekten Mischung durchzogen: fester, aber leicht nachgiebiger Untergrund (Lehm), der von sanften Unregelmäßigkeiten durchzogen ist (Bodenwellen, Wurzeln, Kies, Steine). Die Folge: Keine stereotypen Wiederholungen, sondern immer wieder überraschendes Geschunkel unterschiedlicher Härtegrade, abgelöst von ruhigen Passagen. Für unser waches Baby bestes Entertainment, für das erschöpfte Baby die perfekte Einschlafhilfe.

Entertainment-Faktor: 10

Beruhigungsfaktor: 10

Habe ich einen Untergrund vergessen? Wie sind eure Erfahrungen? Schreibt’s mir in den Kommentaren.

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