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Hängende Frühlingsgärten aus Japan

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Hallo und Moin Moin,
Endlich ist er da, der Frühling! Was mit zaghaften kleinen Winterlingen und Schneeflöckchen begonnen hat, mausert sich langsam zu einem herrlichen Frühling mit Sonne und dem ersten Vogelgezwitscher. Damit sich das bunte Treiben nicht nur vor unseren Wohnungstüren abspielt und uns auch schlechtes Wetter nicht die Laune verdirbt, durfte ich zusammen mit unserem Partner „1000 Gute Gründe“ vor ein paar Wochen ein tolles Do-It-Yourself Projekt für den Frühling realisieren: hängende Frühlingsgärten mit bunten Frühblühern.

 

Die Basis für diese DIY-Idee kommt aus Japan und hat dort bereits eine jahrhundertelange Tradition. „Kokedama“ nennt man diese Technik Pflanzen einzuwickeln. Das bedeutet „Moosball“ und war ursprünglich als der „Bonsai der armen Leute“ bekannt. Man umwickelte einfach die Wurzeln von kleinen Bäumen und anderen Pflanzen mit etwas Erde, Moos und Draht und legte das Gebilde in eine Schale.

Das war dem Designer Fedor van der Valk zu langweilig. Er hängte die Moosbälle für eine Kunstinstallation einfach auf – und siehe da: es steht ihnen verdammt gut! Ein Trend wurde geboren. Gehängt werden kann eigentlich alles, was in die Bällchen passt. Von der Sukkulente bis zum Asparagus sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Wer jetzt denkt, dass das bestimmt ganz kompliziert ist, wird jetzt mal eben vom Gegenteil überzeugt. Es geht nämlich ratzfatz, ist ganz einfach und kann ganz wunderbar in der Wohnung oder aber auch auf dem Balkon aufgehängt werden.

 

 

Wen ich jetzt schon in Bastellaune gebracht habe, der sollte schnell in den nächstbesten Gartenfachmarkt fahren und sich die folgenden Dinge besorgen:

 

  • Blumenerde
  • Bonsaierde
  • Paketband oder bunte Schnur
  • Moos
  • Frühlingsblumen (hier: Hyazinthe, Bellis und Primeln)
  • Handschuhe
  • Wasser
  • Eine Schale

 

Dann muss man sich ein Plätzchen suchen, an dem man nach Lust und Laune ein bisschen rumsauen kann. Wir machen nämlich erstmal in unserer Schale eine schöne Matschepampe aus ca. ½ Bonsai- und ½ Blumenerde. Die sollte schön bapsig werden, sodass dich daraus gut drei Bälle mit einem Durchmesser von circa 15 Zentimetern formen lassen.

 

 

 

Anschließend werden die Wurzeln der Pflanzen von ihrer Erde aus dem Topf befreit und mit etwas Moos und Paketband umwickelt. Dieses kleine Wurzelpaket kann dann kurz in Wasser getränkt werden, damit die Pflanze noch mal einen großen Schluck trinken kann.

 

 

Derweil mit etwas Fingerspitzengefühl ein kleines Loch in die Erdkugeln picken, in das man das Wurzelpaket einlassen kann. Den Wurzelballen aus dem Wasser nehmen und kurz abtrocknen. Dann in das Loch hineindrücken und unschließend etwas festdrücken. Bei Bedarf die Kugel noch einmal etwas in Form pressen.

 

Jetzt bekommt die Kugel einen kleinen Mantel – nicht gegen die Kälte, sondern damit die Erde nicht bröseln kann. Dazu ein Stück Moos auswählen, dass die Kugel möglichst vollständig bedeckt. Dazu kann das Moos ruhig etwas in Form gezupft werden.

 

 

Wenn die Erde vollständig bedeckt ist, das Moos noch einmal etwas andrücken und mit dem Umwickeln beginnen. Dabei fühlt man sich im ersten Moment, als hätte man eine Hand zu wenig, aber sobald man die Kugel 1-2 Mal mit dem Paketband umwickelt hat, geht es sehr viel leichter. Die Kugel so lange stramm umwickeln, dass das Moos nicht mehr abfallen kann. Wer farbige Akzente setzen möchte, kann das Paketband auch durch eine bunte Schnur oder ähnliches ersetzen. Hier ist alles erlaubt!

Wichtig ist nur, dass die Enden so lang bleiben, dass das Kokedama am Ende daran aufgehängt werden kann.

 

 

Jetzt nur noch ein hübsches Plätzchen suchen, angucken und freuen!

 

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