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Liebling, ich habe die Fenster gesaugt.

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Fenstersauger im Test. Fensterputzen mit Schwamm, Lappen und Abzieher ist keine meiner Lieblingsarbeiten. Mühsam, langwierig und hinterher stehen – zumindest bei mir – die Fensterbänke regelmäßig unter (Schmutz-)Wasser. Jetzt hat mir ein Bekannter gesteckt: Der Mann von Welt putzt nicht mehr Fenster, er saugt. „Seit wir diesen neuen Fenstersauger haben, benutze ich den auch einfach mal so zwischendurch“, so mein Bekannter. „Zur Entspannung.“ Klingt exzentrisch. Das will ich auch probieren.

Die Auswahl ist riesig: Fast jeder Anbieter im Bereich Haushalt und Reinigung scheint mittlerweile Fenstersauger im Angebot zu haben: von AEG und Black&Decker bis zu Leifheit, Vileda oder Vorwerk gibt es zahllose Modelle. Meine Wahl fällt auf den WV 2 Plus von Kärcher. Der wirkt auf mich wie ein solides Mittelklasse-Modell ohne viel Schnickschnack und ist außerdem im Baumarkt meines Vertrauens gerade für 44,95 Euro im Angebot. Also: An die Fenster, fertig, los.

Der Start

Der WV 2 Plus besteht eigentlich aus zwei Geräten: dem Akku-betriebenen Fenstersauger und einer Sprühflasche für die Reinigungsflüssigkeit inklusive Wischer-Aufsatz. Beides muss nach dem Auspacken erst noch zusammengesteckt werden. Das ist aber so selbsterklärend und einfach, dass ich die beiliegende Schnell-Anleitung nicht gebraucht habe. Einzig das Bespannen des Aufsatzes mit dem Mikrofaser-Wischer fand ich ein bisschen fummelig. Ansonsten: easy.

Vorbereitung

Sobald der Akku des Saugers über das mitgelieferte Ladekabel komplett aufgeladen ist (nach ca. 2 Stunden), muss ich noch die Sprühflasche füllen. Dazu ist bereits ein Päckchen Glasreiniger-Konzentrat enthalten, das man einfach mit Wasser auffüllen kann. Kärcher empfiehlt zwar ausschließlich die Verwendung dieses hauseigenen Konzentrats, aber laut diverser Erfahrungsberichte im Netz ist auch die Verwendung von anderen Glasreinigern kein Problem.

Handhabung

Sprühflasche an den Start und los: Erst sprühe ich das Fenster mit dem Glasreiniger ein und putze die Scheibe mit dem Mikrofaser-Wischer. Anschließend Geräte-Wechsel: Fenstersauger anknipsen und mit der 28 cm breiten Gummilippe die Scheibe abziehen. Dabei saugen Düsen unterhalb der Lippe das Schmutzwasser sauber von der Scheibe. Nichts läuft, nichts tropft. Der Sauger liegt angenehm in der Hand, ist mit knapp 600 g leicht genug für längere Putz-Aktionen und der Motor surrt angenehm dezent.

Sauberkeit

Nach ein paar Minuten Übung steuere ich den WV 2 Plus so locker und souverän über die Scheiben, als hätte ich mein Leben lang nichts anders getan. Das Ergebnis ist absolut überzeugend: keine Flecken, keine Schlieren, keine Streifen. Das funktioniert übrigens auch an Spiegeln, in Duschkabinen und auf Glastischen. Bei stärkeren Verschmutzungen ist es allerdings schlau, den groben Dreck vorher mit einem Schwamm zu lösen. Obwohl meine Fenster auch vor der Reinigung eigentlich noch ganz o.k. aussahen, war das abgesaugte Schmutzwasser fast schwarz. Schockierend.

Ausdauer

Die von Kärcher angegebenen 25 Minuten Akkulaufzeit hat der Sauger in meinem Test nicht geschafft. Nach etwas über 15 Minuten Dauerbetrieb war Schluss. Fenstersauger-Experten im Netz rechnen pro Fensterseite mit einer Minute Reinigungszeit. Damit würde eine Akkuladung mit Glück für acht Fenster reichen (innen und außen). Das ist immer noch o.k. und mein Eindruck war, dass das mit etwas Übung sogar noch schneller geht.

Kritikpunkte

Beim Abziehen erfordert die seitliche Ausrichtung der Gummilippe etwas Übung: Wenn man sie nicht exakt an den Fensterdichtungen entlang führt, gibt’s dort einen kleinen, aber unschönen Rand. Das ist allerdings nicht weiter komplex: Ich hatte den Dreh nach zwei Versuchen raus. Etwas unpraktisch wird’s bei Fensterbänken: Beim Abziehen von oben nach unten muss man den Sauger nach vorne kippen, sobald der untere Teil an die Fensterbank stößt. Dadurch können die Saugdüsen unterhalb der Gummilippe die Flüssigkeit nicht mehr sauber von der Scheibe saugen. Ich habe den unteren Rand also zum Schluss imer noch einmal quer abgezogen. Auch das geht allerdings problemlos ohne Streifen.

Gesamteindruck

Kein Gematsche, keine nassen Hände und keine Dreckwasser-Seen auf der Fensterbank. Dafür streifenfreie Scheiben in Rekordzeit. Mich hat der WV 2 Plus voll überzeugt. Nicht so sehr, dass ich ihn – wie mein Bekannter – mal zwischendurch zur Entspannung benutzen würde. Aber ich werde mit Sicherheit in Zukunft in deutlich kürzeren Abständen als bisher unsere Fenster putzen … ich meine natürlich: saugen.

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