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Ein halber Liter ist nicht genug

Ich bin ein chronischer Zu-wenig-Trinker. Seit Jahren. Das muss sich ändern. Wasser wird nich umsonst „Quell des Lebens“ genannt. Das hat schon seinen Grund, denn ohne Wasser läuft unser Organismus nicht rund. Man ist weniger leistungsfähig und fühlt sich schlapp. Also auf in eine Woche Selbsttest: mit welchen Strategien kann man sich selbst dazu animieren mehr Wasser zu trinken? Was ist praktikabel, was eher umständlich? Ich habe für euch einmal Tagebuch geführt:

Tag 1 – Zettelwirtschaft:

Es ist 14:34 und ich sitze am Schreibtisch. Neben mir steht meine Kaffeetasse, die ich heute bestimmt schon drei oder vier Mal aufgefüllt habe. Aber Wasser habe ich bis jetzt noch keinen einzigen Schluck getrunken. Und genau das passiert mir nicht nur heute, sondern ständig. Ich vergesse schlichtweg zu trinken. Und das obwohl ich weiß, dass zu wenig Wasser dem Körper nicht gut tut und man mit zu wenig Wasser pro Tag weniger Leistung erbringen kann. Und gerade jetzt im Sommer ist es doch so unglaublich ist wichtig gut hydriert zu sein. Ich weiß das alles und ich merke es auch an meinem Kreislauf. Aber trotzdem trinke ich bei weitem nicht genug. Manchmal nur etwa einen halben Liter am Tag.

Also habe ich mal den Buschfunk angeworfen und in meinen Freundeskreis gefragt „Gibt’s Tricks, mit denen man einfach mehr trinkt?!“.

Ja, die gibt es. Viele sogar. Ich mache mir eine Liste und streiche weg, wovon in schon vor Beginn dieses Experiments weiß, dass das nicht klappen wird. Darunter zum Beispiel die Strichliste. Einen Strich pro Glas, um den Überblick zu behalten. Das ist nichts für mich. Genauso kann ich mir nicht vorstellen, dass eine besonders schöne Flasche mich noch eher dazu bringt etwas zu trinken.

Für diesen ersten Tag fällt meine Wahl darauf in der ganzen Wohnung Post-It-Zettel aufzuhängen, die mich ans Trinken erinnern sollen. Gesagt, getan! Mal schauen, was das bringt.

Tag 2 – Markierungen:

Die Zettelchen hatten einen Effekt, der gegen Null geht. Ich sehe das Zettelchen, denke „oh, trinken!“ und habe es im nächsten Moment wieder vergessen. Weil ich heute den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen werde, probiere ich aus mir Striche auf meine Wasserkaraffe zu machen, die mir anzeigen bis wann ich wieviel getrunken haben soll. Dazu gibt’s noch etwas Geschmack ins Wasser. Das soll auch helfen. Ich entscheide mich für Minze und Zitrone und stelle mir die markierte Karaffe an den Arbeitsplatz. Das klappt bisher sehr gut und die erste Karaffe ist gleich leer, danach wird einmal nachgefüllt. So trinke ich von morgens bis abends kontinuierlich.

Tag 3 – Unterwegs:

Heute und die kommenden Tage werde ich viel unterwegs sein. Da kann ich meine lieb gewonnene Karaffe nicht dabei haben, sie soll heute mal durch eine App ersetzt werden. „Hydro“ heißt mein Begleiter für heute – eine kostenlose App, die es sowohl für Android, als auch für Apple gibt. Zu allererst möchte die App mein Gewicht und meine Körpergröße wissen, daraus berechnet sich am Ende die Menge an Wasser, die getrunken werden soll. Alles, was an Flüssigkeit aufgenommen wird, teilt man der App mit. Zusätzlich erinnert sie einen in regelmäßigen Abständen daran, dass man trinken sollte. Eine nette Idee, die bei mir aber gar nicht zieht, es ist ähnlich wie mit den Zettelchen – ich sehe die Nachricht und trinke dennoch nichts. Zumal sie zwischen anderen Benachrichtigungen regelmäßig untergeht.

Tag 4 – Digitale Helfer:

Neuer Tag unterwegs, neue App. Ich gebe nicht auf und gebe noch einer der vielen Trink-Apps eine Chance. „Mein Wasser“ heißt sie und funktioniert ähnlich wie „Hydro“. Ich gebe an, was ich trinke und die App zeigt mir direkt wieviel Prozent meines Tagesbedarfs ich bereits getrunken habe. Nach zwei Kaffee am Morgen und einem kleinen Saft bin ich schon bei 24% meines Tagesbedarfs. Dazu gibt mir die App Tipps zum Thema trinken, wie „Das Gehirn und Gefäße funktionieren bei Wassermangel schlechter. Halte den Wasserhaushalt stabil, um es zu vermeiden.“ – danke für die Info! Dazu gibt es ein Belohnungssystem, dass dazu animieren soll Tagesziele zu erreichen.

Tag 5 – ich werde besser:

Ich bin immer noch viel unterwegs und nehme, weil es gestern so gut geklappt hat, wieder die App „Mein Wasser“ mit. Ich finde, dass sie ein bisschen wie meine Karaffenstriche ist – nur halt in digital. Mein Tagesziel habe ich am Ende zum zweiten Mal erreicht und die kleinen Tipps am Rande motivieren zusätzlich.

Tag 6 – Karaffe vs. App:

Wieder daheim am Schreibtisch. So gut es die letzten Tage mit der App geklappt hat, habe ich doch meine Wasserkaraffe mit den Strichen drauf ein bisschen vermisst. Bei der muss man nicht ständig mit dem Handy rumhühnern und sieht direkt woran man ist. Ich glaube, sie bleibt mein Favorit, dass das Handy mich aber auch zwischendurch mal dran erinnert einen Schluck zu trinken, ist gar nicht schlecht.

Tag 7 – das Fazit:

Es gibt nicht den einen Weg, um genug zu trinken. Ich glaub‘ jeder tickt da anders, aber ich fand zum einen die Sache mit den Strichen auf der Karaffe (die werden als nächstes mit dem Permanentstift fixiert) super, andererseits hat mir unterwegs „Mein Wasser“ echt gute Dienste geleistet. Und ich muss sagen, nach nun mehreren Tagen in Folge, an denen ich genug getrunken habe,  fühle ich mich tatsächlich wacher und fitter. Bis das ganze zur Routine wird, könnte es noch ein wenig dauern, aber ich glaube, so wie es gerade läuft, bin ich auf einem guten Weg.

Was sind eure Tricks um genug zu trinken?

 

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