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Durch Lübeck mit Jenny

Wer uns bei Instagram folgt, der wird schon mitbekommen haben, dass ich mich letzte Woche nach Lübeck begeben habe – was ich dort unternommen habe, erfahrt ihr jetzt. Von Kiel aus ging es mit der Regionalbahn ganz entspannt entlang an Plön und Bad Schwartau zum Lübecker Hauptbahnhof. Dort wurde ich von Jenny abgeholt. Sie ist in Lübeck aufgewachsen und – im Gegensatz zu vielen anderen aus ihrem Jahrgang – dort geblieben. Aus Überzeugung. Sie liebt die Stadt und hat mich mitgenommen durch alte Gassen bis hin zum Hansemuseum, wo altes Fachwerk moderne Architektur trifft.

Unser Treffen stand wettertechnisch unter einem ganz schlechten Stern. Es waren eher herbstliche Temperaturen, Wind und ganz viel Regen angesagt. Aber als norddeutsche hat uns das natürlich nicht abgehalten. Unser Mut wurde netter Weise belohnt – der Spaziergang über die Altstadtinsel wurde von der Sonne begleitet und der Regen kam nur dann runter, wenn wir eh im Trockenen waren.

Ich war schon ewig nicht mehr in Lübeck, ein Ausflug stand aber schon länger auf meiner was-ich-am-Wochenende-mal-machen-will-Liste. Wie sich jetzt herausstellte: viel zu lange, denn Lübeck ist definitiv einen Trip wert. Die Altstadt mit ihren vielen kleinen, windschiefen Häusern und kleinen Lädchen hat einen tollen Charme. Vom Bahnhof aus sind Jenny und ich erstmal über den Stadtgraben, der die gesamte Altstadtinsel umringt, zum Wahrzeichen der Stadt gegangen: zum Holstentor. Schief und krumm steht es da und zieht scharenweise Besucher an.

Dahinter zieht sich die Trave durch die Altstadtinsel Lübecks, zur rechten, am Beginn der Obertrave, stehen die alten Salzspeicher, die, wie Jenny mir erzählt, Lübeck im Mittelalter zu Reichtum verhalfen. Von hier aus wurde Salz aus dem heutigen Niedersachsen bis nach Skandinavien verschifft. Von hier aus, entlang an der Trave, hat man eine schönen Blick rüber auf’s Traveufer – im Sommer, bei gutem Wetter sollen sich hier die Leute tummeln, wir haben die Ecke mehr oder weniger für uns. Der laut Jenny beste Bäcker der Stadt, die Engelsbäckerei in der Großen Petersgrube hat an diesem Tag leider keine Leckerei für uns, da gerade Ferien sind. Also laufen wir weiter – auf zur Petrikirche. Vom Turm dieser Kirche hat man einen phänomenalen Blick über die ganze Stadt mit ihren kleinen Häusern und großen Kirchtürmen – ingesamt sind es sieben Stück – der auf dem wir stehen inklusive. Von hier aus zeigt mir Jenny, wo es uns an diesem Tag noch hinverschlagen wird. Die Lübecker Altstadt ist nicht gerade groß, somit ist alles sehr schnell zu Fuß erreicht. Unsere nächsten Ziele sind der Marktplatz, der Lübecker Dom und später noch das europäische Hansemuseum – bzw. das dort angeschlossene Café. Erstmal lassen wir uns aber noch ein paar Minuten lang den Wind um die Nase pusten.

  Dann geht es weiter zum Marktplatz, wo in der Vorweihnachtszeit der berühmte Lübecker Weihnachtsmarkt stattfindet. Auch wieder so eine Sache, die ich mir seit Jahren vornehme und die ich am Ende dann doch nicht mache. Jetzt wo ich aber weiß, wie schön dieser Platz aussieht, könnte ich mich diesen Winter vielleicht aufraffen. Wer weiß? Erstmal darf aber gern der Sommer kommen 😉

Ein paar Gassen später stehen wir auch schon vor dem imposanten Dom der Stadt. Von innen ist er weiß gekalkt, was den riesigen Gewölben eine völlige Leichtigkeit verleiht. Hier finden immer mal wechselnde Ausstellungen im hinteren Teil des Baus statt. Vom Mühlenteich aus kann man ihn noch einmal in voller Schönheit betrachten. Vom vielen Laufen bekommen wir allerdings langsam Hunger und nehmen Kurs auf „Fräulein Brömse“ ein kleine Café am Hansemuseum. Auf unserem Weg dorthin geht es wieder durch schöne kleine Straßen und entlang der Hüxstrasse, mit kleinen Geschäften und Restaurants.Bei „Fräulein Brömse“ kommen wir gerade noch rechtzeitig vor dem Regen an. Hier gibt es leckere Kleinigkeiten und unfassbar gute Kuchen. Und während der Regen gegen die Scheibe prasselt reden wir über Lübeck und darüber, dass die Wohnungen in den schiefen kleinen Häusern von innen mindestens genauso schief sind. Das Deckenhöhen dort manchmal auch ziemlich niedrig sein können und über Flohmärkte, die guten Handtaschen aus dem Hause Freitag und was Jenny sonst noch so macht. Und schon ist es viel zu spät und wir müssen uns wieder auf den Weg machen.

Wir schauen noch kurz am Burgtor vorbei und machen kurz Halt am Buddenbrookhaus, dass ich noch von früheren Schulausflügen her kenne. Und dann heißt es auch schon wieder Tschüss sagen. Tschüss Jenny, Tschüss Lübeck und leider auch Tschüss Sonne, denn wie auf Befehl fängt es an aus Kübeln zu Regnen. Aber ich freue mich schon auf ein Wiedersehen.

Wenn ihr noch mehr schöne Bilder sehen wollt, findet ihr diese auf Jennys Instagramkanal Alltagserfinderin und wenn Ihr auch aus einer hübschen Stadt hier im Norden kommt, in der Ihr für mich den Stadtführer spielen wollt, dann lasst es mich wissen und bewerbt euch gern!

 

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