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Das kleinste Kartoffelbeet der Stadt

Um eigene Kartoffeln zu ernten braucht es keinen Garten. Das geht auch in jedem größeren Blumentopf, Eimer oder in einer Kiste – was immer euer Balkon zulässt. Außerdem braucht ihr 15 – 20 Liter torffreie Erde und – je nach Größe des Pflanzgefäßes – eine Handvoll oder mehr vorgekeimte Kartoffeln eurer Lieblingssorte. Das können auch welche sein, die ihr aus welchen Gründen auch immer, vergessen habt zu essen. So wird aus denen über den Sommer ganz leicht noch erst etwas Zauberschönes und dann was Leckeres.

Pflanzzeit für Kartoffeln im Garten ist ja eigentlich Ende April/ Anfang Mai, aber auf dem Balkon könnt ihr es auch jetzt noch machen – abgesehen davon war es ja dieses Frühjahr lange so kalt, dass sich sowieso alles ein bisschen nach hinten verschoben hat.

Als erstes füllt ihr den Boden des Topfes ein paar Zentimeter mit Erde und setzt eure gekeimten Kartoffeln mit etwas Abstand zueinander hinein. Dann vorsichtig gut mit Erde bedecken bis nichts mehr von ihnen zu sehen ist, dabei nichts andrücken. Die Keime dürfen nicht brechen. Die nächsten Tage die Erde feucht, aber nicht nass halten.

 

 

Jetzt heißt es, ein bisschen Geduld zu haben. Je nach Temperatur dauert es zwischen fünf und zehn Tagen, bis sich die ersten grünen Blättchen das Licht durch die Erde suchen. Sobald sie gut sichtbar sind, bedeckt ihr sie wieder komplett mit Erde. Klingt vielleicht etwas brutal, macht ihnen aber nichts aus. Diesen Vorgang – inklusive wässern – wiederholt ihr so oft, bis euer Gefäß bis oben mit Erde gefüllt ist. Die Blätter werden dabei immer kräftiger, es entwickeln sich außerdem Stielansätze.

 

 

 

Über den Sommer wird aus dem häßlichen kleinen Entlein eine luftigweiße Staude mit vielen Blüten, die wie kleine Sterne strahlen und gute Laune verbreiten. Vielleicht habt ihr auch eine Sorte erwischt, die rosa oder lila blüht.

 

 

Irgendwann ist die ganze Pracht vorbei. Und das ist dann schon eine harte Zeit, denn ihr müsst zusehen, wie Blüten, Blätter und alles vertrocknen. Ein bisschen zu gießen schadet trotzdem nichts. Wenn euer Topf allmählich so aussieht als hättet ihr Stroh gezüchtet, ist das ein gutes Zeichen: Erntezeit! Am besten nehmt ihr beide Hände und grabt vorsichtig nach den Goldnuggets, die sich wundersam vermehrt haben. Allein das Aroma, das sie verströmen, wenn sie aus der Erde kommen! Natürlich sind das die leckersten Kartoffeln der Stadt. Ich mag sie am liebsten mit Schale, gebraten in einem kräftigen Olivenöl und nur mit Meersalz bestreut. Darauf freue ich mich jetzt schon.

 

 

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